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Die neuen Spießer: Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft
 
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Die neuen Spießer: Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Christian Rickens
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 282 Seiten
  • Verlag: Ullstein; Auflage: 1 (1. November 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 355007896X
  • ISBN-13: 978-3550078965
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 286.082 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Christian Rickens
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Diese Streitschrift wettert gegen “die neuen Bürgerlichen”. Oder anders akzentuiert: Christian Rickens kritisiert aus linksliberaler, alternativer Sicht die konservative Variante der „German Angst“, also deutsche Zögerlichkeit und ewigen Pessimismus. So positioniert der Autor seine Argumente fein säuberlich aneinanderkonstruiert als Antwort und Abfuhr an Nolte, di Fabio, Schirrmacher, auch Herman und deren geforderte Wiedergeburt der Familie mit Mann als Ernährer plus Hausfrau, des rechten Glaubens und der Liebe zum Vaterland. Dem setzt der Mittdreißiger ganz im Sinne Sir Karl Poppers eine offene Gesellschaft entgegen.

Faktisch geht in Deutschland die Einkommensschere auseinander, und der Staat verliert durch die Globalisierung an politischem Spielraum. Nichtsdestotrotz warnt Rickens vor dem klassisch konservativen Denkmuster, den stetigen Wandel mit Niedergang gleichzusetzen. „Wer Deutschland erneuern will, muss das politische System reformieren, nicht die Menschen umerziehen“, ist der Wahlhamburger überzeugt. Den angeblichen Werteverfall sieht Rickens als Wertewandel, der in die richtige Richtung gehe. Den Nationalstolz wiederum will Rickens auf Verfassungspatriotismus und Heimatliebe einpendeln. Und der Redakteur des Manager Magazin verficht entschieden die Idee einer Grundsicherung für jeden.

Dieses sehr persönlich, frisch und munter geschriebene Werk seziert die neue Bürgerlichkeit ausdauernd, anschaulich und parteiisch. Es stört beispielsweise, dass der Autor zunächst unterschlägt, dass die meisten Einwanderer Jobs für Geringqualifizierte bräuchten, die wir heute nicht mehr haben -- um genau diesen Aspekt beim Thema Arbeit und Bildung an besser passender Stelle für sich zu nutzen. Unter dem Strich liegt Rickens großer Verdienst darin, gerade zu rücken, was aus dem rechten Lot zu laufen droht. Wer also wissen will, was an den neuen Konservativen faul sein könnte, sollte dieses Buch unbedingt lesen, ebenso gemäßigte Linke, die die altbewährten Argumente zu vergessen drohen. Zudem freuen sich all diejenigen an der Lektüre, die wie Christian Rickens gerne an die Zeit zurückdenken, als die schönsten Mädels mit den rotgrünen Jungs tanzten. --Herwig Slezak

Pressestimmen

»Rickens Antworten sind frech, frisch geschrieben und lassen einen oft schmunzeln. Wie eine politische Version des Bestsellers Generation Golf kommt das Buch daher und stellt dem Ruf der Älteren nach einer neuen Bürgerlichkeit eine Sicht der Jüngeren entgegen, die längst fällig ist.« NDR »Die neuen Spießer ist eine gut lesbare, provokante Aufforderung, auch breit gestreute Deutungsmuster immer wieder auf ihre Stichhaltigkeit zu hinterfragen.« STRAUBINGER TAGBLATT »... ein feines Konterpamphlet zur neuen Bürgerlichkeit.« Falter (A) »... wie er argumentiert und vor allem was er recherchiert hat, das hat Hand und Fuß und ist nachdenkenswert.« GENERAL-ANZEIGER

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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Kaminliberaler, 16. August 2008
Sehr kritisch geht das Buch mit Personen und Themen an, die für die konservative Wende" stehen. Der gute Schreibstil macht Spass beim lesen. Aber es bleibt ein schaler Nachgeschmack, da der Autor eine strenge neoliberale Ausrichtung verfolgt. So ist es verräterisch, dass er in der Einleitung ein Feierabend- Szene wählt, wo er mit Freunden beim Essen zusammensitzt. Die Großzügigkeit und Toleranz, die RICKENS anmahnt, funktionieren bei ihm eben nur nach der Arbeit. Wenn es um harte Fakten geht, werden übliche neoliberale Standpunkte vertreten. So kann er es sich leisten, gleich 2mal eine Moral zu haben, eine unerbittliche für die Arbeit und eine nette für den Abend. Die gescholtenen Konservativen sind da wenigstens ehrlicher und gradliniger.

