Ein Finanzbuchhalter wird in seinem Haus überfallen und mittels Schrotflinte regelrecht hingerichtet - für Inspektor Alan Banks ein im ländlichen Yorkshire eher ungewöhnliches Verbrechen.
Schon bald führen ihn Spuren in Kreise der hohen Politik und der illegalen Geldwäsche. Damit trifft Banks auf seinen alten Gegenspieler bei Scotland yard Superintendent Dicky Burgess, der Banks Ermittlungen aus politischen Gründen hintertreibt.
Doch als es so aussiehrt, als ob der Fall abgeschlossen ist, entdeckt Banks eine übersehene Spur und alles kommt anders als der Leser erwartet.
Ein Krimi aus der Mitte der hervorragenden Serie um Inspektor Banks, der ein bisschen aus der Reihe fällt. Sind Opfer und Täter sonst im ländlichen Milieu Yorkhires angesiedelt und ist das Mordmotiv eher im emotionalen Bereich zu suchen, so hat Robinson hier versucht, einen Politthriller zu schreiben. Dementsprechen fließt mehr Blut und gibt es mehr Leichen als sonst bei Banks-Krimis üblich.
Daneben widmet sich der Roman ausführlich dem Privatleben seines Helden und wir erfahren viel über die sich abzeichnenden Krisen in Banks Eheleben und dem beruflichen Bereich.
Insgesamt sehr spannend zu lesen und (wie bei Robinson nicht anders zu erwarten) handwerklich perfekt. Trotzdem sollte der Autor Ausflüge ins Thrillergenre meiden, da passt Banks einfach nicht hin. Es ist einer der schwächeren Krimis der Reihe und eigentlich vor allem lesenswert, weil man hier viel über die persönliche Entwicklung des Protagonisten erfährt. Für Einsteiger in die Banks-Reihe daher nicht empfehlenswert, für banks-süchtige Fans jedoch interessant.