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Die neuen Leiden des jungen W.
  
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Die neuen Leiden des jungen W. [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Stuttgart, Klett Verlag, (1. Januar 2004)
  • ISBN-10: 3518188399
  • ISBN-13: 978-3518188392
  • ASIN: B0026LFID0
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.039.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Ulrich Plenzdorf
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch beginnt mit zwei Todesanzeigen. Edgar Wiebeau ist durch einen Stromschlag gestorben. Eine von seinen Kollegen vom Bau und eine von seiner alleinerziehenden Mutter. Der Vater liest den Tod des 17-Jährigen und beschließt Fakten über seine letzten Wochen zu sammeln indem er alle, die Kontakt mit ihm hatten, zu den Geschehnissen befragt. Das besondere bei der Ermittlung ist jedoch, dass nicht nur die Befragten und der Vater zu Wort kommen, sondern das auch Edgar sich aus dem Jenseits meldet und die Aussagen der Befragten für die Leser entweder korrigiert oder kommentiert.

Die Handlung erzählt, dass der siebzehnjährige DDR-Jugendliche nach einem Konflikt seine Ausbildung abbricht und in eine abrissbereite Laube nach Berlin zieht. Edgar Wiebeau war ein Musterschüler und zudem noch der Sohn der Werksleiterin. Die Laube stellt ihm sein bester Freund Willi, dem er auch gelegentlich Tonbänder schickt und ihm auf eine leicht unverständliche Art den Stand der Dinge mitteilt. In der Laube findet der junge Wiebeau zwei Dinge. Einmal ein Buch von Salinger über das Leben von Holden Coulfield und dann noch ein altes ReclamHeft, dass den Briefroman „Die Leifen des jungen Werthers" von Goethe enthält. In den Handlungen der beiden Personen sind Parallelen zu Edgars Leben zu finden. Edgar lernt in Berlin Charly kennen, eine verlobte Kindergärtnerin. Er verliebt sich. Doch seine gedankliche Leidenschaft zu ihr wird getrübt, als ihr Freund Dieter von der Armee zurück kommt. Dieter ist das komplette Gegenteil von Edgar, autoritär, loyal und ständig ernst. Edgar zieht sich zurück und beginnt bei einer Malertruppe an zu arbeiten. Nach einer Zeit beginnen seine Kollegen ein nebelloses Farbspritzgerät zu bauen. Doch als dies nicht gelingt, macht sich Edgar allein ans Werk. Doch was dann passiert, möchte ich nicht verraten.

Das besondere ist nicht nur, dass er das alles kommentiert, sondern auch seine Art, auf bestimmte Erlebnisse zu reagieren. Er fängt an solchen Erlebnissen an, Passagen aus Goethes Werther zu zitieren. Er reagiert damit auf die Einflüsse seiner Umwelt und gibt dieses als Zeichen des Widerspruchs wieder.

Der Roman ist besonders ergreifend und nah, realistisch und wirklich. Man stellt sich immer wieder vor, wie man selbst reagieren würde in jenen Situationen. Das Werk galt als Schubladenwerk, da es durch die Zensur erst zwei Jahre später erschienen ist, und das mit großer Resonanz auf beider deutschen Seiten. Geschrieben wurde es 1968 von Ulrich Plenzdorf und ist mit knapp 150 Seiten recht kurz. Es ist meines Erachtens auch ein Buch deutscher Geschichte und lohnt sich voll und ganz zu lesen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
So viele Autoren haben versucht, mit Jugendjargon/Umgangssprache junge Leser zu ködern oder deren Lebensgefühl wiederzugeben. Die meisten sind gescheitert. In jüngster Zeit fällt mir nur No llores, mi querida - Weine nicht, mein Schatz von André Pilz (ein Roman über einen Skinhead) ein, in dem das sehr gekonnt gemacht wurde. Ansonsten: Plenzdorfs Roman ist einfach genial, auch wenn es vor vielen Jahren geschrieben wurde!! Einiges mag veraltet wirken (Blue-Jeans-Song usw.), trotzdem spricht es - so meine Erfahrungen in der Schule - die jungen Menschen auch heute noch an. Im Gegensatz zu Pilz gibt es weniger Gewalt und Sex, aber das hat Plenzdorf gar nicht nötig. Ein wunderschönes Buch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das war Edgar? 26. April 2005
Von F. Martin
Format:Taschenbuch
Das Buch im Westen ein Riesenerfolg, im Osten Kult. Bis heute. Leider nicht immer zur Freude der Schüler. Denn dieses Buch bietet tatsächlich zahlreiche Interpretations- (und auch Überinterpretations-) Möglichkeiten. Diese werden auch wahrgenommen. Und lassen die Freude am Lesen diesen schmalen Büchleins mitunter schwinden. Eine zwangsweise, weil diktierte Beschäftigung mit Literatur ist immer ärgerlich. Dabei sollte man als Leser grundsätzlich frisch und frei ans Werk. Vielleicht wollen auch „Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf nichts anderes sein als intelligente Unterhaltung. Nicht mehr, nicht weniger. Und selbst das ist schon sehr viel.

