Aus der Amazon.de-Redaktion
Im Mai 1996 geht für die 34-jährige Lene Gammelgaard ein Traum in Erfüllung. Als erste Frau Skandinaviens und als dritte Frau überhaupt steht sie auf dem höchsten Punkt der Erde. Doch der Triumph währt nur kurz. Beim Abstieg vom Gipfel des Mount Everest gerät die Expedition in einen Sturm. Der Expeditionsleiter, ein enger Freund der Autorin, und sieben weitere Bergsteiger kommen ums Leben.
Die letzte Herausforderung ist der erste Augenzeugenbericht dieser größten Katastrophe am Mount Everest in jüngster Zeit.
Der deutsche Titel weist den Leser jedoch etwas in die Irre. Die Autorin liefert nicht nur die spannende Erzählung eines waghalsigen Abenteuers. Das Buch ist der Versuch der Bewältigung einer Verlusterfahrung. Mit dem Tod des Freundes und sportlichen Vorbildes gerät gleichzeitig ihre Lebensorientierung auf den Prüfstand. Die Erzählung der Ereignisse -- Euphorie der Vorbereitungsphase, Kampf um finanzielle Unterstützung, die Ausdauer, gegen alle Widerstände das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich die erfolgreiche Überwindung der Naturgewalten beim Gipfelsturm -- all das wird unterbrochen von Passagen der Selbstreflexion.
Gammelgaard hinterfragt hier kritisch ihre fast manische Risikolust und Berg-Leidenschaft, die Widersprüche der eigenen Persönlichkeit und die tieferliegenden Motive ihres Handelns. Zuletzt verabschiedet sie sich von einem Leben der rastlosen Suche nach immer neuen Abenteuern. Ihr Fazit lautet: "Das Leben ist zu kurz und zu kostbar, um es leichtfertig extremen Gefahren auszusetzen." Die letzte Herausforderung ist jetzt, den Weg in ein befriedigendes, normales Leben zu finden. --Christoph Sabel
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Scott Fischers tragische Mount-Everest-Expedition im Frühjahr 1996 sorgte weltweit für riesiges Aufsehen: Sie geriet beim Abstieg in einen wütenden Sturm, in dem insgesamt acht Bergsteiger starben. Die Dänin Lene Gammelgaard erlebte die schreckliche Tragödie mit: Voller Abenteuergeist war sie aufgebrochen, um ihre Kräfte am höchsten Gipfel der Welt auszutesten. Doch hatte sie kaum geahnt, dass sie ganz oben, in der sogenannten Todeszone, tatsächlich alleine stehen würde: Hilflos musste sie zusehen, wie einige Gefährten starben - darunter auch ihr Freund und Bergführer Scott Fischer.