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Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman
 
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Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman [Gebundene Ausgabe]

Joaquim Maria Machado de Assis , Susan Sontag , Wolfgang Kayser
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag; Auflage: Überarb. N.-A. (11. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717520180
  • ISBN-13: 978-3717520184
  • Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 9,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.766 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joaquim Maria de Assis
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 24.06.2003
Machado de Assis gilt zwar als einer der bedeutendsten brasilianischen Erzähler, werde aber außerhalb Brasiliens zu wenig gelesen, meint Steffen Martus und präsentiert überzeugt das vorliegende Werk, das nun "endlich auf Deutsch zu entdecken" sei. Sein Protagonist führe eine Existenz in der Tradition des Schelmenromans, so der Rezensent, zu den Vorbildern zählt er Laurence Sternes Reflexionsroman "Tristram Shandy". Dabei wirke das Schicksal des Titelhelden recht tragisch, muss er doch mit allerlei Unpässlichkeiten zurechtkommen: Ein Rivale bringt ihn um Amt und Frau, seine journalistische Karriere scheitert ebenso wie seine politische. All dies meistert der Held jedoch mit einer gesunden Mischung aus Scheitern und Erfolg. Begeistert ist Martus von der bestechenden Ironie des Autors, wenn dieser sich etwa in einem eigenen Kapitel den Mängeln des Buches widmet. Resümierend zitiert der Rezensent denn auch den "New Yorker", welche die Neuausgabe als "einzigartiges Meisterwerk" feiert.

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.07.2003
Beglückend leichtfüßig und restlos europäisch findet Rezensent Hans-Martin Gauger diese fiktiven Memoiren, poetisch weich und doch "von nihilistischer Härte". Fast am erstaunlichsten findet er, dass das Buch schon 1880 zuerst erschien, und dass sein Autor, Joaquim Maria Machado de Assis, Nietzsche nicht kannte. Nicht mal die Europäer hätten nämlich damals den Propheten Nietzsche gekannt. Dieser größte aller brasilianischen Autoren schon gar nicht, mit dessen bestem Buch wir es Gauger zufolge hier zu tun haben. Leider erfährt man wenig vom Roman selbst, außer, dass es ihm nach Ansicht des Rezensenten gelingt, im finalen Delirium eines Sterbenden von dessen Leben und Tod packend und "geradezu schön" zu berichten. Von kurzen, mit suggestiven Titeln versehenen Abschnitten ist die Rede, vom grandiosen Kapitel 160, sowie einem grimmig-heiteren Schlusssatz. Dem Rezensenten gefällt auch Susan Sonntags Nachwort - auch hier wüsste man gern, warum. Als "sprachliches Kunstwerk" wird die schon 1950 zuerst erschienene "sehr geglückte Übersetzung" hochgelobt, und im Lob versteckt sich Gaugers Hommage an den Übersetzer: den "heute nahezu verschollenen" Germanisten Wolfgang Kayser, Verfasser einer einst hochberühmten Einführung in die Literaturwissenschaft mit dem Titel "Das sprachliche Kunstwerk".

© Perlentaucher Medien GmbH

Pressestimmen

«Das Meisterwerk des Machado de Assis - wie soll man dieses Buch nennen? Großartig? Erstaunlich? Perfekt?» (FAZ )

«Endlich auf Deutsch zu entdecken... ein einzigartiges Meisterwerk!» (Süddeutsche Zeitung )

«Ein großartiges Buch..., das trotz seines Alters frisch und anregend wirkt.» (Rheinische Post )

