Wie schon gesagt, ein grandioses Buch, das die Welt der Indianer in all ihren Facetten widerspiegelt! Auch als ich das Buch zum zweitenmal anfing, wollte ich es, wie beim erstenmal, nach wenigen Seiten wieder weglegen! Der grausame Überfall der Commanchen auf Fort Parker liess in mir die Vorstellung eines Buches über die ach so grausamen Indianer wachsen, die den armen Weissen auch noch die Kinder wegnehmen! Doch eine Freundin zwang mich quasi dazu es weiterzulesen und als ich dann in die Geschichte eintauchte merkte ich, dass die Indianer hier zwar auch in all ihrer Grausamkeit gezeigt werden, jedoch auch ihre Gründe und die ungerechte Behandlung durch die weissen Siedler schonungslos offengelegt werden! Hinzu kommt die faszinierende Geschichte Naduahs! Wie sie sich ins Volk einfügt, beginnt ihre Gefühle für Wanderer zu entdecken und vor allem das traurige Ende haben mir mehr als einmal Tränen in die Augen getrieben! Man fühlt sich mit ihr verbunden und das ganze wird so präzise beschrieben, dass man das Gefühl hat im Lager zu stehen, das Leder auf der Haut zu fühlen und dazuzugehören! Leuten mit sanftem Gemüt sollte man aber vielleicht vorschlagen den letzten Teil "Winter" nicht zu lesen, denn das Ende von Naduahs Familie ist traurig, macht einen aber auch wütend, weil man nur hilflos "zusehen" kann, statt Wanderer einfach zu Naduah zu führen!!! Das die Geschichte wahr ist, macht sie nur noch mitreissender!