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Die letzten Tage der Menschheit: Bühnenfassung des Autors (Bibliothek Suhrkamp) [Gebundene Ausgabe]

Karl Kraus
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

30. November 1992 Bibliothek Suhrkamp
Mit der vorliegenden Ausgabe werden Die letzten Tage der Menschheit erstmals in der von Karl Kraus für das Theater eingerichteten Fassung vorgelegt. Es ist der Versuch, das Drama derartig zu kürzen, daß es an einem einzigen, wenn auch langen Theaterabend gespielt werden kann.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 296 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (30. November 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518220918
  • ISBN-13: 978-3518220917
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 350.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Karl Kraus wurde am 28. April 1874 im nordböhmischen Gitschin / Österreich-Ungarn (heute: Jicín / Tschechien) als Sohn eines jüdischen Papierfabrikanten geboren. In Wien studierte er seit 1877 Jura, Philosophie und Germanistik, schloß das Studium jedoch nicht ab. Schon während der Studienzeit veröffentlichte er literaturkritische Beiträge u.a. in der Zeitschrift Die Gesellschaft. Daneben betätigte er sich als Dramatiker, Lyriker und Vortragskünstler und hatte Kontakt zu Mitgliedern der Gruppe "Jung-Wien", u.a. Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, von denen er sich aber 1897 in der Satire Die demolierte Literatur distanzierte. 1899 gründete er die Zeitschrift Die Fackel. Sie war zeitlebens die wichtigste Veröffentlichungsplattform für seine kulturkritischen Beiträge. Er starb am 12. Juni 1936 in Wien.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Karl Kraus sagte selbst über sein heute wohl berühmtestes Werk, es sei für ein Marstheater gedacht; für ein irdisches Theater hielt er es wohl für zu umfangreich. Für eine ungekürzte Aufführung veranschlagte er immerhin ca. zehn Stunden. "Die letzten Tage der Menschheit" sind eine atemberaubende Collage, zusammengestellt aus authentischen Gesprächsfetzen kurz vor und während des Ersten Weltkrieges, die Kraus akribisch gesammelt hatte und die klarer als jede Analyse verdeutlichen, warum die "Welt von gestern" (Stefan Zweig) untergehen und einer weniger menschlichen Epoche weichen musste, und wie Europa seine Menschlichkeit leichtfertig preisgab.
"Die letzten Tage der Menschheit" beginnen mit einem Vorspiel, dem berühmten "Ringstraßenkorso". In das Ritual der Sehen-und-Gesehen-Werdens bricht die Nachricht, der Thronfolger sei ermordet worden. Aber bricht die Nachricht tatsächlich herein wie eine Urgewalt? -- Mitnichten! Man hat schließlich wichtigeres zu tun, als sich mit dem Tod des in konservativen Kreisen wegen seiner progressiven Ideen nicht eben beliebten Erzherzogs zu befassen. Noch zynischer reagiert man im Kanzleizimmer des Obersthofmeisteramtes, wo der Ablauf des Staatsbegräbnisses, das keines sein darf, organisiert wird. Nach diesem Vorspiel des Stückes (und des Krieges) bricht der Krieg tatsächlich aus, in den das alte Europa hineinschlittert und in dem es schließlich untergehen soll. Kraus muss nichts kommentieren oder hinzusetzen zu dem, was er auf den Straßen und den Caféhäusern, in den Etappen und Schützengräben gesammelt hat; es spricht alles für sich.
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachgewaltiges Antikriegsdrama 2. Juni 2006
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Erste Weltkrieg brachte zehn Millionen Menschen den Tod und verkrüppelte mindestens ebenso viele. In seinem Drama "Die letzten Tage der Menschheit" entwarf Karl Kraus ein gewaltiges Zeitpanorama, das in vielen grotesken Szenen die ganze Absurdität und Unmenschlichkeit des Kriegsgeschehens zu ermessen versucht. Ohne einen festen Handlungsstrang lässt das Stück Militärs und Zivilisten, historische und erfundene Personen zu Wort kommen. Mit seiner Sprachkunst und seinem ungeheuren Wortwitz entlarvt der Autor ihr unmenschliches Denken, Reden und Handeln. Dabei bedient er sich zahlreicher Originalzitate, deren Aussagen als unwahrscheinlich und unfassbar erscheinen. Jede Aufführung des Mammutstücks bedeutet einen gewaltigen Aufwand, der Autor selbst hat es als unaufführbar bezeichnet. Doch auch für Leser ist der Text nicht immer leicht zu konsumieren, zumal er zum großen Teil im österreichischen Dialekt verfasst ist. Die Offenlegung der Monstrosität des Menschen im und durch den Krieg ist immer noch erschreckend aktuell - wie die vielen weiteren Kriege im 20. Jahrhundert und bis in die jüngste Vergangenheit gezeigt haben. Kraus’ Drama ist darum jedermann immer wieder zur Lektüre zu empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen! 18. Mai 2012
Format:Kindle Edition|Verifizierter Kauf
Die letzten Tage der Menschheit sind zwar sperrig zu lesen, durch die eingefügten Hinweise zu den handelnden Personen aber heutzzutage besser lesbar als viele antiquarisch erhältliche gedruckte Ausgaben. Kraus zeigt die Schrecken des ersten Weltkrieges mit einer ungeheuren Dichte auf, die uns erschauern lässt, wenn man an die Möglichkeiten zukünftiger Kriege denkt. Gleichzeitig wird die Profitmaximierung der Kriegslieferanten genauso entlarvt wie die menschenverachtende Denkweise der Generäle und Kaiser, die dann noch (für ihren Einsatzbefehl zum Gaskrieg?) selig gesprochen wurden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bühnenfassung = stark gekürzte Fassung 5. Juni 2014
Von Thomas
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Bei dieser Ausgabe (suhrkamp, 2005) handelt es sich um die so genannte Bühnenfassung des Werks, einer vom Autor selbst vorgenommenen Auswahl von Szenen aus den Letzten Tagen der Menschheit. Es handelt sich daher hier um eine stark gekürzte und umgestelle Version des Originals. Zur Orientierung, in der Originalversion besteht das Werk aus mehr als 200 Szenen und hat 792 Seiten (editio princeps), die hier vorliegende Bühnenfassung enthält 87 Szenen, die unterschiedlich stark gekürzt sind, und umfasst in dieser Ausgabe etwa 225 Seiten.

Karl Kraus hat Die letzten Tage der Menschheit selbst als unaufführbar bezeichnet, eine Aufführung würde nach Kraus etwa zehn Theaterabende beanspruchen, das Werk sei als Lesestück in Dramaform gedacht. Die Bühnenfassung, auf Wunsch der sozialdemokratischen Kunststelle in Wien entstanden, sollte das Werk für eine Aufführung adaptieren.Es kam jedoch zu Kraus' Lebzeiten selbst nie zu einer Aufführung. Erst 1992 kam es zur Veröffentlichung der Bühnenfassung.

Zur Einführung in das Werk empfehle ich den kurzen Essay von Eric Hobsawm "Die letzten Tage der Menschheit -ein Essay" dem ich auch die Angaben zur Geschichte des Werks entnommen habe,

Der Essay von Hobsbawm ist enthalten in:
Balzer, F.-M. und Fülbert, G (2010) Zwischenwelten und Übergangszeiten:
Interventionen und Wortmeldungen. Köln, PapyRossa-Verl.
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Die letzten Tage der Menschheit
Karl Kraus ist als scharfer Denker und kritiker bekannt. Jetzt, 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg ist das Thema interessant. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen "Die grellsten Erfindungen sind Zitate" - "Bumsti!"
Es gibt verschiedene Ausgaben: Die "Bühnenfassung" ist immer noch lang, doch, wenn, dann empfehle ich: geben Sie sich gleich die ursprüngliche Fassung auf rund 840... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Serenus Zeitblom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg
und Karl Kraus schrieb ein satirisches und zynisches im jedem Fall ein bissiges und tiefschwarzes Theaterstück über kleine und "große" Leute, Spießer,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Volker Kempf veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Super-Buch
aber sehr schwierig zu lesen. Wer sich mit der gesellschaftlichen Situation zum Ausbruch des 1. Weltkrieges befassen will, ist damit aufs Beste bedient. Lesen Sie weiter...
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Vor 6 Monaten von Michael Ratzka veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Rezession
Buch ist interessant zu lesen und regt auch zum Nachdenken an, schade nur dass die Geschichte nicht fertig geschrieben ist. Wahrscheinlich hat der Autor eine Fortsetzung vor .
Vor 7 Monaten von Peter Krell veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Für wie mich Leseratten ok.
Sehr schön zu lesen und ein guter Zeitvertreib. Dafür dass es kostenlos ist, ist es gut. Preis - Leistungsverhältnis sehr gut. Besser als immer nur Fernsehen.
Vor 7 Monaten von Matthias Barthel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich bin echt zufrieden, beste Ware, super service, sehr gute...
Ich bin echt zufrieden, beste Ware, super service, sehr gute Verkäufer, es hat alles prima geklapt , Danke dafür !
Vor 7 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Nach drei Seiten aufgehört
Der umständliche Schreibstil, der schwulstige, nicht wirklich gelungene Versuch Spannung aufzubauen, entspricht in gar keiner
Weise meinem Geschmack. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Hans veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wahrer Klassiker
Bei Amazon gratis zu bekommen, sorgt dieser Klassiker vor allem für eins: Allgemeinbildung. Besonders deshalb kann ich nur raten, dieses Buch zu lesen, und daraus zu lernen.
Vor 8 Monaten von advocatusFFM veröffentlicht
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