Nach den zwei Vorgängerteilen, die sich noch sehr bedeckt gehalten haben über die Hintergründe von Rama, geht es hier ganz schön rund. Eine größere Gruppe von Menschen wird zur längerfristigen Beobachtug auf das Raumschiff gebracht und ...
... ja alles weitere sollte erst das Buch erzählen. Doch schon der Klappentext geht weit über die Geschichte von Rama 3 hinaus. Das ist nicht nur unangebracht, es verdirbt einem ganz schön die Lesefreude. Was soll das???
Abgesehen von dieser voreiligen Buchrücken-Information haben die Autoren hier ein ganz schön gelungenes Stück Fortsetzung einer wunderbaren Geschichte geschaffen. Die sensibel geschilderten Charaktäre führen den Leser durch eine extraordinäre Erfahrung, die ihresgleichen sucht.
Allergrößten Respekt gebührt den Autoren für ihre visionäre Verhaltensstudie. Nicht die Menschheit als abstrakte Einheit trifft auf die Aliens. Nein, einzelne Menschen mit all ihren teils schrecklichen Eigenschaften werden hier zu Vorzeigefiguren unserer Spezies.
Wie wirkt die Menschheit auf Außenstehende? Wodurch definieren wir uns? Werden wir unseren Moralvorstellungen gerecht? Fragen wie diese plagend den Leser von Rama 3.