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Die neuen Sängerstimmen: Von Cecilia Bartoli bis Bryn Terfel. Mit ausführlichem Lexikonteil
 
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Die neuen Sängerstimmen: Von Cecilia Bartoli bis Bryn Terfel. Mit ausführlichem Lexikonteil [Gebundene Ausgabe]

Manuel Brug
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 319 Seiten
  • Verlag: Henschel Verlag; Auflage: 2., Aufl. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389487452X
  • ISBN-13: 978-3894874520
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 554.755 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Manuel Brug
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Verpasste Chance Manuel Brugs «Neue Sängerstimmen» Für eine aktualisierte Fortschreibung der verdienstvollen, aber inzwischen über zehn Jahre alten Sängerbücher von Jürgen Kesting und Jens Malte Fischer sind Opernfans und Stimmenkenner gewiss dankbar. Doch wenn das auf solch bedenklichem inhaltlichem und sprachlichem Niveau geschieht wie in Manuel Brugs «Die neuen Sängerstimmen», dann ist damit eine wertvolle Chance vertan. Schon oberflächlich besehen verärgert das Buch wegen seiner nach Dutzenden zu zählenden Druck- und Schreibfehler. Auch der zwischen Flapsigkeit und Formulierungsschwäche schwankende Stil steigert «nicht wirklich» die Seriosität der Auseinandersetzung mit dem Thema. Hinzu kommen terminologische Unsicherheiten und Widersprüchlichkeiten (was ist ein «kontrolliertes Timbre», was sind «Abnutzungserscheinungen, vor allem was die Intonation angeht»?). Noch bedenklicher sind falsche Daten und Fakten, die die Glaubwürdigkeit eines solchen Buches erheblich in Frage stellen: Hans Hotter ist weder Jahrgang 1900, noch hat er als 21-Jähriger in Hamburg den Wotan gesungen; die Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper war nicht 1956; Beethovens Liederzyklus heisst nicht «An die Geliebte»; eine Berthe kommt in Meyerbeers «Robert le diable» nicht vor; nicht Wieland Wagner hat sich 2001 mit Waltraud Meier entzweit usw. Auch Auswahl und Reihenfolge der behandelten Sänger wirken reichlich beliebig und subjektiv. Gewiss, ein rückblickender Einstieg mit für die Vergangenheit typischen Sängerkarrieren (Mödl und Silja) ist denkbar, doch dann müssten die grundsätzlichen Unterschiede zwischen einst (Ensemblestabilität, nationale Gesangsschule mit Landessprache, Repertoirevielfalt) und jetzt (internationaler Gastierbetrieb, Originalsprache, Stagionebetrieb) und deren Auswirkungen auf Stimmen und Karrieren viel klarer herausgearbeitet werden. Wenig ergiebig ist die Koppelung der Paare Alagna-Gheorghiu und Seiffert-Schnitzer, weil daraus kaum Erkenntnisse über das jeweilige Künstlerprofil zu gewinnen sind. Weiter ist zu fragen: Was haben «Die drei Tenöre» unter den «neuen Sängerstimmen» zu suchen? Eher peinlich berührt es, Bocelli und Quasthoff – zwischen denen künstlerisch Welten liegen – unter dem Gesichtspunkt ihrer körperlichen Behinderung zusammen zu behandeln. Warum fehlen zahlreiche – vor allem britische – hochkarätige Sängerinnen und Sänger, während andere, künstlerisch schwächere, aber vorkommen? Leider beschränkt sich der Autor auf rein additive Aneinanderreihungen seiner Kurzporträts und versucht nur hie und da, ansatzweise zu strukturieren oder gar zu analysieren. Dem von ihm erhobenen Anspruch, «nicht nur aktuell zu sein, sondern auch in die Tiefe zu gehen», wird er nicht gerecht. Kurt Malisch

