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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
JA!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Zigarette: Ein Liebesroman (Gebundene Ausgabe)
Es gibt sie noch, die neuen deutschen Autoren, die ohne verkopfte Metaphernlawinen (Juli Zeh) oder larmoyante Naseweisereien (Sven Regener) auskommen! Feuerzeug, Aschenbecher und Kippen bereitgelegt, hier ist Bruno Preisendörfer mit seinem witzigen, lakonischen und originellen Debüt: "Die letzte Zigarette".Sein Held ist um die vierzig, Raucher, Journalist, Ex-Ehemann von "Kreta", Ex-Liebhaber von Paula, Anne, Philine und einigen anderen. Er würde so gerne Schriftsteller sein, und er würde so gerne mit dem Rauchen aufhören, und er hätte Kreta so gerne zurück. Doch seine Biographie des Suchtmittel-Namensgebers Jean Nicot kommt nicht voran, das mit den Kippen ist überhaupt so eine Sache, und Kreta redet nicht mehr mit ihm. Neben kulturgeschichtlichen Hintergründen, beziehungstechnischer Vergangenheitsbewältigung und suchtbedingter Selbsttherapie bietet "Die letzte Zigarette" intelligenten Sprachwitz, überraschende Ansichten und das eine oder andere Plädoyer für Toleranz, Genuß und Abhängigkeit. Der Leser wird direkt einbezogen, angeredet und auch ein bißchen drangsaliert, denn beim Lesen rauchen darf man nur, wenn das entsprechende Symbol erscheint: --- ~. Eine wunderschöne Liebesgeschichte und -erklärung, amüsant, unkonventionell und toll erzählt. Bravo! Und die eingefügte Rezension über Rauchentwöhnungsbücher ist einfach großartig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Anspruchsvoll und unterhaltsam,
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Zigarette: Ein Liebesroman (Gebundene Ausgabe)
Der Autor bezieht den "verehrten Leser" und die "geliebte Leserin" von Anfang an in das Geschehen mit ein, denn nur an den Stellen, an denen das vorher vereinbarte Zeichen im Text erscheint, darf geraucht werden.Ansonsten handelt es sich hier um einen Ritt durch die Vergangenheit und Gegenwart eines frauenliebenden, rauchenden Journalisten, der Schriftsteller sein möchte und zu diesem Zweck einen Roman über das Leben Jean Nicots schreibt. Seine Erfahrungen mit Frauen und im Berufsleben sind eng mit dem Rauchen verknüpft, es ergeben sich sogar gegenseitige Abhängigkeiten. Besonders skurril und witzig ist die Beschreibung der Raucher-/Nichtraucherfronten in der Zeitungsredaktion, in der der Ich-Erzähler zeitweise arbeitet. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, sie lässt sich aber - das merke ich gerade - ganz schlecht nacherzählen. Also am besten selberlesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Licht und Rauch,
Von Wirtshausberater (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Zigarette: Ein Liebesroman (Gebundene Ausgabe)
"Die letzte Zigarette" teilt sich in drei Abschnitte: Im ersten Teil beschreibt der Ich-Erzähler all seine Ex-Freundinnen anhand ihrer Rauchgewohnheiten. Diesem Abschnitt merkt man recht deutlich an, dass der Autor Bruno Preisendörfer lange für Zeitschriften geschrieben hat, denn es liest sich wie eine Serie von Essays, die locker zusammenhängen.Der zweite und längste Teil des Buches erzählt von der Ehe mit Kreta und ihrem Scheitern, sowie einem ebenso erfolglosen Romanprojekt, einem historischen Roman, in dem es ebenso ums Rauchen geht. Dieser Unterroman ist schön in die Haupthandlung eingebunden, auch die Sprache gefällt mir, wobei Preisendörfer manchmal durch seine äußerst flüssige Schreibweise ins Schwafeln gerät. Im letzten Teil geht es hauptsächlich um die Geliebte Paula, die Anlass für der Trennung von Kreta war, sowie um Versuche mit dem Rauchen aufzuhören. Dieses Kernproblem wird übrigens wunderbar in dem Lied "Meine letzte Zigarette" von "Ruth Händle" besungen und behustet. Immer wieder störend, da albern fand ich bei Preisendörfer die häufige direkte Anrede, an den "verehrten rauchenden Leser" u.ä., die von Eichborn überflüssigerweise noch groß und fett gedruckt wurde, was eindeutig unter dem hohen Niveau Preisendörfers ist. "Die letzte Zigarette" ist ein sehr kluger, liebevoll geschriebener Roman, der mich allerdings nicht hundertprozentig gepackt hat. Vielleicht liegt's daran, dass ich Nichtraucher bin. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass dem Roman der große Spannungsbogen fehlt, weil schnell klar wird, dass die Ehe mit Kreta scheitert und ebensowenig überrascht, dass alle Aufhörversuche zum Scheitern verurteilt sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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