Hörbücher werden trotz des Widerstands der Kulturpessimisten immer beliebter. Vorreiter dieser wiederentdeckten Gattung war wohl nicht ganz zufällig die Managementliteratur. Denn wo und wann finden Menschen mit knappen Zeitbudgets noch ein paar Minuten für Wissensaufnahme? In ihren Autos selbstverständlich. Die Verlage behaupten zwar immer, Hörbücher seien auch für zu Hause. Aber ich kenne wenige, die sich nach einem hektischen Arbeitstag geruhsam in die Polstergruppe fallen lassen und konzentriert zuhören können. Wie dem auch sei, Hörbücher decken ein Bedürfnis ab und zwingen Rezensenten dazu, auch noch unterwegs arbeiten zu müssen. Denn wie der Inhalt vermittelt wird, wer in welchem Duktus spricht und welche Musik für die Intermezzi eingekauft oder komponiert wurde, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Wer möchte denn schon in seinem Auto an Horrorerlebnisse seiner Schulzeit erinnert werden? Die zur Verarbeitung notwendigen Pausen sind zu kurz oder zu wenig Immer von der Behauptung ausgehend, dass sich nur eine Minderheit mit Schreibzeug und Notizpapier an den Tisch setzt und den Stimmen im Hintergrund lauscht. Dann lieber gleich ein Buch. Besonders beim Thema Vorstellungsgespräch, zu dem es eine spezielle CD gibt, zeigen sich die Vorteile dieser Form von Wissenvermittlung. Weiter Themen sind: Selbstmarketing in eigener Sache, Zusammenstellung und Gestaltung der Bewerbungsunterlagen sowie Tipps und Fehleranalysen.