Die neue Omi, von der die kleine Fini hier in diesem schönen und thematisch anspruchsvollen Bilderbuch erzählt, ist eigentlich die alte Omi, die so gut kochen konnte und bei der sie gerne und oft , auch zusammen mit ihren Eltern, zu Besuch war.
Nun aber kann die Omi nicht mehr in ihrer alten Wohnung wohnen. Sie zieht in die Wohnung von Finis Eltern um. Ohne dass es einmal mit Namen benannt wird, beschreibt Fini die Veränderungen, die mit und in ihrer Oma vor sich gegangen sind, und die sie zunächst für sie zu einer neuen Omi machen.
Finis Omi leidet an Demenz, und sie selbst, aber besonders auch ihre Mutter, müssen sich an die neue Situation erst noch gewöhnen. Aber mit der wunderbaren Leichtigkeit eines Kindes baut Fini zu ihrer neuen Omi neue Beziehungsmuster auf und erfindet neue Tätigkeit mit ihr.
"Ich liebe Omi", sagt zum Ende des Buches. "Die neue genauso wie die alte. Jeden Sonntagmorgen darf ich der Omi nun die Haare frisieren, Und dann bewundern wir uns gemeinsam im Spiegel."
Ein einfühlsames Bilderbuch, das den Kindern das Phänomen der Demenz nahebringt auf liebevolle Art. Immer mehr Kinder werden durch ihre Großeltern oder Urgroßeltern damit konfrontiert. Gut , dass es solche Bilderbücher für sie gibt.