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5.0 von 5 Sternen
Frankreich: Das französische Leben & Theater während der Besetzungszeit, 19. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Metro (DVD)
"Die letzte Metro" ist ein wirklich großartiges Meisterwerk von François Truffaut von etwas mehr als 2 Stunden Länge! Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an diesen Film herangegangen, vor allem aufgrund der überaus großen positiven Resonanz im WWW und der vielen Auszeichnungen (Cécars), die der Film erhalten hat. Der Streifen war nicht nur ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt hatte und meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen!
Über die Handlung brauche ich hier kein Wort mehr zu verlieren, da sie bereits ausführlich von den anderen Rezensenten zusammen gefasst wurde.
Zur Synchronisation:
Die deutsche Sychronisation ist sehr gelungen! Ich kannte bisher noch keinen Film mit Catherine Deneuve, deshalb war ich von ihrer deutschen Synchronstimme etwas überrascht, aber sie passt! Genau wie die anderen Stimmen zu den jeweiligen Charakteren. Gérard Depardieu wurde hier nicht von Manfred Lehmann synchronisiert, aber der gewählte Sprecher macht seine Arbeit super und die Stimme passt sehr gut zu Monsieur Depardieu.
Zur DVD-Edition selbst:
Die Bildqualität ist sehr gut, auch wenn man bedenkt, wie "alt" das Filmmaterial ist! Das Pappcase dieser Edition ist hübsch gestaltet.
Enthaltene Extras:
* 2 Audiokommentare
* Interview mit Francois Truffaut
* Freude am Lesen mit Francois Truffaut
* Die Nacht der Césars
* Unveröffentlichte Szene
Positiv anzumerken ist noch, dass auch die französische Originalfassung auf der DVD enthalten ist und es außerdem deutsche Untertitel dafür gibt. Super!
Mein Fazit:
Ein wirklich großartiger Meilenstein des französischen Kinos in einer klasse DVD-Umsetzung. Nicht nur für Gérard Depardieu Fans ein Muss! ;)
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist immer möglich fair miteinander umzugehen., 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Metro (DVD)
Dieser Film spielt in Paris während der Besatzungszeit der Nazis. Überall in der Stadt verfolgt man Juden, die man in Konzentrationslager deportieren will. Die Angst geht um.
Man lernt in " Die letzte Metro " einen typischen Kollaborateur kennen, einen Theaterkritiker, der um seiner Karriere Willen kein gutes Haar an Stücken lässt, die von jüdischen Regisseuren auf die Bühne gebracht worden sind.
Im Pariser Theater Montmartre hält Marion Steiner (Catharine Deneuve) die Stellung. Ihr Gatte, der jüdische Regisseur Lucas Steiner( Heinz Bennent), der vor der Besetzung das Theater geleitet hat, ist angeblich außer Landes geflohen.
Tatsächlich allerdings hält er sich in den Kellerräumen des Theaters versteckt. Marion kümmert sich rührend um ihren Mann, den die Enge seines Verstecks enerviert. Erst als er eine Möglichkeit findet die abendlichen Theateraufführungen zumindest mit anhören zu können, ist er wieder ganz in seinem Element und gibt über Marion Regieanweisungen.
Keiner der Schauspieler weiß, dass Steiner gewissermaßen als Phantom im Theater zugange ist.
Nachdem sich alle Fluchversuche zerschlagen , wird Lucas bis zur Befreiung die Kellerräume nicht verlassen.
Marion steht während des Krieges u .a . mit Bernard Granger (Gerard Depardieu) auf der Bühne. Man erlebt die beiden beim Einüben eines Stückes und kann an ihren Blicken, die Gefühle , die sie füreinander hegen, erahnen.
Marion ist in Bernard verliebt, verbietet sich aber aus Loyalität zu ihrem Gatten lange Bernard diese Zuneigung unverblümt zu zeigen. Auch Bernard hat sich in Marion verliebt und kann ihre Reserviertheit erst dann deuten als er Lucas im Keller kennenlernt.
Bernard entscheidet sich wenig später zum Widerstand zu gehen und deshalb einstweilen dem Theater den Rücken zu kehren.
Zwischen Marion und ihm kommt es zu einer gefühlsintensiven Abschiedszene.
Wie geht man in solchen Zeiten mit Gefühlsirritationen um?
Marion, Lucas und Bernard erweisen sich als sehr reife, faire Menschen, die es schaffen ihre Beziehungen zueinander so zu gestalten, dass keiner auf der Strecke bleibt....
Niveauvolle Dialoge, sehr gute schauspielerische Leistungen und Regieeinstellungen sowie beste Ton- und Bildqualität machen sehr schnell deutlich, dass dies ein Werk Francois Truffauts ist.
Empfehlenswert.
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