Die Handlung spielt im - bei den meisten eher unbekannten - mittelalterlichen England und dem Leser begegnen dann auch die bedeutenden Menschen von damals. Unter anderem der englische König Eduard III. und auch sein Sohn - Der "Schwarze Prinz". Obwohl in der Erzählung auch mit diesem Titel bedacht, wurde er wohl erst in späteren Jahrhunderten als der "Schwarze Prinz" bezeichnet. Doch da die Handlung sowieso fiktiv ist und sich nur lose an tatsächliche historische Gegebenheiten anlehnt fällt dies nicht weiter ins Gewicht. Auch die Gründung eines außergewöhnlichen Ritterordens kann der Leser miterleben. Doch auch hier basiert die Geschichte eher auf Anekdoten und Legenden als auf historischen Tatsachen. Was in diesem Falle aber auch schwierig ist, da im Laufe der Jahrhunderte vieles vergessen beziehungsweise idealisiert als Legende überliefert wurde.
Am Ende des Buches schreibt Einar wieder einen Brief an Odin, in dem er kurz die tatsächlichen geschichtlichen Fakten erläutert. Dies tut dem Buch gut, denn der aufmerksame Leser kann so besser zwischen historischer Wirklichkeit und dichterischer Freiheit unterscheiden.
Aufgelockert wird der Text von den Illustrationen von Almud Kunert. Diese machen einige Szenen anschaulicher und sorgen für ein entspannteres Lesen.
Fazit:
Thilo schildert in diesem Buch eine spannende Geschichte in einem düsteren und daher realistischem Mittelalter. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass viele historische Bezüge in der Geschichte sehr frei verwendet wurden. "Der heimliche Ritter" ist zwar keine historisch korrekte, aber trotzdem eine abenteuerliche Erzählung.