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Die Tar meines Vaters
 
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Die Tar meines Vaters [Gebundene Ausgabe]

Yasmine Ghata , Andrea Spingler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 123 Seiten
  • Verlag: Ammann; Auflage: 1., Aufl. (11. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3250601330
  • ISBN-13: 978-3250601333
  • Originaltitel: Le târ de mon père
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 998.838 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Yasmine Ghata
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Man liest diese kleine Novelle wie ein Märchen aus dem Orient.[...] Eine sinnliche und zart gesponnene Liebesgeschichte krönt die Erzählung, die sich ganz der Mystik verschrieben hat. Yasmine Ghata erzählt von Liebe und Musik, von den Verschmelzungen der Seele mit einem Instrument und der inneren Parallelität zwischen körperlicher Sinnlichkeit und dem Lautenkörper, dem man die schönsten Weisen entlocken kann. Rache, Blut und Sinnlichkeit sind die Merkmale einer subtilen und tief in archaischen Mustern angesiedelten Lebenswelt. Das Bändchen ist nur schmal, beinhaltet aber eine ganze Welt voller Geheimnisse! Y. Ghata ist eine warmherzige und begnadete Erzählerin. --literature.de - Das Literaturportal, 10.03.09

Kurzbeschreibung

Nach dem Tod seines Vaters Weißbart erhält Hussein die Târ, die in der Familie seit Generationen an den ältesten Sohn weitergegeben wird. Doch unter Husseins Fingern will die doppelbauchige Laute ihre mystischen Akkorde nicht preisgeben. Seinen Anstrengungen zum Trotz bleibt sie ein bloßes Stück Holz ohne jede künstlerische Strahlkraft. Lastet ein Fluch auf Hussein? Welches Geheimnis birgt die Târ, das zu schwer wiegt, um sie erklingen zu lassen? Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Nur verbrennt Hussein ihre Saiten. Die beiden machen sich auf den Weg ins Dorf des legendären Lautenspielers Mohsen, der mit seinem Instrument eine solche Magie entfalten konnte, daß ihr Vater ihn aus Eifersucht erschlug. Parvis, Mohsens Sohn, lauert auf die Söhne des Mörders, und die Brüder ahnen nicht, daß die Geschichte der Târ, die auch ihre Geschichte ist, noch sehr viel weiter zurückreicht

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem Yasmine Ghata schon mit "Die Nacht der Kalligraphen" große Erfolge erzielte und Begeisterung hervorrief, gelingt ihr mit "Die Târ meines Vaters" ein weiteres feines Kunststück. Man ist neugierig, welches Thema sie sich wohl als nächstes aussuchen wird. Jedenfalls hofft man auch nach der Lektüre dieses Buches, das ihr der Stoff und die Inspiration noch lange nicht ausgehen mögen.

Nicht die exquisit geschwungene Schrift ist diesmal Thema, sondern die Musik, eine andere der schönen Künste. Sie nimmt ihren Ausgang beim Höchsten und sucht sich ihre Instrumente und Kanäle, durch die sie wirkt und Wunder vollbringt. "Was nicht im Herzen ist, kann auch die Musik nicht hervorlocken" oder vielleicht sollte man sagen, die beste Technik und selbst fleißiges Üben ersetzen niemals die Inspiration.

Auch diesmal wieder geht es sehr mystisch zu bei Yasmine Ghata und die Toten lassen die Lebenden nicht zur Ruhe kommen und treiben ihr Unwesen. Doch letztendlich siegt das Leben über den Tod, das Licht über Dunkelheit und Schatten, die in Form von sorgsam gehüteten Familiengeheimnissen rumoren und durch die Geschichte geistern. Letztendlich erfüllt sich die Bestimmung und die enthüllten Geheimnisse verhallen im unendlichen Raum. Doch auch die Gnade fordert ihren Preis.

Yasmine Ghata erzählt ihre Geschichte in drei Teilen, in denen sie die Söhne von Weißbart und dessen Gegenspieler Mohsen und seine Frau zu Wort kommen lässt. Die libanesischstämmige Autorin, die in Frankreich lebt, beweist auch diesmal wieder ihre große Erzählkunst und ihre Lust am Fabulieren, ihr märchenhafter Stil fesselt die Leser bis zum Schluss. Sie ist eine Meisterin der feinen Töne und der Zwischentöne, der Pausen und der Absätze, der Höhen und Tiefen. Es findet sich Beglückendes, Ergreifendes, Grausames, Stilles, Ungerechtes. Die Geschichte entwickelt sich mit Bedacht und die Themen scheinen immer wieder auf, mal von dem einen Sohn erzählt, dann von dem anderen, und bewegen sich auf den Höhepunkt und die Auflösung des Geheimnisses zu. Im letzten Teil lässt die Autorin die Geschichte behutsam ausklingen. Die Erzählung hinterlässt einen schönen Nachklang und man fühlt sich innerlich angerührt, bewegt und bezaubert.

