Ich habe nun gerade das dritte Buch der Trilogie magischer Bund, Zeichen und Insel hinter mich gebracht und bin hin und her gerissen. Alle Teile scheinen mir ohne einen leitenden Faden aufgebaut zu sein, die Szenen und Situationen sind aneinander gestückelt, zum großen Teil sehr Plump und langweilig. Einige wenige Situationen wie z.B. im dritten Band, wo Caldason die Quelle sucht und findet, sind kurzzeitig ganz nett zu lesen, aber alles in allem hätte ich auf diese Bücher eher verzichten können. Die Bücher lesen sich wie eine Mischung aus einem Shawdow Run Abenteuer, in Bezug auf die Kaufmöglichkeiten der Magie in all seiner Form (die Reichen kaufen mächtige und die armen gefälschte Magie...), und einer Folge der Lindenstraße. Die Charaktere haben nicht wirklich eine Form und verlieren sich Teils in Sätzen, die vor Langeweile strotzen. Als Lückenfüller wählt Nicholls z.B. die Phrase "Na, wie geht es dem und dem" oder "Was macht der und der?", wobei die meisten dieser Menschen in der Nähe sind und selber antworten könnten. Oft werden auch (wohl möglich ein Fehler des Übersetzers?) auch Wörter gewählt, die nicht wirklich in einen Fantasy Roman passen (Guerillakrieg) oder die Charaktere antworten oder agieren eher in der Normalzeit ("Autsch" als Antwort auf ein Fettnäpfchen eines Charakters). Was ich interessant fand, war die Erklärung um das Geheimnis von Caldason und Zereiss, der eine ein Kämpfer mit Gründerblut und bis zum dritten Teil unbewussten über-über-menschliche magischen Fähigkeiten, sowie der andere, welche diese Fähigkeiten durch heben seiner Hand hinwegwischt und alle Magie nimmt. Naja, die Orks waren da schon besser geschrieben. In Zukunft werde ich wohl erstmal vermehrt die Rezessionen zu Nicholls lesen, bevor ich ein Buch von Ihm kaufe.