Zur Handlung: Der junge Edgar Wibeau (nicht Wibau!) ist tot. Gestorben am 24. Dezember 1972 in einer Laube in Ost-Berlin. Die Bastelei an einer Farbspritze hat er mit seinem Leben bezahlt. Die Ärzte sagten: Es war eine Stromsache. Die mühselige Tüftelei ohnehin nicht mehr als ein besseres Puzzlespiel, so Edgar. Ohne Sinn und Verstand. Arbeitskollegen vom Bau, die Eltern und die ach so geliebte Charlie (weiland Charlotte, siehe Goethe) erinnern sich an den Verstorbenen. Mit gemischten Gefühlen. Auch hier nicht alles Gold, was glänzt. War Edgar ein verkanntes Genie? Oder einfach nicht ganz dicht. Mit all seinen Tonbandaufzeichnungen. Und seinen Texten von „Old Willi". Auch Edgar selbst meldet sich zu Wort. Aus dem Reich der Toten. Und schreit herüber: So war's wirklich. Das ist nicht immer komisch. Da schwingt auch Trauer mit. Ändern lässt sich aber naturgemäß nichts mehr.

Es stimmt schon: In diesem Buch lesen wir viel über Holden Caulfield von J. D. Salinger und über Mr. Cruose. Darauf nimmt Ulrich Plenzdorf auch ganz direkt Bezug. Und deshalb darf man fragen: Wo ist Phoebe? Oder wann kommt Freitag? „Die Leiden des jungen Werther" von Meister Goethe stehen sowieso für sich allein. Viele Fragen. Noch mehr Antworten. Denken wir nach. Aber bitte ohne Zwang. Sondern besser: aus Lust am Lesen. Oder aus Freude an einem guten Buch.

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Die neuesten Kundenrezensionen
Eine super Hilfestellung
Ich habe 'Die neuen Leiden des jungen W.' in der Schule gelesen und konnte zunächst nicht viel damit anfangen, da ich, durch die eingeschobenen Kommentare Edgars aus dem... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Pascal veröffentlicht
Anmerkungen aus dem Jenseits
Der Roman beginnt mit Todesanzeigen, die bekanntgeben, dass der Jugendliche Edgar Wibeau bei einer Bastelarbeit durch unsachgemäßen Umgang mit elektrischem Strom... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Carla veröffentlicht
erinnerung
wunderbar hatte dieses buch als junger mensch verschlungen und heute 30 jahre später wieder genauso guter zustand top qualität und schnelle bearbeitung danke für... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von uta groh veröffentlicht
Braucht Werther moderne Leiden?
Durchweg könnte dieses Buch als eine Unverschämtheit gewertet werden; sein schnoddriger, auf schlechte Weise leicht an J.D. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Timo Brandt veröffentlicht
Gibt es Bücher, die man gelesen haben sollte?
Ja! Auf jeden Fall! Ulrich Plenzdorfs -Die neuen Leiden des jungen Werther- gehört definitv dazu; jedenfalls wenn sie mich fragen. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht
Zeitgemäßer Werther
»Die neuen Leiden des jungen W« des ostdeutschen Autors Ulrich Plenzdorf erschien im Jahr 1972 und erzählt die Geschichte von einem jungen Mann, der aus der Gesellschaft... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Great Pretender veröffentlicht
Ein tolles Buch
Es ist völlig egal, ob man die Anspielung auf Goethe bemerkt. Es geht nicht um Bildungsbürgerdünkel. Jeder kann und sollte dieses Buch lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von Stefan Polzin
intensive Auseinandersetzung notwendig
Auf dem ersten Blick wirkt dieser Roman sehr oberflächlich und einfach gestrickt. Man mag vermuten, dass es sich um einen bloßen Abklatsch von Goethes "Werther" handle. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Juli 2009 von J. Richter
kein Goethe Abklatsch
Es ist ein eigenes Buch, mit einer eigenen geschichte aber auch keine Fortsetzung. Dieser Roman ist nur an manchen Stellen mit dem Briefroman von Goethe vergleichbar. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. April 2009 von Sunnshine
"Ich hatte nie im Leben gedacht, daß ich diesen Werther mal so...
Dieser Roman entschädigt.
Entschädigt für Teile des Deutschunterrichts der Elften Klasse; für die bisweilen qualvollen Stunden, die sich der Schüler... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2007 von Martyn
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