Schweizer Radio DRS, 27. Oktober 2003

"...ein scharfzüngiger Opernfan bewertet die derzeitigen Opernstars... Ausgezeichnet geschrieben... topaktuell."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einfach nur peinlich! 27. Januar 2006
Von Rick
Format:Gebundene Ausgabe
Viel wurde schon gesagt, dennoch möchte ich mich dem Tenor der anderen Rezensionen anschließen. Während Fischer detailverliebt das Leben und die Eigenarten der großen Sänger dokumentiert und Kesting sich zwar subjektiv, aber höchstkompetent mit den Tondokumenten auseinandersetzt, macht Herr Brug nichts anderes als Fakten aneinanderzureihen, die man fast alle im Internet "googlen" kann. Das journalistische Niveau ist wirklich letztklassig - man beachte nur wie oft Brug das nette Wörtchen "freilich" einsetzt. In jedem Schulaufsatz würde in roten Lettern "Wortwiederholung" mit Rufzeichen stehen!
Man erfährt als Opernliebhaber nahezu nichts über Gesangstechnik, Timbre-Charakteristik oder Plattenaufnahmen. Vielmehr fällt er gnadenlose Urteile, die so weit unter der Gürtellinie angesiedelt sind, dass es wirklich nur mehr peinlich ist. Ein Beispiel: der mittlerweile bald siebzigjährige Renato Bruson feiert an der Wiener Staatsoper immer noch Triumphe, aber laut Brug ist der Zustand seiner Stimme nicht mehr der Rede wert.
Auch die Struktur der Buches ist vollkommen sinnlos. Wen (außer einem Boulevard-Journalisten) interessiert es schon, welcher Sänger mit welcher Sängerin verheiratet ist? Was zählt, ist die Leistung auf der Bühne und Tonträgern.
Der absolute Tiefpunkt der Geschmacklosigkeit: Ein Jahrhundert-Sänger wie Thomas Quasthoff und der Schnulzensänger Bocelli werden in einem Kapitel aufgrund ihrer Behinderung zusammengefasst. Was hat das mit Qualitätsjournalismus zu tun!?
Die völlig unvollständige Diskografie und die Schreibfehler tun ihr Übriges...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tgundkg
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich, so möchte man ausrufen, ist ein Buch erschienen, das die Opernstimmen (nur um solche geht es) bespricht, deren Wirken hauptsächlich in die Zeit ab etwa 1990 fällt. Denn insoweit klaffte bislang eine für den Opernfan schmerzliche Lücke, da dieser Zeitraum in den überaus kompetenten und empfehlenswerten Werken von Jürgen Kesting und Jens Malte Fischer nicht mehr behandelt werden konnte.

Leider erreicht das Buch von Brug, einem als Opernkritiker erfahrenen Musikjournalisten, nicht das Niveau dieser Werke. Es hat zudem - jedenfalls zum Teil - eine andere Zielsetzung.

Die älteren beiden Bücher konzentrieren sich ganz überwiegend auf die Besprechung von Schallplatten. Gerade das macht sie so interessant, da bei synchronem Lesen des Buches und Anhören der jeweiligen CD bzw. der jeweils besprochenen Arie die in den Büchern gemachten Angaben genussvoll nachzuvollziehen und zu überprüfen sind, wodurch der Leser zugleich ganz nebenbei immens viel Wissenswertes über die Qualitäten und Unterschiede der jeweiligen Stimmen lernt und somit seinen Geschmack bildet oder verfeinert.

Dies alles fällt in dem Buch von Brug weg. Denn Brug bespricht - wie in dem Vorwort ausdrücklich angegeben - nicht Plattenaufnahmen, sondern ganz überwiegend von ihm erlebte Bühnenauftritte. Das hat zur Folge, dass es dem Leser in den meisten Fällen geht wie nach der Lektüre der Besprechung eines Weines, den der Leser nicht getrunken hat: es ist zwar durchaus interessant, geht einen aber nicht wirklich etwas an.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Die ersten 220 Seiten beinhalten den eigentlichen Besprechungsteil, die weiteren knapp 90 einen Lexikonteil. Der Besprechungsteil setzt sinvoll Schwerpunkte, bespricht die bekannten Sänger also intensiver als die unbekannten, "will" aber manchmal zu viel, wenn der Autor meint den Sänger xy noch unbedingt besprechen zu müssen, dabei aber nur Nichtssagendes herauskommt. Als Beispiel mag ein Auszug herhalten, der das Gemeinte nur illustrieren, nicht aber, weil er in diesem Extrem untypisch ist, vom Kauf abhalten soll (S. 159): "Im verzierten Rossini-Repertoire gewinnt augenblicklich die Bulgarin Darina Takova an Reputation, während die Griechin Elena Kelessidi als Traviata herumgereicht wird und die Spanierin Ana Maria Martines als koloraturfähige Lyrische wie etwa Luisa Miller begeistert."

