Kurzbeschreibung
Klappentext
Lucia St.Clair-Robson
»Hinreißender Lesestoff für Kopf und Herz.« Welt am Sonntag
1836. Nach einem brutalen Überfall auf das Haus der Eltern wird die kleine Cynthia Ann Parker von Comanchen verschleppt. Das blonde, blauäugige Mädchen wächst bei ihnen wie eine Indianerin auf und erhält den Beinamen Naduah, was »Die-sich-wohl-bei-uns-fühlt« heißt. Neben Cynthias ergreifendem Schicksal schildert der Roman den zum Scheitern verurteilten Freiheitskampf der Comanchen. Es entsteht das Bild eines Stammes, der mit der Natur in Einklang lebte und Fertigkeiten besaß, die uns heute noch erstaunen. Auch die gelegentliche Härte und Grausamkeit der Comanchen wird nicht verschleiert. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Auszug
Innerhalb des hohen hölzernen Vierecks von Parkers Fort waren sechsundzwanzig Menschen zu Salzsäulen erstarrt, als wären sie Kinder, die Statuen spielen. Draußen vor dem Tor saßen Dutzende von bemalten Kriegern mürrisch auf ihren Ponys. Einer von ihnen ließ die schmutzige weiße Fahne fallen, die er gehalten hatte. Sie flatterte langsam zur Erde, wo sein nervöses kleines geschecktes Pferd sie in den Staub tänzelte.
Gib ihnen eine Kuh, Onkel Ben. Bitte. Wenn sie eine Kuh haben wollen, dann gib sie ihnen. Die aufgesprungenen Maiskörner fühlten sich an den Fingern der neunjährigen Cynthia Ann Parker kühl an, als sie die kleine Kürbisflasche mit Hühnerfutter hielt. Unter dem kratzigen Hemd ihres Vaters aus grobem Leinen bekam sie eine Gänsehaut. Das Hemd, immer wieder geflickt, neu gesäumt und umgenäht, bis es nur noch drei oder vier Nummern zu groß war, sah aus, als wäre es mit dem gleichen blassen, graubraunen Staub gefärbt worden, der ihre nackten Zehen bedeckte. Sie beobachtete die Männer am Tor wie ein Kaninchenbaby, das in die Augen einer Schlange starrt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.