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein brasilianischer Eulenspiegel, 3. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es ist kaum zu glauben: Da liegt eines der sensationellsten Werke der Weltliteratur 120 Jahre unübersetzt im portuguisischen Sprachraum herum, während wir uns durch langweilige Florian-Illies- und Stuckrad-Barre-Schinken quälen müssen. Endlich verschafft uns der Manesse-Verlag Glücksmomente: „Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas" von Joaquim Maria Machado de Assis (1839-1908) sind das Lustigste, Wahrhaftigste und Intelligenteste, was man in den letzten Jahren zu lesen bekam. Und selten gibt es eine solche Einheit von Form und Inhalt wie bei diesem Buch, das auf cremefarbenem Kuschelpapier und einer Augen-Wohlfühl-Typo gedruckt ist, was in book-on-demand-Zeiten ja selten geworden ist.
Machado de Assis erzählt sehr schludrig. Er springt in der Handlung herum wie ein Flummi, macht sich über den Leser lustig, dann über sich selbst - aber genau das ist sein Trick: Er verweigert sich den starren Strukturen der traditionellen Erzählweise, und genau deshalb macht sein Buch so viel Spaß. Es ist satirisch, ironisch, manchmal sogar albern, geschrieben in einem frischen, fast modern anmutenden Stil. Schon die Exposition ist ein schöner Kunstgriff: Bras Cubas ist bereits tot ("Dem Wurm, der zuerst an meinem kalten Leichnam nagt, widme ich zu herzlichem Angedenken diese nachträglichen Memoiren."), als er seine Aufzeichnungen beginnt. Das verschafft ihm einen entspannten, zugleich aber scharfsichtigen Blick auf das Establishment des damaligen Brasilien. Der Held fabuliert sein Leben wie eine wilde Kreuzung aus Simplicissimus, Don Quichote und Till Eulenspiegel. Ich freue mich schon jetzt, Bras Cubas im Jenseits zu treffen, bis dahin ist sein Buch jedoch ein großartiger Zeitvertreib!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schade, daß solche Bücher so selten zu finden sind!, 1. August 2010
Von 
Dieter Plep (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vor über einem Jahr entdeckte ich Alberto Manguels "Tagebuch eines Lesers", das als Mängelexemplar irgendwo verramscht wurde, und stieß darin auf den Titel dieses in Brasilien (einst?) sehr populären Buches... eine Kur im Juli dieses Jahres erlaubte, "liegengebliebenes" als Freizeitlektüre mitzunehmen, und während der anwendungsfreien Stunden boten die relativ kurzen und hintersinnig=humorvollen Kapitel dieser skurrilen Lebensgeschichte genau die passende Lektüre.

Bras Cubas stellt sich als ein Mann von Stand und fragwürdigem Charakter dar, der, weil er zum Zeitpunkt dieser Selbstdarstellung bereits tot ist, also auch keine Rücksicht mehr auf gesellschaftliche Sitten mehr zu nehmen braucht, und deshalb mit selbstoffenbarendem Witz (hierin Fielding, Klingemann oder Wieland ebenbürtig!) Rechenschaft über sein Leben ablegt... Dieses Buch verdient es, als Gesellschaftsspiegel und zugleich Studie eines Menschen, wie er nun einmal ist, wird er nicht idealisiert...

(ähnlich dem Urteil, das James Joyce über Edouard Dujardins "Les Lauriers sont coupés" gefällt hat!)

Ein grandioses Lesevergnügen! Und eine hervorragende Übersetzung!
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2 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen war bestimmt mal gut, 18. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Die nachträglichen Memoiren des Brás Cubas: Die nachträglichen Memoiren des Bras Cubas: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe keinen Zweifel daran, dass es sich hierbei um Weltliteratur handelt. Ebensowenig daran, dass der Humor für das 19. Jahrhundert revolutionär war. Insofern war es sicher wichtig, diesen Schriftsteller dem Vergessen zu entreißen. Ist es aber statthaft, zuzugeben, dass für einen verwöhnten, übersättigten Lesenden des 21. Jahrhunderts alles etwas abgedroschen, der Plot zu unspannend und die Grundidee nicht mehr spektakulär ist? Ganz hübsch, das Buch, aber wohl nicht mehr aufregend. Sehr gut ist aber die Aufmachung in der Manesse-Reihe, die zu den schönsten der heutigen Zeit zählt. Insgesamt also eher zum Verschenken als zum Selberlesen geeignet.
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