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Die paranoide Maschine - Computer zwischen Wahn und Sinn (TELEPOLIS) [Taschenbuch]

Peter Krieg
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

Juni 2005
Man versprach uns ein Elektronengehirn, einen künstlich intelligenten Dialogpartner und autonomen Roboter, der uns längst hätte ersetzen sollen, wäre es nach Stanley Kubrick gegangen. Doch HAL 3000 erwies sich als paranoide Maschine, und auch seine Nachfolger kamen bisher nicht über diesen Zustand "systematischen Wahns" hinaus. Wir schlagen uns mit zwar immer schnelleren, aber völlig mechanischen Rechenknechten herum, die noch nicht einmal die Intelligenz eines Insekts erreichen. Die Geschichte der Denkmaschinen ist eine Geschichte der Illusionen und Irrtümer, der blinden Flecken und vergeblichen Mühen. Peter Krieg geht dieser Geschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive nach: Er untersucht die Auswirkungen des westlichen Denkens mit seiner einseitigen Betonung der Logik als einzig richtiger und ausreichender Denktechnik auf die Konzeption von Computern. Die "Zehn Computerplagen" unserer heutigen Rechner stellt er in direkten Bezug zur Denktradition der Moderne und der Implementierung ihrer mechanischen Logik. In verständlicher Sprache geht er alternativen Ansätzen nach, die in kritischer Distanz zur Künstlichen Intelligenz einen "polylogischen" Weg zur Denkmaschine suchen. In der Welt der Postmoderne erweisen sich die Technik und insbesondere der Computer als letzte Bastionen des alten hierarchischen Denkens.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 206 Seiten
  • Verlag: Heise Zeitschriften Verlag; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936931186
  • ISBN-13: 978-3936931181
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 404.065 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

eter Krieg hat sich als Dokumentarfilm-Regisseur ("Septemberweizen", "Packeis-Syndrom", "Maschinenträume", "Suspicious Minds" u. a.) vor allem mit sozialen und technik-philosophischen Themen auseinander gesetzt, war aber gleichzeitig auch als Erfinder, Berater, Publizist und Producer im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst, Technik und Medien unterwegs. Ob als Filmemacher, Erfinder eines Zeitcodesystems oder Realisator des ersten computergesteuerten interaktiven Kinos, ob als Gründungsdirektor des High Tech Center Babelsberg, als Producer bei der Expo 2000 und beim Space Center Bremen oder jüngst als "Inkubator" des revolutionären Pile-Systems - was ihn umtreibt, ist stets die Verbindung von praktischer Innovation mit theoretischer Reflektion.

