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Die ohnmächtige Supermacht: Warum die USA die Welt nicht regieren können
 
 
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Die ohnmächtige Supermacht: Warum die USA die Welt nicht regieren können [Gebundene Ausgabe]

Michael Mann , Thomas Atzert
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 357 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (18. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593373130
  • ISBN-13: 978-3593373133
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 19,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.175.892 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass die Vereinigten Staaten von Amerika als einzige verbliebene Supermacht derzeit die Bühne der Weltpolitik beherrschen, steht außer Frage. Doch wohin führt ihr Weg? Erstreben sie die Errichtung eines neuen Empire? Und könnte es ihnen gar gelingen, die Welt gleichsam als globaler Leviathan zu regieren?

Mit einem ganz entschiedenen Ja auf die erste und einem ebenso entschiedenen Nein auf die zweite Frage meldet sich Michael Mann in der Debatte um die zukünftige weltpolitische Rolle der USA zu Wort. Allein schon den Versuch, ein neues Empire zu errichten, hält er für verhängnisvoll. Und als verhängnisvoll betrachtet es der britisch-amerikanische Soziologe deshalb auch, dass Großbritannien den amerikanischen Hegemon zuletzt so bedingungslos unterstützt hat. Denn "meine beiden Regierungen", schreibt Mann, "bedrohen durch eine beispiellos tolldreiste militaristische Politik den Frieden und die Ordnung der Welt".

Der in London, Yale und Cambridge lehrende Autor gesteht gleich zu Beginn, dass ihn die Ereignisse der Gegenwart -- womit er vor allem natürlich den Irak-Krieg und in diesem Zusammenhang das Verhalten der USA gegenüber ihren Verbündeten und der UNO meint -- dazu gebracht haben, "in halsbrecherischer Geschwindigkeit" dieses Buch zu schreiben. Trotzdem wolle er die amerikanische Politik nicht als politischer Aktivist "im Ton moralischer Entrüstung" anprangern, sondern als Wissenschaftler "analysieren und zerpflücken". Aus diesen Worten wird deutlich, dass Mann hier eine gefährliche Gratwanderung unternimmt. Eine Gratwanderung allerdings, die er glänzend besteht!

Angefangen bei der Rüstungspolitik des "militärischen Riesen" über die "ökonomische Trittbrettfahrerei" bis zum Krieg gegen den Terrorismus und die so genannten "Schurkenstaaten" wie zuletzt den Irak wird die Politik der USA Stück für Stück auseinander genommen. Das Scheitern des "neuen Militarismus", der die Probleme der Welt nicht löse, sondern selbst zum Problem werde, hält Mann für unausweichlich. Entgegen den militaristischen Hoffnungen auf zukünftige Allmacht werde die tatsächliche Macht Amerikas Schaden nehmen.

Am Ende setzt er seine Hoffnung -- uramerikanisch -- auf die Demokratie und beschließt den zwar mit viel Polemik durchsetzten, gleichwohl klugen und lesenswerten Band mit den Worten: "Zum Glück sind die Vereinigten Staaten eine Demokratie, und eine politische Lösung bietet sich im November 2004. Jagen wir die neuen Militaristen aus dem Amt. Denn sonst wird die Welt die Macht Amerikas weiter mindern", so der Autor. --Andreas Vierecke

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2003
Als "großen Polemiker" charakterisiert Rezensent Werner Link den britisch-amerikanischen Soziologen Michael Mann, der sich in seinem neuen Buch mit den Ambitionen der USA, Empire zu werden, auseinandersetzt. Dass die USA diese Rolle anstreben, daran hat Mann keine Zweifel, berichtet Link, auch nicht daran, dass sie dabei scheitern werden. Mann wolle zeigen, dass das American Empire in Wirklichkeit ein "militärischer Riese, ökonomischer Trittbrettfahrer, politisch Schizophrener und ideologisches Phantom" (Mann) sei. Wie Link ausführt, entfaltet er seine Thesen am Beispiel des Kriegs in Afghanistan, des Kriegs gegen den (islamischen) Terrorismus, des Kriegs gegen Schurkenstaaten und des Angriffs auf den Irak. Er hebt hervor, dass Mann viele Fakten und Informationen aus einem weitverstreuten Quellenmaterial zusammengestellt. Bei aller Polemik Manns, der Link sehr zurückhaltend gegenübersteht, findet er eine Argumentationslinie, die ihn überzeugt: Seine Unterscheidung der Akzeptanz der amerikanischen Politik beziehungsweise deren Nichtakzeptanz in Bezug auf Hegemonie und Empire. Zur Hegemonie gehört demnach multilaterales Einverständnis, das beim Empire aufgekündigt wird.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 29.08.2003
Der Buchmarkt quillt derzeit über von Erscheinungen, die um das vermeintliche "Empire", die USA, kreisen. Die Spreu vom Weizen zu trennen, fällt da nicht immer leicht. Michael Manns Ausführungen darüber, "Warum die USA die Welt nicht regieren können" gehört nach Ansicht von Rezensent Matthias Penzel jedenfalls zu den gelungenen Büchern. Abgesehen von "polemischen Fausthieben am Ende manchen Absatzes" findet Penzel das Buch "nüchtern", voller "hard facts" und in der Behandlung der komplexen Thematik "äußerst imposant". Wie Penzel ausführt, zeigt Mann, dass es sich bei der gegenwärtigen US-Außenpolitik nicht um einen neuen Imperialismus, sondern einen neuen Militarismus handelt. Denn es gehe den USA nicht so sehr darum, andere Territorien zu regieren und zu befrieden, sondern darum, den Freihandel im Sinne US-amerikanischer Firmen zu gewährleisten.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hatte mir mehr versprochen von dem Buch - vor allen Dingen mehr Information.

