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Die maßgebenden Menschen: Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus
 
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Die maßgebenden Menschen: Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus [Broschiert]

Karl Jaspers
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jaspers traf eine ungewöhnliche Auswahl für den Beginn seiner großen Philosophiegeschichte: Sokrates, Buddha, Konfuzius und Jesus - zwei haben nie eine Zeile geschrieben, von den anderen beiden ist kein Satz sicher belegt. Ihr Rang in der Menschheitsgeschichte aber war für Jaspers einzigartig.

Über den Autor

Karl Jaspers, am 23. Februar 1883 in Oldenburg geboren und am 26. Februar 1969 in Basel gestorben, studierte Jura, Medizin und Psychologie. Ab 1916 Professor für Psychologie, ab 1921 für Philosophie an der Universität Heidelberg. 1937 wurde er – bis zu seiner Wiedereinsetzung 1945 – seines Amtes enthoben. Er war von 1948 bis 1961 Professor für Philosophie in Basel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absurd zerstückelt 19. November 2005
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wer dieses Werk wirklich kennenlernen möchte, muss Jaspers "Die Großen Philosophen" lesen, dessen erster Band allerdings schon über 700 Seiten umfasst. Eine großartige Einführung in die weltweite Philosophiegeschichte.
Dieser Verschnitt hier ist nichts - Hände weg.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
das buch verschafft einen guten einblick in die essentiellen elemente des lebens, der lehre und der wirkung der "maßgebenden menschen". durch diese komprimiertheit treten die gemeinsamkeiten und unterschiede der vier hervor. Daß die ersten kapitel aus dem buch herausgenommen wurden stellt eine literarische vergewaltigung dar und erklärt, daß herr ratschan das buch in seiner rezension als ziemlich unstrukturiert beschreibt. gerade in den ersten kapiteln seines buches beschreibt jaspers, was (für ihn) die größe jener philosophen ausmacht und was somit als leitdraht für seine brilliante darstellung der vier fungiert.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
"Manch kostbares Stück werden wir finden, [...]"
(Spr 1,13)

Ein Auszug aus dem Buch "Die großen Philosophen" wird in diesem Band veröffentlicht. Jaspers (1883-1969) wendet sich den maßgebenden Menschen zu, die er aus Gründen derer Historien ausmacht: (1) Sokrates, (2) Buddha, (3) Konfuzius, (4) Jesus. Alle vier sieht er gleichzeitig nicht nur in deren eigenen Geschichte, sondern in der Tiefe der historischen Wirkung auf viele Menschen. Sie repräsentieren eine umfassende Geschichtlichkeit des Menschseins und gleichzeitig eine Tiefe des Wesens. Sie sind Genien der Menschheit, ihre Gemeinsamkeit liegt im Tun und nicht im Schreiben. Keiner von ihnen hat sein Werk verschriftlicht, doch allen wurde die Schrift anderer zum Träger deren Botschaft. Alle konnten über die Verschriftlichung andauernde Wirkung auf die Menschheit an sich und auf deren Philosophie ausüben. Diese Wirkung bezogen sie aus der Stärke der Herkunft, niemals verloren sie ihren eigenen Boden, sich selbst nicht und nicht den tatsächlichen unter den Füßen. Sie lebten nahezu ohne Familie, jedoch mit Jüngern und Schülern; ihr Verhalten entsprang und entsprach der faktischen Tat, nicht dem Willen oder einem Prinzip. Einig waren sie im Suchen nach der Wahrheit, im Durchbrechen des Üblichen und in der Hinwendung zu neuem Denken, das nicht zu Ende gehen kann. Sie repräsentieren neue Lebenswirklichkeiten als Maßgabe einer Umwandlung. Selbst dem Tode zeigen sie eine besondere Haltung gegenüber, sei er gewaltsam gekommen (Sokrates, Jesus) oder als normales Ende des Leben. Der Tod ist für sie ein Tatbestand des Lebens, freudig in der Reife des Lebens erlitten oder brutal am Kreuze mit dem Glauben an die Transzendenz.

Ihr Verhältnis zur Welt war (a) ein Denken (Sokrates) als Weltüberwindung, (b) in der Versenkung und im Leiden als Mitleiden (Buddha) ein Heils-Pfad ins Nirwana, (c) die Welt im Tao (Konfuzius) als Ort der ewigen Ordnung und (d) im Durchbruch aller Ordnungen (Jesus) ein Welt-Ende als ein Gottesreich, in das jeder vom ewigen Wert geprüft eintritt. Freie Kommunikation, Mönchsschulen oder Schulen und letztendlich die Verkündung sind deren Methoden diese Welt zu überwinden, aus dem Beharrlichen zu überführen in ein Überweltliches, von dem sie getrieben sind. Nichtwissen und Schweigen sind ihre inneren Motive und Haltungen, es gilt nichts dem Verschweigen. Denn eines wird bei allen deutlich: ihre tiefe Botschaft bedarf eines indirekten Weges. Ungemäße Fragen bleiben ohne Antwort, das Reden in Gleichnissen bestärkt ihre indirekt geoffenbarten Wahrheiten.

Die Bestimmung des Abendlandes durch deren Denken (Sokrates, Jesus) wird heute in einer globalen Welt durchmischt von den Philosophien Asiens. Jaspers Erkenntnis der Achsenzeit, jene Zeit, in der in Unabhängigkeit vom Ort bei den jeweiligen Menschen gleiche Ideen entstanden, ist noch einmal erwähnenswert. Über diesen Punkt gewinnt man Wissen über die Zusammenhänge und deren inhaltliche Nähe. Mit Sokrates und Konfuzius können wir heutigen Menschen das Diesseits bestreiten, jene Botschaften von Jesus und Buddha offenbaren ein Reich in Transzendenz, der eine verkündet das Gottesreich, der andere das Nirwana. Ihnen zu folgen verwehrt deren Form zu leben (vielleicht). Betrachten wir uns als Menschen aus dem Schatten derer, die im Lichte stehen. Eben im Schatten jener maßgebenden Menschen.
~~
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