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Die nächsten hundert Jahre: Die Weltordnung der Zukunft Gebundene Ausgabe – 2. März 2009


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Pressestimmen

01.05.2009 / Trend: Die nächsten 100 Jahre "Provokante Antworten auf die großen geopolitischen Fragen der Zukunft."

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. George Friedman ist Gründer und Leiter des weltweit führenden privaten Informationsdienstes Stratfor. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zu den Themen Sicherheitspolitik, Nachrichtenwesen und Technologie veröffentlicht. Als renommierter Experte für internationale Geopolitik ist er regelmäßig in führenden US-Medien wie auch international präsent, unter anderem im Fernsehen, im Time Magazine, im Wall Street Journal und im New York Times Magazine.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Hammersteyn am 22. November 2009
Format: Gebundene Ausgabe
In den Augen George Friedmans unterscheidet sich Weltpolitik im 21. Jahrhundert nicht grundsätzlich vom 19. Jahrhundert oder von der Römerzeit: immer noch ist sie ein gigantisches Strategiespiel alle gegen alle, in dem Nationen Vorteile für sich auf Kosten anderer suchen und die Armeen der Staaten sich zähnefletschend gegenüberstehen, immer auf einen möglichen Zugewinn an Territorium bedacht. Gemeinsame Lösungen und internationale Zusammenarbeit gibt es nicht, des einen Gewinn ist des andern Verlust. Die Vereinten Nationen und die Europäische Union sind im Weltbild des Autors dermassen nebensächlich, dass sie im Buch schlicht nicht vorkommen.

Selbst wenn man dieses Weltbild teilt, stellen sich die Thesen des Buchs bei fundierter Betrachtung als ignorant und inkompetent heraus. Die Macht und Grösse der USA ist gemäss Friedman so überwältigend, dass die Vereinigten Staaten in den nächsten 100 Jahren die Weltpolitik noch überlegener dominieren werden als Michael Schumacher vor einigen Jahren die Formel 1. Sie begründe sich schlicht auf militärischen Realitäten, so der Autor, oder genauer: auf der Beherrschung der Ozeane durch die US Navy. Die Navy könne jederzeit jedes beliebige Handelsschiff in jedem Winkel der Welt versenken. Darum könnten die USA die Regeln des internationalen Handels nach ihren Vorstellungen festlegen. Was würde wohl geschehen, wenn Amerika plötzlich damit beginnen würde, nach Belieben deutsche und chinesische Handelsschiffe zu versenken?

Die Überschätzung amerikanischer Macht zieht sich durch das ganze Buch. So sieht Friedman zwar eine massive ökonomische Abhängigkeit Chinas und Japans von den USA, aber nicht umgekehrt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Schroeder am 21. Oktober 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor ist Gründer und Herausgeber des Informationsdienstes STRATFOR. Er verfolgt einen geopolitischen Ansatz, d.h. Ereignisse werden anhand der geographischen Gegebenheiten und gesellschaftlicher und massenpsychologischer Zusammenhänge beurteilt und vorhergesagt.

Die Hauptthese ist, dass die Welt erst am Beginn des amerikanischen Zeitalters steht. Das europäische Zeitalter währte 500 Jahre, von der Entdeckung Amerikas bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Periode amerikanischer Vorherrschaft wesentlich kürzer dauern wird - meint der Autor. Jedenfalls werde sie die nächsten 100 Jahre bestimmen.

China und Russland würden in den nächsten zehn Jahren an Bedeutung verlieren, China weil es geographisch isoliert ist und mit gesellschaftlichen Spannungen zu kämpfen haben wird (reiche Küstenregion versus ärmere Bevölkerung im Landesinneren), Russland weil es u.a. aufgrund ungünstiger infrastruktureller Voraussetzungen keine Möglichkeit hat, seine Macht nach außen zu projizieren. Und beide Länder haben keine Seemacht - und die Herrschaft über die Meere sieht der Autor als wichtigste Voraussetzung für eine Weltmacht des 21. Jahrhunderts, da hiermit nicht militärische Macht projiziert werden kann, sondern auch Handelsströme beeinflußt werden können und damit die Weltwirtschaft zu kontrollieren ist.

