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Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman
 
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Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman [Gebundene Ausgabe]

Joaquim Maria Machado de Assis , Susan Sontag , Wolfgang Kayser
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 24.06.2003
Machado de Assis gilt zwar als einer der bedeutendsten brasilianischen Erzähler, werde aber außerhalb Brasiliens zu wenig gelesen, meint Steffen Martus und präsentiert überzeugt das vorliegende Werk, das nun "endlich auf Deutsch zu entdecken" sei. Sein Protagonist führe eine Existenz in der Tradition des Schelmenromans, so der Rezensent, zu den Vorbildern zählt er Laurence Sternes Reflexionsroman "Tristram Shandy". Dabei wirke das Schicksal des Titelhelden recht tragisch, muss er doch mit allerlei Unpässlichkeiten zurechtkommen: Ein Rivale bringt ihn um Amt und Frau, seine journalistische Karriere scheitert ebenso wie seine politische. All dies meistert der Held jedoch mit einer gesunden Mischung aus Scheitern und Erfolg. Begeistert ist Martus von der bestechenden Ironie des Autors, wenn dieser sich etwa in einem eigenen Kapitel den Mängeln des Buches widmet. Resümierend zitiert der Rezensent denn auch den "New Yorker", welche die Neuausgabe als "einzigartiges Meisterwerk" feiert.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2003
Beglückend leichtfüßig und restlos europäisch findet Rezensent Hans-Martin Gauger diese fiktiven Memoiren, poetisch weich und doch "von nihilistischer Härte". Fast am erstaunlichsten findet er, dass das Buch schon 1880 zuerst erschien, und dass sein Autor, Joaquim Maria Machado de Assis, Nietzsche nicht kannte. Nicht mal die Europäer hätten nämlich damals den Propheten Nietzsche gekannt. Dieser größte aller brasilianischen Autoren schon gar nicht, mit dessen bestem Buch wir es Gauger zufolge hier zu tun haben. Leider erfährt man wenig vom Roman selbst, außer, dass es ihm nach Ansicht des Rezensenten gelingt, im finalen Delirium eines Sterbenden von dessen Leben und Tod packend und "geradezu schön" zu berichten. Von kurzen, mit suggestiven Titeln versehenen Abschnitten ist die Rede, vom grandiosen Kapitel 160, sowie einem grimmig-heiteren Schlusssatz. Dem Rezensenten gefällt auch Susan Sonntags Nachwort - auch hier wüsste man gern, warum. Als "sprachliches Kunstwerk" wird die schon 1950 zuerst erschienene "sehr geglückte Übersetzung" hochgelobt, und im Lob versteckt sich Gaugers Hommage an den Übersetzer: den "heute nahezu verschollenen" Germanisten Wolfgang Kayser, Verfasser einer einst hochberühmten Einführung in die Literaturwissenschaft mit dem Titel "Das sprachliche Kunstwerk".

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

«Das Meisterwerk des Machado de Assis - wie soll man dieses Buch nennen? Großartig? Erstaunlich? Perfekt?» (FAZ )

«Endlich auf Deutsch zu entdecken... ein einzigartiges Meisterwerk!» (Süddeutsche Zeitung )

«Ein großartiges Buch..., das trotz seines Alters frisch und anregend wirkt.» (Rheinische Post )

Kurzbeschreibung

«Vermutlich eines jener aufregend originellen, radikal skeptischen Bücher, die ihre Leser immer beeindrucken werden. Gewiss jedenfalls eines der unterhaltsamsten unprovinziellen Bücher, die je geschrieben wurden.» Susan Sontag

Ein gewitzter Fabulant und Fallensteller, ein liebenswerter Querkopf und Spötter ist dieser Bras Cubas, darin aufs engste verwandt einem Tristram Shandy oder einem Don Quijote. Selten las sich in der hohen Literatur die Summe eines Lebens so amüsant wie in diesem fiktiv-autobiographischen Schelmenstreich.

Exotische Landstriche, Brasilien, Rio de Janeiro geben die Bühne für Bras Cubas’ illusionslosen Lebensrückblick aus dem Jenseits ab, der wahre Schauplatz aber ist das menschliche Herz. Ob es sich um Heiratsabsichten oder berufliche Ambitionen dreht, um Liebeshändel oder Erbstreitigkeiten, um politische oder geschäftliche Großtaten – in launiger Nonchalance werden die Wirrnisse des Lebens verhandelt. Die satirische Rückschau auf Verfehlungen und Triumphe balanciert meisterlich auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Tragik. Trotz bitterer Erfahrungen bleiben Selbstverklärung und biederer Lebensernst dem Helden fremd. Das macht die Leichtigkeit des Buches aus: Wo das Sentiment naht, ist der Schwank nicht weit.

«Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas», erschienen 1881, sprühen vor Geist und Witz, und auch der Leser bleibt von den Buffonerien des Erzählers nicht verschont. «Dieses Buch zu lieben heißt, etwas weniger provinziell zu werden», urteilt Susan Sontag und bezeichnet den Roman als «eines der unterhaltsamsten unprovinziellen Bücher, die je geschrieben wurden».

Über den Autor

Joaquim Maria Machado de Assis (1839-1908) wurde in Rio de Janeiro geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, war Autodidakt, zunächst Druckerlehrling, dann Journalist und schließlich hoher Beamter in einem Ministerium. Er gilt als bedeutendster Erzähler der brasilianischen Literatur.

Susan Sontag (1933-2004) war eine der bedeutendsten amerikanischen Literatur- und Kulturkritikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war außerdem Schriftstellerin - für ihren Roman "In Amerika" erhielt sie den National Book Award - und Filmregisseurin.
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