Oft genug muss man im Berufsleben Fakten oder Sachverhalte in Präsentationen auf den Punkt bringen. Wichtige Sachverhalte aber so zu präsentieren, dass sie überzeugen und dass auch etwas hängen bleibt ist nicht immer leicht. Auch ich selbst musste und muss immer wieder dazulernen und erfahren, dass die richtige Präsentation ganz sicher mehr (und anders) ist als eine kunterbunte überfrachtete Schaubildorgie. In "Die perfekte Infografik" zeigt Dona M. Wong, worauf es ankommt und wendet selbst an, wovon sie spricht.
Von besonderer Bedeutung ist meiner Ansicht nach die Darstellung der Dinge, die man tun sollte und vor allem der Dinge, die man unterlassen muss. In aller wünschenswerten Detailliertheit und doch ganz unkompliziert wird das Wissen mit immens vielen Beispielen dargestellt. Hauptziel der Autorin ist es, zu zeigen, wie man Inhalte direkt und ohne Spielereien in den Kopf des Betrachters bringt. Die Bedeutung des Einklangs aus gehaltvoller Information, ansprechender optischer Umsetzung und einer intelligenten Umsetzung wird zu meiner vollen Zufriedenheit deutlich und anschaulich gemacht.
Der Aufbau des Buchs (Kapitel und Seitenaufteilung) ist sehr übersichtlich. Schnell lernt man in prägnanten Lektionen, gute und schlechte Schaubilder zu unterscheiden, um die Macht der Grafiken gezielt und effizient einsetzen zu können. (Eine hilfreiche Zusammenfassung auf einer Seite - 143 - hilft, sich die wichtigsten Dinge einzuprägen oder immer wieder ins Gedächtnis zu rufen). Exakte Kernaussagen zu finden, die richtige Wahl bei der Schriftart und Farbwahl zu treffen, Fehler zu vermeiden, durch die Darstellung einprägsame Signale zu senden, das lehrt die Autorin durch ein gut nachvollziehbares Vorgehen in 4 Schritten. Mit den Schritten "Recherche", "Bearbeitung", "Umsetzung" und "Kritische Überprüfung" bekommt man eine klare Struktur geliefert, mit der man sein Vorgehen bei der Vorbereitung einer Präsentation in jedem Stadium überprüfen und perfektionieren kann. Soweit ich sehe, bleiben keine Fragen offen, weil kein Thema ausgespart wird, das im Zusammenhang mit Schaubildern denkbar ist. Zudem werden alle gängigen Schaubildarten (Liniendiagramme, Säulendiagramme, Balkendiagramme, Tortendiagramme, Piktogramme, Tabellen aber auch Karten) in aller zur Gebote stehenden Ausführlichkeit besprochen und Besonderheiten aufgeführt, die zu ihrer optimalen Darstellung unbedingt beachtet werden müssen.
Was ich noch hervorheben will: Besonders auch bei der Darstellung von Projektplänen, die ja als Kompass für die Zukunft eines Unternehmens fungieren, hilft dieses Buch in einem kurzen, aber umso hilfreicheren Kapitel. Organigramme, Flussdiagramme, Arbeitspläne, Zeitabläufe und Forschrittsberichte werden als interessante Methoden vorgestellt, um Entwicklungen zu visualisieren und zu neuen Taten anzuspornen.
Dieses Nachschlagewerk ist ein Muss für jeden, der Daten und Fakten pointiert, unterhaltsam und einprägsam präsentieren will. Also ist dies eindeutig ein Buch, das ohne viel Leseaufwand recht schnell bei der Entwicklung von Präsentationsfähigkeiten sehr viel leisten kann. Dieses wirkmächtige Instrument habe ich zur Vorbereitung von Präsentationen in Zukunft in Reichweite.