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Die letzte Insel.
 
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Die letzte Insel. [Gebundene Ausgabe]

Christian Mähr , Claudia Steinitz
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
  • Verlag: DuMont Reiseverlag, Ostfildern
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770155513
  • ISBN-13: 978-3770155514
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.363.449 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Tote auf Pauschalurlaub

Christian Mährs Roman «Die letzte Insel»

Mirakel und Phantastisches haben es leicht in Kinderbüchern und in der Malerei. Da müssen Lausbuben und Fabelwesen nicht unter dem Diktat der Wahrscheinlichkeit leben. Peter Pan kennt eine «Insel, die es nicht gibt», und den fliegenden Bräutigamen von Chagall glaubt man ihre Schwerelosigkeit. Schwerer haben es die Wunder in solcher Literatur, die sich als Kunst für die Grossen versteht. Da sollte eine trittfeste Sprache die wunderlichen Akte absichern, selbst wenn sie als Träume deklariert werden könnten. Dies ist nicht immer der Fall in Christian Mährs Roman «Die letzte Insel». Was da in einem Urlaubsparadies im Atlantik an metaphysischem Spuk rund um die Pauschaltouristen geschieht, wird mit zu vielen schalen Sätzen garniert, von der Standardsorte «Sie trank den Kaffee aus und verliess das Hotel». Der stilistische und der fabulierende Ehrgeiz halten einander nicht die Balance.

An Fabulierlust fehlt es Christian Mähr wahrlich nicht. Auch hat er die sprachliche Simplizität des Romans plausibel abgesichert: Der Held und Ich-Erzähler ist nicht nur ein dicklicher Urlauber, sondern auch Autor von einem Dutzend recht erfolgreicher Unterhaltungsromane, der nun in einer Schreibkrise steckt. Seine Freundin eskortiert ihn durch den üblichen Touristenalltag, aber bald erscheinen Zeichen und Wunder. Eine «Insel, die es nicht gibt», taucht auf, die auf keiner Landkarte verzeichnet ist, die nur für fünf Auserwählte sichtbar ist. Von dorther kommt schliesslich eine Invasion der Toten, die sich auf den Badestränden tummeln. Sie werden nur von den fünf Auserwählten gesehen und gehen durch die anderen Feriengäste «hindurch», stecken sie mit einem tödlichen Fieber an, so dass bald die Helikopter der Armee zur Seuchenbekämpfung über dem Pauschalparadies knattern. So dass der Leser sich fragt, ob er nicht doch an einen der Dutzendromane des larmoyant erzählenden Helden geraten ist.

Die atlantische Ferieninsel wimmelt von Figuren aus der österreichischen Gegenwart, vom Millionenbetrüger bis zur Sensationsjournalistin, wie sie selten die Wirklichkeit und häufiger die Boulevardpresse gebiert. An denen reibt sich die grantig müde Ironie des Erzählers, und das ist noch der anregendere Aspekt seiner Misanthropie. Aufreizend langweilig wird es, wenn er die Metaphysik gar zu sehr strapaziert, ohne sich selbst sprachlich anzustrengen, wenn er sich missmutig unter den Gästen aus dem Jenseits umhört. Da «sagte der junge, tote Mann» irgendwas, und dann «mischte der ältere tote Mann sich ein». So plätschert die Form dahin, bis der Inhalt wieder mit einem Spezialeffekt aufwartet, etwa mit dem Auftreten eines mysteriösen Sängers mit «gewissen Fähigkeiten», die an die Taten des Heilands heranreichen.