Raum findet die Erzählung in einem schön gestalteten grauen Leinenbuch mit Lesebändchen und einem ansprechenden Schutzumschlag, ein wahres Kleinod.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin schreibt in wunderschönen Worten - ganz im Stil persischer Literatur.
Allerdings ist die Beschreibung des Lauteninstruments Tar derart falsch und schlecht recherchiert, dass ein Kenner des Instruments keine wirkliche Freude an dieser kleinen Geschichte haben wird.
(Beispielsweise kann das Plektrum gar nicht in den Resonanzboden fallen, die beschriebenen langen Fingernägel zeichnen nicht den Tar-Spieler aus, sondern finden sich bei Setar-Spielern, auch lassen sich die metallenen Saiten der Tar sicher nicht so einfach verbrennen ...)
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Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Schon ihr erster Roman "Die Nacht der Kalligraphen" entführte seine westeuropäischen Leser in Frankreich, wo Yasmina Ghata 1975 geboren ist und lebt, und in den deutschsprachigen Ländern in eine fremde und alte Welt, in der die Uhren anders gehen und die auf den Okzident schon immer eine besondere Anziehungskraft ausübte. Ging es damals um die auch tief religiöse Bedeutung der aussterbenden Kunst der Kalligraphie, so handelt Yasmine Ghatas neuer Kurzroman vom Spiel eines Instrumentes, das es nur im Orient gibt, der sogenannten Tar. "Es ist ein Instrument indisch-persischen Ursprungs mit metallische Klang, das zur Familie der Lauten gehört. Sein doppelbartiger Resonanzkörper ist aus Maulbeerholz, die Decke hat die Form zweier mit der Spitze aneinanderstoßender Herzen. Der lange Hals ist mit 25 Bändern aus Darm umwickelt."

Der Roman erzählt die Geschichte von Weissbart, einem Mann, der letztlich vergeblich versucht, mit seinem Spiel auf seiner Tar jenen göttlichen Dimensionen näher zu kommen, die andere Tar-Spieler vor ihm schon erreichten. Die Geschichte von Weissbart und seiner Familie ist erzählt aus den Perspektiven seines Sohnes Nur, seines ältesten Sohnes Hossein und seiner Frau Fourough.

Weissbart ist, wie gesagt, ein Tarspieler, dem etwas Entscheidendes zur Vollkommenheit fehlt. Vielleicht ist es seine Opiumsucht, die dem entgegensteht, vielleicht ist er auch wegen seiner Grenzen dem Opium verfallen. Wir wissen es nicht. Fourough, seine Frau, jedenfalls erduldet ihn sittsam, bis Weissbart eines Tages Besuch bekommt.
Er hat von einem blinden Tarspieler namens Mohsen gehört, dessen Ruf seines gottnahen Spiels weit über die Grenzen seines Heimatdorfes gelangt ist und ihn eingeladen.
Als Weissbart diesen begnadeten Mann hört und sieht, der in seinem Dorf als Heiliger verehrt wird, stürzt er sich frustriert in seinen nächsten Opiumrausch. Derweil nähern sich Mohsen und Fourough einander, und sie zeugen Hossein, was Weissbart und Mohsen allerdings nie erfahren werden. Mohsen wird bald nach diesem Vorfall von Weissbart erschlagen, als dieser sich voller Wut und mit von Neid zerfressener Seele in dessen Dorf aufmacht um seinen Konkurrenten zu töten. Weissbart entkommt ungestraft.

Viele Jahre später, Hossein und sein einige Jahre später geborener Bruder Nur sind schon junge Männer, stirbt Weissbart. Als Hossein versucht, der Tradition folgend, als ältester Sohn auf seines Vaters Tar zu spielen, entzieht sich ihm das Instrument. Voller Zorn verbrennt er die Saiten und macht sich später zusammen mit seinem Bruder in jenes Dorf auf, aus dem Mohsen stammt und das für seine Tar-Werkstätten bekannt ist. Sie wollen Weissbarts Tar reparieren lassen. Parvis, Mohsens Sohn hat schon jahrelang auf die beiden gewartet und nimmt die beiden Brüder gefangen. Hossein wird so lange im Dunkeln eingesperrt, bis er erblindet und die Rache Parvis' sich erfüllt. Nur muss derweil Fronarbeit verrichten.

Doch dann geschehen seltsame und wunderhafte Dinge. Der Ausdruck von Hosseins blinden Augen erinnert die Menschen des Ortes an Mohsen, und sie drängen Parvis, ihn auf dessen jahrelang unberührt gebliebener Tar spielen zu lassen, die sich auch für Parvis ähnlich verschlossen hatte, wie Weissbarts für Hossein.

Und er spielt so wunderbar, dass die Menschen in heilige Taumel geraten und das lange geschützte Geheimnis ist offenbar ...

Der Roman erzählt eine faszinierende Geschichte, die handelt von Musik, sich anhört wie ein Märchen und von einer dramatischen Wucht ist wie jene alten Geschichten aus dem Alten Testament.
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