Ich kann diese ganzen Top-Rezensionen nicht nachvollziehen. Ich stamme selbst aus dem Ardenennraum und habe vielleicht etwas höhere Erwartungen an den historischen Gehalt eines solchen Filmes, aber was dieses Machwerk abliefert ist eine Zerstückelung und weitgehend sinnfrei aneinandergereihte "Darbietung" der damaligen Geschehnisse. Das fängt schon damit an, dass da - zumindest auf deutscher Seite -undefinierbare Panzer herumfahren. Keine originalen Nachbauten geschweige denn Originalfahrzeuge, sondern anscheinend irgendwelche ausgemusterten Modelle von überall auf der Welt, nur nich taus Deutschland. Und so gehts munter weiter mit Ungenauigkeiten oder blanken Erfindungen. Und diese Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film, gepaart mit hanebüchenen Erfindungen der amerikansichen Filmemacher, die sich keinerlei Mühe bei der Aufbereitung der Fakten gemacht haben. Die Ardennenoffensive bestand aus so vielen einzelnen erwähnenswerten Ereignissen, dass ein einfacher Spielfilm diese gar nicht alle aufbereiten kann. Hier wurde alles in einen Topf geschmissen und verwurschtelt, so dass der Zuschauer am Ende gar nicht mehr weiß, wo an diesem 100km breiten Angriffsraum er sich gerade befindet. Der "Höhepunkt" ist dann die Panzerschlacht in einer kargen, Steppenartigen Gegend; vollkommen unpassend zu den zwar gebirgigen, aber dicht bewaldeten Ardennen. Mann kann nur raten, welches Ereignis diese Schlacht darstellen soll, wahrscheinlich der weiteste Vorstoß der 2. Panzerdivision bis kurz vor Dinant. Anders als im Film blieb die deutsche Panzerspitze aber nicht aus Treibstoffmangel liegen, sondern wurde ganz einfach von den überlegenen Amerikanern aus der Luft zusammengechossen. Fazit: Als blanke Unterhaltung mag dieser Film leidlich dienen, mit der Ardennenschlacht von 1944/45 hat er beleibe nicht viel gemeinsam! Wer sich für die Ardennenoffensive interessiert, dem sei das Buch von Hermann Jung empfohlen. Das ist zwar recht teuer, bietet dem Leser aber jede Kleinigkeit an Information!