RICKENS argumentiert immer an der gesellschaftlichren Realität vorbei.
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24 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein ausnahmsweise mal überzeigender Liberaler, 24. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die neuen Spießer: Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft (Gebundene Ausgabe)
Man darf sich vom Lifestyle-Geblubber des einleitenden Kapitels nicht abschrecken lassen. Danach geht es nämlich konkret zur Sache. Die Kritik an den Neokonservativen macht der Autor nicht an deren Lebensstil fest (was ich furchtbar langweilig gefunden hätte), sondern an deren falschen Rezepten zur Lösung unserer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme (ich muss zugeben, dass auch ich zuvor zumindest an einige davon geglaubt habe). Irgendwie gibt es mir sehr zu denken, dass kein Alt-68er dies brillante Buch geschrieben hat, sondern ein junger Autor, der wohl eher aus der viel beschimpften neoliberalen Ecke kommt. Und es hat mich gleichzeitig überrascht, wie viel soziales und fast im klassischen sinne "linkes" Denken in seinen Thesen zu finden ist. Etwas weniger revolutionär vielleicht, dafür etwas mehr ökonomisch fundiert. Ein Paradebeispiel: Rickens tritt für eine Grundsicherung für alle ein (!) und rechnet vor, dass wir damit nicht nur sozial sondern auch ökonomisch besser fahren.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine längst fällige Abrechnung!, 17. Dezember 2007
Von 
Christian Rickens geht schonungslos mit den deutschen "Neocons" wie Eva Herman, Udo di Fabio usw. ins Gericht. Deren Polemik rund um den Untergang Deutscher Kultur zerpflückt er bis ins kleinste Detail. Übrig bleibt von deren fragwürdigen Rückschlüssen am Ende nichts als eine Anhäufung haltloser Behauptungen und unbeweisbarer Annahmen. Und mehr haben die neuen Konservativen ja bei genauerem Hinsehen nicht zu bieten.

Weder muss ein deutsches/europäisches Kind zwangsläufig jahrelang von einer "Glucken-Mama" ganztägig umsorgt werden, noch sind die derzeitigen Strukturprobleme Deutschlands ein Zeichen des Werteverfalls, sondern vielmehr ein Symptom des gnadenlosen weltweiten Wettbewerbs um Arbeitsplätze und Investitionen.

Eine rückwärtsgewandte Politik, hin zur scheinbar heilen Welt der 50er Jahre mit ihrem Tanz um das goldene Kalb des Wirtschaftswunders, gepaart mit einer gewissen Neo-Frömmelei wird die anstehenden Probleme in Deutschland (wie auch in anderen westlichen Staaten) sicher nicht lösen können.

Am Ende des Buches steht der neue Spießer nicht mehr, wie in letzter Zeit in den Medien häufig wahrgenommen, als Rebell wider dem Ungeist der 68er (die uns ja all die derzeitigen Probleme angeblich eingebrockt haben) da, sondern als das was er ist: eben ein Spießer. Jemand mit rückwärtsgewandten Ansichten, den die derzeitige Wirklichkeit verunsichert und der sich deshalb in eine angeblich heilere Welt flüchtet, die es irgendwann einmal gegeben haben soll, ganz nach dem Motto "früher war alles besser".

Ein Patentrezept für die Lösung aller Probleme dieses Landes bietet dieses Buch natürlich nicht, soll es auch gar nicht. Doch auch hierfür bietet der Autor einige interessante Ansätze, die in letzter Zeit verstärkt diskutiert werden...
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