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Die letzte Lagune: Commissario Trons sechster Fall
 
 
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Die letzte Lagune: Commissario Trons sechster Fall [Gebundene Ausgabe]

Nicolas Remin
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
  • Verlag: Kindler (15. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346340530X
  • ISBN-13: 978-3463405308
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 211.151 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tödliche Spur aus Byzanz Ein Engländer entdeckt in Venedigs Archiven ein Tagebuch aus der Zeit des vierten Kreuzzugs. Eine Sensation, aber warum sind sowohl der Vatikan als auch die Wiener Hofburg brennend daran interessiert? Sobald deren Sondergesandte in der Lagunenstadt eintreffen, bekommt Commissario Tron alle Hände voll zu tun. Einem rätselhaften Mord folgt ein zweiter, ein dritter, alle nach dem Schema einer Hinrichtung. Tron sieht sich gezwungen, den Schlüssel dazu im Mittelalter zu suchen.

Über den Autor

Nicolas Remin wurde 1948 in Berlin geboren. Er studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und in Santa Barbara/ Kalifornien. Seit seiner Rückkehr aus den USA arbeitet er als Synchronautor und Synchronregisseur. Nicolas Remin lebt heute in der Lüneburger Heide. "Die letzte Lagune" ist sein sechster Roman um den sympathischen Commissario Tron.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Remin in voller Fahrt 23. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ich fass es nicht! Dieser impertinente Eulenspiegel treibt Spielchen mit seinen Lesern, dass ihnen die Augen tränen, und die sind auch noch höchst begeistert und lassen ein ganzes Wochenende lang das Geschirr ungespült, die Wäsche ungewaschen, die Teppiche ungesaugt, weil sie das Buch kaum aus der Hand legen können bis sie es fertiggelesen haben ---- mir jedenfalls ging es so - mal wieder, wie immer bei Remins Krimis.

Mittlerweile hält Nicolas Remin seine Leser offenbar für genügend geschult, dass sie auch Gedankensprünge über sechs Jahrhunderte hinweg meistern, und ihre Nerven für so gestählt, dass sie nur einen kurzen, aber heftigen Schwächeanfall erleiden, wenn der arme Bossi....... nein, weiter wird nichts verraten.

Über den Verlauf des Inhalts schreibe ich nicht, denn ich möchte anderen Lesern nicht die Spannung nehmen.
Aber über meinen Eindruck von Remins Schreibe kann ich berichten: blitzgescheite und fesselnde Schreibweise, ein umwerfender subtiler Humor - teilweise rabenschwarz, Personen, die so lebendig beschrieben sind, dass ich das Gefühl habe, sie zu kennen, fesselnde Spannung und mittendrin wieder Commissario Tron, der verarmte Graf, in einem zerfallenden Palast am Canal Grande lebend, der in fadenscheinigem Gehrock und abgegriffenem Zylinderhut Mitte des neunzehnten Jahrhunderts in seiner Polizeigondel durch Venedigs Kanäle gleitet (was dieses Mal allerdings durch widrige Umstände nicht möglich ist) und gar schaurige Mordfälle löst: sympathisch, gütig und erfrischenderweise alles andere als ein perfekter Krimiheld.

Und natürlich kitzelt Remin seine Leser auch wieder mit einem "Hundefall".

Nicolas Remin riskiert in dieser Geschichte schwindelerregende Höhenflüge, und da ist es klar, dass zum Schluss eine, sagen wir mal, eher profane Auflösung zusammengeschraubt werden muss, um wieder auf den Boden zu kommen. Ist so also ganz ok. Schließlich wäre es schwer vorstellbar, dass der gewisse -- hm -- Gegenstand sein weiteres Dasein auf einem Kaminsims oder so fristen würde.

Auf jeden Fall ist Remins sechster Band mit der spritzigen und eleganten Sprache, der fachmännischen Recherche und dem intelligenten Humor wieder ein wahrer Lichtblick.
Noch ein Hinweis:
Dass man die Krimis von Nicolas Remin mit einem gewissen Augenzwinkern lesen muss, sollte inzwischen klar sein. Wer also bierernsten und peinlichst genauen Realismus erwartet, der ist hier fehlgelandet.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Na bitte! 23. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Mit diesem 6. Fall des Commissario Tron nimmt uns Nicolas Remin wieder mit nach Venedig. Er lässt seine Fälle im 19. Jahrhundert spielen und das macht diesen besonderen Reiz der Reihe aus. Venedig ist zu der Zeit durch die Österreicher besetzt (Sissi-Freunde können sich an die Szene im 3. Teil erinnern!) und so spielt Remin mit Venezianern und Österreichern und dies sehr charmant. Alvise Tron stammt aus einem alten venezianischem Adelsgeschlecht, das schon bessere Zeiten erlebt hat. In seinem Palazzo wachsen mehr Eisblumen an den Fenstern als draußen, also genießt Tron die heimelige Wärme, die feinsten Speisen und auch sonstige Zuwendungen bei der Principessa, seiner wohlhabenden Gefährtin mit eigenem Geld und eigenem Kopf.