Der Autor nimmt für sich in Anspruch (laut Klappentext), dass er die Schwächen der US-Außenpolitik anhand der jüngsten Kriege (Afghanistan und Irak) aufzeigen will. Seine Kernaussage ist: "Die USA sind zu schwach - ökonomisch, politisch und ideologisch - um ihre imperialistischen Ambitionen zum Erfolg zu führen. Sie haben lediglich militärische Macht und das reicht nicht, um ein Imperium aufzubauen." Diese eine These treibt er dann auf 350 Seiten wie die Kuh durchs Dorf - so gesehen ist das Buch typisch amerikanisch: den gesamten Inhalt hätte man problemlos auf 50 Seiten zusammenstreichen können, ohne dass wesentliche Informationsverluste enstanden wären. Das Buch enthält enttäuschend wenig Informationen, die mir neu gewesen wären. Wer Chomsky oder Chossudovsky gelesen hat, dem werden viele der Thesen bekannt vorkommen. Das einzig Neue bei Michael Mann ist sein Vergleich des US-Imperialismus mit dem britischen Empire; der Vergleich ist aus der Biographie des Autors (er ist britischer und amerikanischer Staatsbürger) zwar verständlich, wirkt aber äußerst befremdlich. Ich glaube nicht, dass man das wirklich vergleichen kann - und die Argumentation im Buch hat mich auch nicht überzeugt.

Überhaupt ist der überwiegende Teil der "Information" in diesem Buch keine Information, sondern bestenfalls Meinungsäußerung. Es fehlen zu den meisten Aussagen die Quellenangaben. Zum Beispiel: "Die neuen Militaristen glauben daran, dass es bei ihren Plänen nicht um Öl oder Israel geht, sondern darum, der Region Frieden, Ordnung und Demokratie zu bringen." Aha, und woher weiß der Autor das? Stammt das aus der Gerüchteküche, oder kann man dazu eine Quelle benennen? Kann man vermutlich; warum tut er's nicht? Der Autor fährt fort: "Was die Demokratie anbelangt, ist diese Vision anscheinend absurd, wie ein Dokument aus den Außenministerium zugab, das im März 2003 durchsickerte." Und wieder fehlt die Quellenangabe. Auf mich hat das Buch deshalb unseriös gewirkt. Entweder der Autor war zu faul, seine Quellen lückenlos aufzulisten, oder es gibt keine Quellen; das wäre aber für ein Sachbuch äußerst unangemessen.

Das Buch ist nicht grundsätzlich schlecht. Wer der Meinung ist, dass die USA ein imperialistischer Schurkenstaat sind, dem man von Herzen eine Niederlage gönnt, und sich diese Meinung bestätigen lassen möchte, für den ist es vielleicht eine interessante Bettlektüre. Aber den Leser, der sich für sachliche Information interessiert, wird das Buch enttäuschen. An gut recherchierte und sachlich fundierte Werke wie die von Jared Diamond ("Arm und Reich. Die Schicksale menschlicher Gesellschaften) oder David Landes ("Wohlstand und Armut der Nationen") kommt das Buch bei weitem nicht heran.

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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eklatanter Wissensmangel 7. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor kennt die Bibel der amerikanischen Politik zur Erlangung und Erhaltung der Weltmacht, Brzezinskis "Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft" nicht. Dies ist aergerlich. Sein Plaedoyer fuer ein multilaterales Vorgehen der US-Regierung ist vernuenftig, und es ist dringend angeraten, dass eine neue US- Administration seinen Ratschlaegen Folge lesitet. Die angeführten Fehler der US-Aussenpolitik sind Legion und zeugen von mangelnder Intelligenz der derzeit in den USA Herrschenden. Clinton war diplomatischer als der unverbesserliche Militarist Bush und seine kriegsluesterne Militaristen-Gang. Aber auch Clinton folgte den Brzezinski-Vorschlägen - wenn auch etwas weniger brutal. Jede US-Regierung seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jhdt war dem Brzezinski- Masterplan verpflichtet und versuchte ihm gemaess zu handeln. Ein interessantes Buch: die Empörung fuehrte oftmals den Griffel, leider manchmal zum Nachteil der Analyse.
Die Leistung des Uebersetzers ist bescheiden; er beherrscht das Deutsche nur unvollständig.
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