Nicht die Sprache des Erzählers Christian Mähr vollbringt das halbe Wunder, dass der Roman dennoch bis zum Schluss anregt. Es ist die Neugier auf die unberechenbaren Wendungen der Handlung, die zum Weiterlesen treibt, auf die Tricks und Einfälle, selbst wenn sie nach Schund und Hollywood aussehen. Es ist auch die Lust an der kuriosen literarischen Katastrophe, die zum Durchhalten anstachelt, die Hoffnung und der Zweifel, dass der Autor doch noch die Kurve kriegt. Aber nach so viel Übernatürlichkeit gibt es bei diesem Buch natürlich kein Nachleben jenseits der letzten Seite, kein Nachblättern, kein Suchen und Wiederfinden von bewundernswert kunstvollen oder einfachen Textpassagen. Die Mirakel wurden alle anderswo verpulvert.

Franz Haas

Kurzbeschreibung

Ich sehe was, was du nicht siehst. Was wie ein Kinderspiel beginnt, endet gefährlich: Die letzte Insel. Ein Buch zum Augenreiben.
"Natürlich gibt es keine Inseln, die es nicht gibt." Dennoch taucht vor den Augen einiger Urlauber eine Insel im Atlantik auf, die keine Karte verzeichnet: das sagenhafte San Borondon. Seltsamerweise können nur wenige die Insel sehen - eine kurios zusammengewürfelte Gruppe macht sich auf die Überfahrt, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Einer von ihnen kehrt nicht zurück.
Christian Mähr erzählt, gestützt auf eine kanarische Legende, die Wundergeschichte eines Eilands zwischen Toteninsel und Paradies. Die letzte Insel führt mit lapidarer Komik eine unbekannte Nebenwelt vor Augen. Erst ihr bedrohliches Geheimnis erschüttert die Gelassenheit des Erzählers: Wenn das Schicksal der bekannten Welt auf dem Spiel steht, reicht Ironie allein nicht aus. Er muss die Sache selbst in die Hand nehmen.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Autor macht unglaubliche Urlaubserfahrung, 18. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Insel. (Gebundene Ausgabe)
Autor heiterer Romane will im Urlaub Schreibblockade und Ehekrise überwinden. Doch statt der ersehnten Entspannung "entdeckt" er eine Nachbarinsel, die außer ihm nur vier andere Menschen sehen können: ein Millionenbetrüger auf der Flucht, eine Undercover-Journalistin, eine reiche Witwe, die den Tod ihres Gatten aktiv unterstützt hat, und ein Apotheker mit Großfamilie. Ohne ihre Liebsten einzuweihen, setzen sie alles daran, zu erfahren, ob sie diese Insel nicht nur sehen, sondern auch betreten können und lösen damit eine Katastrophe aus. Bis zu diesem Punkt erzählt Mähr mit Witz und Liebe zum Detail. Mit dem Ausbruch der Epidemie geht leider beides verloren und der Rest mutet an wie ein konfuses Schauermärchen.
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3.0 von 5 Sternen Gute Idee, merkwürdige Umsetzung, 27. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Insel. (Gebundene Ausgabe)
Dies ist der zweite Roman von Christian Mähr, den ich nach "Magister Dorn" gelesen habe. Das Problem, das ich hier wie dort habe ist, dass die Protagonisten sich merkwürdig, ja bisweilen quälend irrational verhalten und es deshalb schwer fällt sich eine echte Person hinter den Worten vorzustellen.
Im vorliegenden Fall sucht der Protagonist beispielsweise den einzigen Mann, der seiner kranken, fast toten Frau vielleicht noch helfen kann. Er findet Ihn, aber statt ihn schleunigst zu seiner Frau zu bringen, setzt er sich hin und grillt erst mal ne Rude.
Da das bei Mähr offenbar häufiger so ist, vermute ich dahinter eine Absicht, die sich mir aber nicht erschließt.
Dennoch muss ich zugeben, dass ich das Buch gern gelesen habe und es mir auch so schnell nicht aus dem Kopf gegangen ist. Das mag auch daran liegen, dass Herr Mähr - auch wenn einem die Storyline vielleicht nicht passt - sicherlich mit Worten gut umgehen kann. Auch die Grundidee des Romans - eine, für die meisten Menschen unsichtbare Insel - hat mir gut gefallen, auch wenn letztendlich vieles im Dunklen bleibt.
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