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Die portugiesische Reise
 
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Die portugiesische Reise [Taschenbuch]

José Saramago , Karin von Schweder-Schreiner , Nicolai von Schweder-Schreiner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 1. April 2005 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499238926
  • ISBN-13: 978-3499238925
  • Originaltitel: Viagem a Portugal
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 55.549 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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José Saramago
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Plötzlich steht der Reisende auf der Grenze zwischen Spanien und Portugal. Der Tank befindet sich noch im Land, aus dem er gekommen ist; der Motor zeigt schon die Richtung an, in die es geht. Der Reisende selbst sitzt auf der Schwelle, und predigt den Fischen, die unter ihm hindurchziehen: "Welche Sprache sprecht ihr, wenn ihr die Unterwassergrenzen kreuzt? Und habt ihr dort unten Pass oder Stempel? Erteilt mir, Fische, eine klare Lektion." So frei wie die Fische im Wasser, weiß der Schriftsteller José Saramago, kann man sich nicht beim Reisen, wohl aber beim Schreiben über das Reisen fühlen.

Saramago ist ein ebensolcher Grenzgänger wie der Reisende seines halbfiktiven Berichts. Der Autor, der 1998 den Nobelpreis für Literatur erhielt, lebt heute auf Lanzarote, und machte sich mit seinem klapprigen Auto für mehrere Monate auf den Weg durch seine alte Heimat Portugal: von Nord nach Süd und Ost nach West. Wie ein Fremder betrat er offenbar das eigene Land, und dieser naive Blick auf die Landschaft, die Menschen und die Kulturgüter, der immer wieder auf- und abschweift, kommt dem Band sehr zugute. So ist Die portugiesische Reise ein autobiografisch angehauchtes Buch geworden, das zwischen Dichtung und Wahrheit, Essay und Roman immer wieder wundervoll changiert -- und nicht zuletzt die innere Landkarte des Dichter-Ichs auszuloten versteht: so abwechslungsreich und weit wie das Land, das er behandelt.

"Das Glück hat viele Gesichter", heißt es im Vorwort des Romans: "Das Reisen ist wahrscheinlich eines davon." Ein anderes könnte sein, auf derart beglückende Art vom Reisen zu lesen. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Ein in jeder Hinsicht großartiges Buch (Neue Zürcher Zeitung )

Der Reisende ist kein Tourist. Das ist ein großer Unterschied. Reisen heißt entdecken, alles andere ist nur vorfinden. (José Saramago )

