Als Betroffene (Brustkrebs, fortgeschrittenes Stadium, diagnostiziert in 2005) beschäftige ich mich mittlerweile seit Jahren mit Ernährungskonzepten, die der "Lebensstilkrankheit" Krebs den Garaus machen sollen.
J. Coy bestätigt auf eindrucksvolle Weise, was bereits von J. Budwig erfolgreich angewendet und von Lothar Hirneise ("Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe") als die derzeit beste verfügbare Methode zur alternativen Krebsbehandlung vorgestellt wird: Die Öl-Eiweiß-Kost.
Neu ist lediglich die Begründung, mit der sich Coy auf die längst allgemein anerkannte Warburg-Hypothese stützt. Also: Finger weg von der "modernen Kohlenhydratmast" (Grillparzer), die den Blutzuckerspiegel immer wieder und bei jeder Mahlzeit in die Höhe jagt und damit den Krebszellen eine optimale Versorgung mit Glucose garantiert!
Kombiniert mit den Prinzipien von Jane Plant ("Das Leben in deiner Hand") wende ich dieses Prinzip schon seit Jahren an, offensichtlich mit Erfolg: Nach einer anfangs niederschmetternden Prognose bin ich längst im normalen Leben zurück, ohne dass nach meiner Chemotherapie im Frühjahr 2006 weitere medizinische Schritte notwendig geworden wären (ich nehme nur noch Femara), und bin manchmal selbst erstaunt über meine Fitness und Belastbarkeit.
Mittlerweile wundern sich doch so manche Zeitgenossen, dass ich überhaupt noch am Leben bin.
Dabei bin ich durchaus kein Einzlfall.
Es lohnt sich also absolut, es mit der Öl-Eiweiß-Kost zu versuchen!
Es geht um eine reale Chance, die Chancen im Kampf gegen die Krankheit entscheidend zu verbessern, vielleicht sogar, dauerhaft zu überleben.
Zur Vorsicht raten möchte ich allerdings, was das Kochbuch im zweiten Teil des Buches betrifft.
Insbesondere die "Ampel"-Kennzeichnungen erwecken leicht den Eindruck, dass man sich jetzt besser von Fleisch und Käse ernährt als von Brot und Nudeln: Das kann nicht gesund sein!
Spätestens seit Jane Plant stehen die Milchprodukte im begründeten Verdacht, die Krebsmast noch zu verstärken.
Eine wirklich gesunde Ernährung hat, neben hochwertigen Ölen, vor allem einen hohen Gemüseanteil und setzt auf naturbelassene, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel.