Aus der Amazon.de-Redaktion
Isao Takahatas zutiefst bewegender Antikriegsfilm Die letzten Glühwürmchen wurde bei Vorführungen in aller Welt von der Kritik hoch gelobt. Nachdem ihre Mutter gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in den Bombenangriffen auf Tokio umgekommen ist, sind der jugendliche Seita und seine kleine Schwester Setsuko sich selbst überlassen. Ihr Vater dient fern der Heimat in der kaiserlichen Marine. Anfänglich leben die Geschwister bei einer Tante, die ihnen aber wenig Liebe entgegenbringt und ihnen Zeit und Kosten vorhält, die sie verursachen. Die zwei Kinder richten sich in einer Höhle bei einem Bach häuslich ein, aber ihre mageren Vorräte sind bald aufgebraucht. Um seine Schwester versorgen zu können, ist Seita gezwungen zu stehlen. Trotz seiner Bemühungen stirbt sie am Ende an Unterernährung. Betroffen und geschwächt kehrt Seita in die verwüstete Stadt zurück und stirbt umbemerkt in einem überfüllten Bahnhof.
Die Stärke dieses Films liegt in Takahatas unparteiischer Darstellung der Charaktere. Ein mitfühlender Arzt, die habgierige Tante, die teilnahmslosen Cousins und Cousinen -- sie alle wissen, dass sie für Seita und Setsuko wenig tun können. Ihre Ressourcen -- wie die ihres Landes -- sind ohnehin schon überfordert. Jeder Verzicht würde ihr eigenes Überleben gefährden. Wie schon die Barefoot Gen-Filme, verliert auch Die letzten Glühwürmchen kein Wort über Japans Rolle als Aggressor im Zweiten Weltkrieg. Die Darstellung des unnötigen Leids jedoch, das seine Opfer auf sich nehmen mussten, setzt sich über nationale und ideologische Grenzen hinweg. --Charles Solomon
Video Jakob Kurzinhalt
Japan 1945. Das Land steht kurz vor der Kapitulation, Hungersnöte und Bombenangriffe kosten viele Leben unter der Bevölkerung. Zwei Waisenkinder, der 14jhährige Seita und seine kleine Schwester Setsuko, versuchen verzweifelt, in dieser Welt zu überleben - ein Ding der Unmöglichkeit. Aus dem gleichen Studio wie "Prinzessin Mononoke" stammend, beeindruckt dieser Film durch die gnadenlose Darstellung des Leids und der Hoffnungslosigkeit im Krieg.
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Japan im Jahr 1945, kurz vor der Kapitulation im II. Weltkrieg. Teenager Seita und seine kleine Schwester Setsuko haben ihre Mutter bei einem Angriff mit Benzinbomben und den Vater an der Front verloren. In der Obhut ihrer lieblosen Tante halten sie es nicht lange aus, und so ziehen die Geschwister schließlich in eine Höhle in der Nähe der Küste, von wo aus Seita Ausflüge in die Umgebung unternimmt, um Essen zu organisieren, während es seiner Schwester zunehmend schlechter geht. Einziger Trost sind Scharen von Glühwürmchen, welche die Kinder besuchen...
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Vierzehn Jahre hatte es gedauert, bis endlich ein entschlossener Videoanbieter das Wagnis unternimmt, eines der elegantesten und bewegendsten Animé aller Zeiten auf den immer noch allzu trickfilmfeindlichen deutschen Markt zu bringen. Kenner der Materie werden das Erscheinen dieses Manga-Kleinodes mit Jubel begrüßen, doch darf der Genuss der "Glühwürmchen" ohne Frage auch Kunstfreunden anempfohlen werden, die sonst eher nicht zu den Anhängern von Zeichentrickfilmen gehören.
Blickpunkt: Film
Zwei Kinder schlagen sich durch die letzten Kriegstage im weitgehend zerstörten Japan. Traumschönes, bewegendes Manga, ein unbedingter Tipp nicht nur für Zeichentrickfreunde.
Kurzbeschreibung
Japan 1945. Das Land steht kurz vor der Kapitulation, Hungersnöte und Bombenangriffe kosten viele Leben unter der Bevölkerung. Zwei Waisenkinder, der 14jhährige Seita und seine kleine Schwester Setsuko, versuchen verzweifelt, in dieser Welt zu überleben - ein Ding der Unmöglichkeit. Aus dem gleichen Studio wie "Prinzessin Mononoke" stammend, beeindruckt dieser Film durch die gnadenlose Darstellung des Leids und der Hoffnungslosigkeit im Krieg.
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