Der Reisebericht wird zu einem Füllhorn denkwürdiger Geschichten, wenn José Saramago den Leser mitnimmt. Der Nobelpreisträger hat sein Land durchfahren und aufgeschrieben, was er erlebt hat. Man kann ?Die portugiesische Reise (Frankfurter Neue Presse )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
61 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erhebend... 9. April 2006
Von Vasco
Format:Taschenbuch
Über dieses Buch ist von meinen Vorgängern hier schon sehr vieles gesagt worden. Ich finde es ausgesprochen bedauerlich, daß das Buch hierzulande nicht ebenso als liebevoller Bildband erschienen ist, wie in Portugal. Dann sähen die Reaktionen etwas anders aus, denke ich. Mit zahlreichen passenden Fotos (die Saramago teils selbst geschossen hat) erhält der Leser einen viel besseren Einblick, wird mitgenommen, kann ein bißchen nachfühlen, ist mit dabei. So bleibt nur das geschrieben Wort, aus dem natürlich trotzdem zur Genüge die Menschenliebe, der Humor, die Großmütigkeit, die Vernunft, die Ironie Saramagos spürbar ist. Mancher erwartet mehr (siehe vorherige Rezensionen).
Das Buch heißt im Original "Reise nach Portugal", nicht "Reise durch Portugal". Saramago bereist das Land nicht, er versucht es zu finden. Dies ist nichts anderes als ein ganz individueller Bericht einer persönlichen Reise, vollkommen subjektiv. Der Leser mag mitreisen, wenn er mag. Er wird Portugal (und in gewisser Weise Menschen und Länder allgemein) auf eine sehr menschliche, unbeschwerte und persönliche Weise kennen lernen. Nicht wie mit einem Reiseleiter, sondern wie mit einem portugiesischen Freund bekommt man hier einen sehr subjektiven, aber dafür ungeheuer tiefgehenden Einblick. Es mag auch ganz andere Einblicke geben, ganz andere Arten, Portugal kennen zu lernen. Saramago bietet seine ganz persönliche in diesem Buch an. Nicht mehr und nicht weniger. Ich persönlich halte dies für eine denkbar gute Art, dieses unbekannte kleine, arme, reiche Land kennen zu lernen. Wer es lauter, stolzer, glänzender, extrovertierter mag, der fährt wahrscheinlich ohnehin ins viel besser vermarktete Spanien. Bei uns wird das positiv belegte Spanien nie als Vielvölkerstaat wahrgenommen (ebensowenig seine Probleme mit allen Nachbarn, von Frankreich bis Marokko, von Gibralter ganz zu schweigen). Dafür ist das Bild des kleineren Nachbarn Portugal eher negativ belegt, wenn überhaupt irgendwie "belegt"... klein, arm, unbedeutend, unbekannt. Und wer irgendwie zufällig doch Interesse an Portugal abseits der Postkartenmotive findet, für den ist dieses Buch Saramagos eine gute Möglichkeit, etwas mehr über das Wesen UND die Landschaft Portugals kennen zu lernen. Weitergehende Eindrücke gibt es in jedem Reiseführer, oder persönlich vor Ort. Oder bei Pessoa, Lobo Antunes, Lidia Jorge, Castelo Branco etc.
Unbedint erwähnen muß man aber, daß dieses Buch bereits älter ist (schon 1998 gab es eine 17.Auflage des aufwendigen Bildbandes!), und Portugal seither eine stete veränderung durchmacht, immer mehr seiner Eigenarten einbüßt. McDonalds, Lidl, Werbung auf jeder Anhöhe, immer weniger regionale Produkte, die auch bei uns bekannten gesellschaftlichen Veränderungen (Verstädterung, Individualisierung, Kommerzialisierung, Überalterung, etc), alles dies sieht Saramago auf dieser Reise bereits, aber nur als Ahnung, noch nicht als Beschreibung des heutigen Zustands, der immer weiter die großen Städte und Küstengebiete verläßt und sich über das gesamte Land ausbreiten will. Die EU will schließlich irgendwann die "Vereinigten Staaten von Europa" werden. Um so mehr ist dieses Buch ein Genuß und ein Dokument.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Und: "Reisen heißt entdecken, alles andere ist nur vorfinden." Diese 2 Mottos bestimmen das Buch des portugiesischen Nobelpreisträgers.
Zugegeben - das Werk ist nicht gerade "leichte Kost". Saramago bereist Portugal auf 6 Etappen; teilweise sogar im späten Herbst und im Winter. Und er reist sehr "subjektiv": So liebt er Romanik und Gotik; mit den übrigen Baustilen der portugiesischen Kunstgeschichte kann er meistens nur wenig anfangen; er liebt eher die kleinen, künstlerisch wertvollen Dorfkirchen als die großen Abteien.
Lässt man sich als Leser allerdings auf diese "Vorgaben" ein, ist dieses Buch eine faszinierende Lektüre, denn Saramago "hat noch einen Trumpf im Talon": Er sucht immer und immer wieder das Gespräch mit dem portugiesischen Menschen. Und so ergeben sich oft faszinierende oder berührende Momente - etwa wenn Saramago, der berühmte Dichter, mit einem Hotelkellner in dessen abgelegenen Heimatort fährt: 2 Menschen auf der gleichen Wellenlänge.
Wahrscheinlich wird man dieses Buch nur lesen, wenn man -wenigstens Teile von - Portugal kennt. Dann ist die Lektüre aber ein großer Gewinn für den Leser - eben weil das Buch weit über eine Reisebeschreibung Portugals hinausgeht.....
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Doch ein Reiseführer 28. April 2010
Format:Taschenbuch
Die portugiesische Reise (rororo)Man ist ja vom Autor einiges gewohnt - doch dieser Reisebericht ist derart farbig, lebendig und von einer tiefen Zuneigung zu Menschen, Kunst und Kultur getragen, dass man sich selbst damit einiges Gutes tun kann. Ich habe mir eine genaue Portugal-Karte besorgt, um die Reisen nachvollziehen zu können. Sehr hilfreich ist es auch, die Höhepunkte gleich bei der Lektüre im Internet zu suchen, ich habe fast alle mit genauer Beschreibung gefunden.
Den Ärger des Reisenden über verschlossene Kirchen und Gebäude sowie über städtebauliche oder allgemein architektonische Missgriffe kann ich gut nachvollziehen.
Alles in allem eine erholsame, fast "erbauliche" Lektüre, die einfach guttut.
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