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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausbruch aus der selbstverordneten Engstirnigkeit 16. Juni 2005
Von "mkd_01"
Zu Begin fand ich die Lektüre etwas trocken und ich mußte mir etwas Mühe geben, bei der Sache zu bleiben - aber dann wurde es immer interessanter. Und ich muß gestehen, daß ich jetzt erstmalig das Konzept von Existen-mit-Nicht-Existenz verstanden habe und deren Entsprechung in Pile. Allein das hat sich schon gelohnt. Die Kapitel nach der Pile-Einführung - sprich mögliche Ausblicke und Konsequenzen der bishrigen Denkweise - fand ich sehr gut nachvollziehbar, zumal sie sich mit persönlichen Erfahrungen decken.
Die Rolle, die dem Individuum zukommt und die individuelle Verantwortung, für sein Denken und (diesem Denken immer nachgelagert) für sein Handeln, wird als essentiell erkannt. Dass wir diese Verantwortung nicht leichtfertig an "engstirnige" Programme abgeben dürfen, sollte sich von selbst verstehen. "Was" da eigentlich denkt und "wo" die Gedanken eigentlich herkommen, ist noch keinesfalls entschieden. Es ist durchaus möglich, daß das Denken (als Erkennen von Zusammenhängen) durchaus nicht vom Gehirn geleistet wird. Daß dieses Gehirn vielmehr der Ort ist, wo diese erkannten Zusammenhänge sich spiegeln (in Form der Relationen zwischen den Neuronen "verobjektiviert"). In diesem Sinne wäre eine neue Maschinen-Metapher als Denkhilfe zu sehen, die strukutrell ähnlich verfährt, wie das menschliche Gehirn beim Verknüpfen der Neuronen. Es ist höchste Zeit, daß wir uns an die Realisierung dieser Metapher machen und das vorgestellte Pile-Konzept scheint ein prüfenswerter Ansatz.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr erhellend 17. Juni 2005
Von Ein Kunde
Lange genug haben wir uns von der Technik mehr und mehr entmenschlichen lassen. Nun ist es aber wirklich an der Zeit, sich zu wehren und dem Kollegen Computer mal eine ordentliche psychiatrische Diagnose zu verpassen: Die Maschinen sind paranoid. Und Peter Krieg schildert sehr differenziert und fundiert warum dem so ist. Hinzuzufügen bliebe vielleicht:
Laut "Internationaler Klassifikation psychischer Störungen" zeigt sich eine Paranoia u.a. durch
- Mißtrauen und eine starke Neigung, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich mißgedeutet werden,
- streitsüchtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten
- die Tendenz zu stark überhöhtem Selbstwertgefühl, das sich in ständiger Selbstbezogenheit zeigt.
Wer hätte das gedacht, die Psychotherapie hat in ihren klinisch-diagnostischen Leitlinien offenbar tatsächlich treffsicher das typische Verhalten eines Computers beschrieben. Computer wollen immer recht haben, sie sind nicht in der Lage andere Perspektiven zu übernehmen, kurz: sie sind weder anpassungsfähig noch flexibel und gehörten eigentlich umgehend in die geschlossene Abteilung verwiesen.
Die erstaunliche Parallele zwischen Psychiatrie und Computertechnik ist kein Zufall. Es ist dem Buch von der ersten Seite an anzumerken, dass sich der Autor lange Zeit mit dem Thema beschäftigt und tief geschürft hat. Krieg erläutert die Hintergründe eingehend, wenn man sich beim Lesen auch teilweise mehr Anschaulichkeit wünschen mag. Dennoch hat das Werk eine uneingeschränkte Empfehlung verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Denkwürdige Ansätze für eine neue Computerwelt 29. August 2006
Von SB
Mit seinem Buch „Die paranoide Maschine“ legt sich Peter Krieg mit niemand geringerem als dem Konglomerat von Microsoft und Intel an. Dieser scheinbar übermächtige Gegner scheint den Autor nicht zu schrecken, predigt er doch wider deren Heiligtum, dem Mooreschen Gesetz. Intel Gründer Gordon Moore stellte Mitte der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts die Regel auf, dass sich die Transistoranzahl auf einem Prozessor alle 24 Monate verdoppelt. Diese exponentiell steigende Prozessorleistung wird benötigt, um die immer komplexer werdende Software bewältigen zu können. Diesen Teufelskreis nennt Krieg – in Anspielung auf Microsoft-Gründer Bill Gates – den Moore-Gates-Effekt, welcher für stetige Gewinne bei der Hard- und Softwareindustrie sorgt.

Nicht ganz unberechtigt stellt sich die Frage, warum das so sein muss. Der Autor frägt sich: „Wer würde eine Waschmaschine kaufen, die alle zwei Jahre ersetzt werden muss, um das neue Waschmittel verwenden zu können?“ Seit rund 50 Jahren beißen sich die Entwickler an der Fehleranfälligkeit von Computern die Zähne aus. An die verheißungsvollen Versprechungen, aus den starren, unflexiblen Rechnern durch genügend Rechenleistung eine künstliche Intelligenz zu schaffen glaubt Krieg nicht. Durch die vorgegebenen Strukturen sowohl in der Industrie wie auch in der IT-Forschung fehlt es den Computern an der Fähigkeit sich an eine komplexe, sich ständig verändernde Umwelt anzupassen. Was die Softwarebranche als benutzerfreundlich verkauft, sei in Wirklichkeit nur die fortschreitende Anpassung der Nutzer an die Technik. Krieg postuliert zehn Compterplagen, die es auszumerzen gilt, um die Entwicklung aus ihrem Weg in eine Sackgasse herauszubringen.
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