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Produktinformation
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Katja Lange-Müllers historischer Ort aber ist die kleine Druckerei von Udo Posbich. Am Rande der sozialistischen Planwirtschaft führt sie eine eher klägliche Existenz. Ein paar alte, abgestaubte Druckmaschinen und eine Handvoll verschrobener Nischenwesen und schon ist es komplett, das sozialistische Arbeitskollektiv.
Hier hat jeder seine Macke. Fritz-Otto fühlt sich ausschließlich von Müttern angezogen, ist es doch noch gar nicht so lange her, daß er selbst entbunden hat. Sein Zwillingsbruder nämlich, den er Otto-Fritz getauft hat, und der jetzt am Grunde eines versiegelten Zylinderglases wohnt, hatte sich heimlich in seinem Körper eingenistet und Fritz-Ottos Kopf über Jahre hinweg mit mütterlichen Gefühlen gequält. Dagegen hört sich die katatone Schizophrenie, unter der Manfred leidet und die ihn dazu bringt, sich in Betonmischer und andere Maschinen zu verlieben, an wie ein Kinderspiel. Die linkshändige Setzerin Püppi gehört ebenso dazu. Sie hat, als Jüngste im Bunde, wie alle anderen auch das Land innerlich bereits verlassen, und widmet nun ihre Liebe einer Topfpflanze namens Gloxinie.
Es sind diese Mikrokosmen, wie die Druckerei von Udo Posbich, die pars pro toto unter der Hand von dem Leben erzählen, das untergegangen ist mit dem Verschwinden der DDR. Nischenorte, Sammelpunkte verschrobener Existenzen, die sich an den Rändern jeder Gesellschaftsordnung bewegen und die in keinem Geschichtsbuch auftauchen. Doch sie sind es, die einen authentischen Blick auf das System lenken, von dem sie nicht berichten wollten und aus dem sie sich schon verabschiedet glaubten. --Jana Hensel -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Wer die ersten paar Seiten des Buches hinter sich hat und spätestens an der Stelle angelangt ist, wo Fritz und seine Kollegen zusammen in der Waldschenke (Kneipe) sitzen und Fritz von sich und seinem Geheimnis erzählt, legt das Buch nicht mehr beiseite.
Katja Lange-Müller gelingt es in besonderer Weise, den Leser an dem Leben der verschiedene Charaktere teilnehmen zu lassen und mit ihnen zu fühlen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um die Liebe zu einer Blume oder um die äußerst tragische Liebe zu Maschinen (im Fall von Manfred) geht.
Das Arbeiten in der Druckerei und damit auch das Leben der vier Personen erfährt plötzlich eine unerwartete Wende, die aber an dieser Stelle noch nicht erzählt werden soll. Soviel sei aber gesagt: Das Buch steckt voller Überraschungen und Tricks, die bis zum Ende des Buches andauern...
Viel Spaß beim Lesen! Meine Note: 5 Sterne
Wer die ersten paar Seiten des Buches hinter sich hat und spätestens an der Stelle angelangt ist, wo Fritz und seine Kollegen zusammen in der Waldschenke (Kneipe) sitzen und Fritz von sich und seinem Geheimnis erzählt, legt das Buch nicht mehr beiseite.
Katja Lange-Müller gelingt es in besonderer Weise, den Leser an dem Leben der verschiedene Charaktere teilnehmen zu lassen und mit ihnen zu fühlen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es sich um die Liebe zu einer Blume oder um die äußerst tragische Liebe zu Maschinen (im Fall von Manfred) geht.
Das Arbeiten in der Druckerei und damit auch das Leben der vier Personen erfährt plötzlich eine unerwartete Wende, die aber an dieser Stelle noch nicht erzählt werden soll. Soviel sei aber gesagt: Das Buch steckt voller Überraschungen und Tricks, die bis zum Ende des Buches andauern...
Viel Spaß beim Lesen! Meine Note: 5 Sterne
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