Dieses Buch ist das Selbstporträt einer einer jungen kolumbianischen Diplomatentochter mit einer bislang brisanten politischen Karriere, die für sich einen ganz anderen Weg als des sich Unterordnens in bestehende Spielregeln der kolumbianischen Politik eingeschlagen hat. Eine sehr interessante Lektüre über die allgemeine aktuelle politische Situation in Kolumbien, obwohl das Buch teilweise zu sehr in subjektive Darstellungen abgleitet. Letzlich bleibt es dem Leser überlassen, ob die Realität nicht auch hin und wieder zu Gunsten Ingrid Betancourts beschrieben wird. Nichtsdestotrotz fesselt die Darstellung eines aufs äusserste geführten Kampfes gegen fast das gesamte kolumbianische System, bei dem Ingrid Betancourt am Ende praktisch keine Freunde mehr bleiben und der im Februar 2002 in ihrer Entführung durch die FARC endete. Gleichzeitig ein Aufruf, den Glauben an Ideale und Werte nicht zu verlieren und für seine Überzeugung auch gegen scheinbar übermächtige Gegner, die nicht selten aus dem nächsten Umfeld stammen, zu kämpfen.