Rüdiger Becksmann beschäftigte sich ein ganzes Berusleben lang mit den mittelalterlichen Glasmalereien in Freiburg im Breisgau. Dank der Förderung im Rahmen des Akademienprogramms durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart (Baden-Würtemberg) wurden die Malereien wissenschaftlich erschlossen.
Dabei war die Erstellung dieses zweiteiligen Prachtbandes eine langwierige Sache, die viel Aufopferung und einen langen Bearbeitungszeitraum erforderte. Letztendlich gelang dem Herausgeber dennoch eine ausgewogene und einprägsame Strukturierung des Bandes.
Der an Seiten wie an Farbabbildungen umfangreichste Band des Freiburger Forschungszentrum ist ein kaum zu überbietendes Meisterwerk, das nun oppulent ausgestattet vorliegt. Die erheblichen Druckkosten wurden gar zur Hälfte von der Ernst von Siemens Kunststiftung München und anderen Stiftungen in dankenswerter Weise übernommen.
Eine kunstgeschichtliche Einleitung gibt dem Band eine gerechte Overtüre. Darüber hinaus findet sich u.a. ein umfassender Überblick über das Münster und seine Verglasung, im Einzelnen die spätromanischen Ostteile des Münsters, das hochgotische Langhaus des Münsters, die hochgotischen Kapellen des Nordquerhauses, das spätgotische Chor des Münsters und in einem ausgiebigen zweiten Teil die ehemalige Dominikanerkirche, die ehemalige Kartause am Johannisberg und das Augustinermuseum.
Ausführliche Anhänge wie ein Verzeichnis der nach 1800 neu geschaffenen Farbverglasungen, ein systematischer Tafelteil, ein ausführliches Register und der Bildnachweis runden den großformatigen Band ab.
Jeder Interessierte und Kenner der Glasmalerei findet in diesem zweibändigen Opus magnum eine bereichernde Literatur und einen wahren Schatz an dokumentierter Kunstwissenschaft.