Der Lexikonteil enthält Angaben zu den besprochenen sowie zu weiteren Sängern. Bei den besprochenen ist lediglich eine nahezu vollständige Diskografie des jeweiligen Sängers angegeben, bei den nicht besprochenen darüber hinaus noch eine Kurzbeschreibung der Stimme. Als Beispiel mag die Beschreibung der Stimme von Noemi Nadelmann herhalten (S. 288): "Eine strahlende Stimme, die in der Mittellage üppigen Wohllaut verströmt, in der Höhe aber etwas dünn und klirrend wirkt. Im heute kaum mehr besetzbaren Operettenfach als bildschöne Frau und temperamentvolle Darstellerin an den allerersten Häusern ein gesuchter Gast. Auf CD hingegen inzwischen beinah chancenlos."

CD-Empfehlungen, z.B. von ein bis drei besonders herausragenden oder typischen Aufnahmen der jeweiligen Sänger, fehlen leider völlig. Gerade diese wären aber besonders interessant gewesen. Über das Internet oder den Bielefelder ist es heutzutage ohne Schwierigkeiten möglich, einen Überblick über alle erhältlichen Aufnahmen eines Sängers zu erhalten. Diese quasi aus dem Bielefelder abzuschreiben und auf knapp 90 Seiten wiederzugeben, ohne eine sinnvolle Auswahl zu treffen, ist für den Leser ohne Wert.

Sehr interessant und lesenswert sind die immer wieder eingestreuten kritischen Bemerkungen zum heutigen Opernbetrieb, der das langsame Wachsen eines Talents nicht mehr zulasse, und zum Niedergang des Plattengeschäfts, der zur Folge habe, dass viele gute Sänger auf CD nur noch unzureichend dokumentiert seien. Hier wäre es wünschenswert gewesen, diese verstreuten Anmerkungen konzentriert in einem eigenen Kapitel zu versammeln, was den Informationsgehalt wohl deutlich erhöht hätte.

Leider hat das Lektorat ziemlich geschlampt. Es haben sich diverse Fehler eingeschlichen. Auf S. 113 schreibt Brug beispielsweise davon, dass es schade wäre, wenn sich eine Sängerin die "Sruinieren" würde. Gemeint ist: die Stimme ruinieren. So etwas ist ärgerlich und sollte vermieden werden. Die meisten Fehler finden sich allerdings in dem Lexikonteil, insbesondere in der Diskografie. Besonders auffällig ist, dass gerade die im Buch zuerst besprochenen Sänger (Netrebko, Kozena, Florez und Mattila) im Lexikonteil schlicht vergessen wurden, und das, obwohl bei der Besprechung von Netrebko in einer Fußnote ausdrücklich auf den Lexikonteil verwiesen wird (S. 28).

Zusammengefasst bleibt zu sagen, dass das Buch kompetente Beschreibungen der "neuen Sängerstimmen" enthält, durchaus lesens- und mangels Konkurrenz auch empfehlenswert ist, aber, insbesondere wenn man die Bücher von Kesting und Fischer kennt, gleichwohl enttäuscht.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schade! 9. März 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hätte mir die Amazon-Kritiken durchlesen sollen, bevor ich das Buch kaufte. Da ich aber zu sehr daran interessiert war, eine Aktualisierung der Bücher von Kesting und Fischer zu lesen, griff ich unkritisch zu. Leider kann ich mich nur anschließen: das Buch ist schlecht recherchiert, enthält zahlreiche formale wie inhaltliche Fehler, bleibt oberflächlich-subjektiv in seiner Darstellung. Dabei stört es weniger, dass bestimmte Sänger nicht aufgeführt wurden. Schließlich bleibt die Diskographie unbrauchbar, da unkommentiert. Dies Buch schließt nicht die Lücke, die nach dem Erscheinen der Bücher von Kesting und Fischer entstanden ist.
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