Es folgen noch Betrachtungen über u.a. die innere Entwicklung der Vereinigten Staaten (wirtschaftlich und gesellschaftlich), insbesondere die an Bedeutung zunehmende Rolle der Einwanderung, welche Länder bzw.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von KD am 29. September 2011
Format: Gebundene Ausgabe
George Friedman ist sicher ein gut vernetzter, intelligenter Mensch mit einem offenen Geist, was Veränderungen in der Geopolitik angeht.

Leider hat er aber von Wirtschaft keine Ahnung und ignoriert völkerrechtliche Grundsätze vollständig. Ja, die USA könnten jedes Schiff in jeder Bucht der Weltmeere versenken, aber ist das deshalb eine realistische Aussage? Russland wird zusammenbrechen und ein estnisches Sankt Petersburg ist für ihn durchaus vorstellbar. Hallo? Schon mal von Atomwaffen gehört? Russland wird sich auch im Falle eines Zusammenbrechens doch nicht damit Abfinden Sankt Petersburg an Estland zu verlieren ? Alle internationalen Organisationen, die geschaffen wurden, um gerade solche Aktionen zu verhindern, sind völlig inexistent. Deutschland wird aufgrund seiner "verknöcherten Volkswirtschaft" in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Das sollte man derzeit eher von den USA vermuten, die aber nach Friedman immer wieder wie der Phönix aus der Asche ersteht und nur mächtiger wird.

Schon in der Einleitung schreibt Friedman, dass alle Spekulationen über die Zukunft unmöglich seien. Aber ausgerechnet sein amerikazentristisches Weltbild und Zukunftsfantasie ist richtig, klar...

Mein Fazit: dies Buch ist eine teils amüsante, teils nervende Spielerei über mögliche Entwicklungen in der Zukunft. Aber das auch nicht mal besonders gut und stichhaltig.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan P. am 7. November 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Alles in allem bin ich recht zufrieden mit diesem Buch, denn Friedman gelingt es ein -zumindest zum großen Teil- nachvollziehbares Szenario für die Entwicklung von Geopolitik, Wirtschaft und Technologie der nächsten 100 Jahren zu zeichnen. Wie er in seinem Prolog richtig feststellt, hilft einem der gesunde Menschenverstand, der von der Gegenwart gerade in die Zukunft extrapoliert, bei der Vorhersage zukünftiger Ereignisse nicht weiter. Stattdessen versucht er einerseits tieferliegende Faktoren zu finden, die sich auch mittelfristig vermutlich nicht ändern werden (demographische Entwicklung, geographische Gegebenheiten z.B), um dann aufzuzeigen, welche Möglichkeiten Staaten haben, ihre Interessen unter gegebenen Umständen zu befriedigen; andererseits zieht er aber auch historische Zyklen und Präzedensfälle heran, um das wahrscheinliche Verhalten von Staaten mit der Hinzugabe von etwas Phantasie zu beschreiben.

Die resultierenden Ergebnisse sind oftmals kontraintuitiv: Die USA befinden sich nicht am Ende, sondern vielmehr erst am Anfang ihrer Weltmachtphase; Russland wird ebenso in Kürze kollabieren wie China; Polen wird Deutschland und Frankreich als die europäische Führungsmacht verdrängen; Japan und die Türkei entwickeln sich zu den vorherrschenden Mächten ihrer Region, die militärisch nur noch den USA nachstehen. Dabei schwankt die Begründungstiefe jedoch deutlich. Wird etwa der chinesische Niedergang noch anschaulich beschrieben, wird der Aufschwung von Polen und anderen osteuropäischen Staaten einfach mit einer dynamischen Wirtschaft abgehandelt, die wiederum so dynamisch ist, weil ... sie voller Energie sei (warum auch immer).
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