Diesmal ist die Familie Tron vom Mordfall indirekt betroffen. Es wird nicht nur im Palazzo eingebrochen und der Täter später ermordet aufgefunden. Nein, es stellt sich heraus, dass ein erlauchter Vorfahre Trons am 4. Kreuzzug nach Byzanz beteiligt war! Offenbar gibt es ein geheimnisvolles Glas, das damals mitgebracht wurde und sowohl für die Kirche in Rom, dem Kaiser in Wien als auch für die Wissenschaft von Bedeutung ist. Dabei gibt es natürlich die eine oder andere Leiche - und persönliche Belange von Trons Vorgesetztem Spaur, die ihm zu klären wichtiger sind.

Durch die lebhaften Beschreibungen des Autors fühlt sich der Leser ins alte Venedig versetzt. Besonders begeistert mich die Darstellung des kalten Winters. Ich sehe direkt die gefrorenen Calle, die dicken Schneeflocken, schmecke die feinen Torten aus dem warmen Cafe Florian und rieche den Kaffee samt Demelkonfekt auf Spaurs Schreibtisch!
Der feine Witz - Na bitte! - ist einfach herrlich, die Ironie perfekt dosiert, die Beschreibung der einzelnen Personen und Charaktere hervorragend!

Wäre ich ein Herr würde ich vor diesen Bücher meinen Zylinder ziehen, so nicke ich begeistert mit meinem blonden Haupt und freue mich auf den nächsten Fall!

Einziger Wermutstropfen, wofür der Autor aber gar nichts kann: Die unterschiedlich gestalteten Cover. Das sieht leider im Bücherschrank nicht sehr homogen aus ...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von taciturus
Format:Gebundene Ausgabe
Mit dem nunmehr sechsten Band der Krimireihe rund um Commissario Tron setzt Nicholas Remin seinen gewohnten Stil fort, wenngleich diesmal einige komödienhaften" Elemente stärker in den Vordergrund treten als zuvor. So würde ich bei diesem Buch nicht mehr von einem historischen Krimi sprechen, spielt Remin doch stark mit den Klischees der Vergangenheit. Vom österreichischen Kaiserpaar in k.u.k. Kitschvariante beim Frühstück bis zu den Machenschaften des Vatikans, ob eines Geheimnisses, welches geeignet sei, die Kirche in ihren Grundfesten zu erschüttern.
So dreht sich der Roman um einen jungen englischen Wissenschaftler, der nach Venedig kam, wo er auf das bislang unbekannte Tagebuch eines Vorfahrens Trons gestoßen ist, welcher am vierten Kreuzzug nach Konstantinopel teilgenommen hatte. Tron war nicht ein einfacher Teilnehmer des Kreuzzugs, sondern Sekretär des Dogen Enrico Dandolo und ein Geheimauftrag, welchen er ausgeführt hat, soll brisante Informationen über das eigentliche Ziel des Kreuzzugs offenbaren. Ein Tagebuch, an welchem nicht nur der Papst, sondern auch der Kaiser in Wien großes Interesse zeigt und daher jeweils mit Sondervollmachten Ermittler nach Venedig schicken. Bald ereignet sich in Venedig ein mit diesen Vorgängen in Zusammenhang stehender Mord.
Daraus entwickelt sich ein unterhaltsamer Roman, der mit dem gewohnten Charme von Tron gelöst werden wird. Mit dem Themen spielt Remin, benutzt manche Klischees um sie zu überspitzen und dann doch wieder den einen oder anderen doppelten Boden einzubauen, welcher eine ernsthaftere Deutung so mancher Handlungsteile eröffnet.
Daher eine klare Leseempfehlung: Remin hat sich mit seinen Krimis eine nette Nische im Krimimarkt geschaffen. Unterhaltsam, durchdacht, humorvoll. Ein gelungenes Buch.
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