Aus der Amazon.de-Redaktion
Aus der Ich-Perspektive von Arthens, aber auch aus der Sicht seiner Familienangehörigen und Bekannten, eines Obdachlosen und sogar eines Kunstwerks auf seinem Schreibtisch entwirft die französische Schriftstellerin Muriel Barbery das sensible Psychogramm eines einsamen Menschen, der selbst im Angesicht des Todes nur mehr mit seiner Zunge und seinem Gaumen zu denken versteht. Das ist schon meisterlich gemacht und jederzeit überaus lesenswert – auch wenn, zumindest in der Übersetzung, nicht jede Figur in jedem Kapitel eine unverwechselbare Stimme bekommt. Aber das will man als Leser gern verschmerzen.
In Deutschland kommt dieser Debütroman Barberys nach ihrem Sensationserfolg Die Eleganz des Igels auf den Buchmarkt, und wer dieses fulminante Buch gelesen hat, sollte sich erst einmal frei machen von jedweden Erwartungshaltungen, die die Lektüre des Bestsellers für diesen kurzen Roman vielleicht im Vorfeld geschürt haben könnte. Nur dann kann das Rezept von Die letzte Delikatesse aufgehen. Und das hat das Buch auch wirklich verdient. Denn die Zutaten, die Barbery in ihrer Geschichte zusammenrührt und auftischt, sind derart schmackhaft angerichtet, dass sich in der Gesamtheit ein wundervolles Lesemenü ergibt. -- Stefan Kellerer
Pressestimmen
Stephanie Karb, leser-welt.de 14.05.2009
»Spannend. Aus den sinnlichen Erfahrungen einerseits und der beileibe nicht immer freundlichen Beurteilung durch die Zeitgenossen andererseits entsteht das komplexe Bild eines Mannes, der gleichermaßen Genießer wie Despot, Gourmet wie emotionale Baracke ist. Zug um Zug, Seite um Seite entblättert Muriel Barbery das Wesen eines indifferenten Menschen mit punktgenauen Beschreibungen, treffsicheren Definitionen und einem unglaublichen Gespür für unterschwellige Emotionen – einfach toll!«
Susanne von Mach, Main-Echo 24.04.2009
»›Die letzte Delikatesse‹ von Muriel Barbery ist sprachlich unglaublich genau, dazu witzig-bissig geschrieben, so dass der Appetit beim Lesen von Seite zu Seite größer wird.«
Andre Damm im MDR Hörfunk 04.08.2009
»Muriel Barbery erzählt fein verwoben die empfindsame Geschichte einer Liebe, die von der Opulenz zurück zur Ursprünglichkeit führt.«
Neue Kärntner Tageszeitung 25.07.2009
»›Die letzte Delikatesse‹ von Muriel Barbery ist sprachlich unglaublich genau, dazu witzig-bissig geschrieben, so dass der Appetit von Seite zu Seite größer wird.«
André Damm, MDR Hörfunk 03.08.2009
»Köstlich.«
Christoph Plass, Hofer Anzeiger 31.12.2009
Kurzbeschreibung
Pierre Arthes, ein maßloser Gourmet und renommierter Restaurantkritiker, liegt im Sterben. Seine letzten Lebenskräfte verwendet er für die Suche nach dem letzten großen Genuss. Seine Lebensgefährtinnen, seine Freunde, seine Neider und Untergebenen erinnern sich an Begegnungen und Gespräche mit dem Monarchen der Kritik. Er selbst unternimmt eine gedankliche Reise zurück in Küchen, in Kräutergärten und Weinkeller, zu Gerüchen und Geschmäckern − auf der Suche nach der wahren Delikatesse seines Lebens.
Muriel Barbery inszeniert in ihrem ersten Roman das vielstimmige Porträt eines Genussmenschen. Fein verwoben erzählt sie die empfindsame Geschichte einer Liebe, die von der Opulenz zurück zur Ursprünglichkeit führt.
Über den Autor
Muriel Barbery wurde 1969 in Casablanca geboren, studierte Philosophie in Frankreich, verbrachte einige Jahre in Kyoto und lebt derzeit wieder in Frankreich. Ihr Romandebüt, >Die letzte Delikatesse<, erschien 2000 und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. >Die Eleganz des Igels<, ihr zweiter Roman, wurde zu dem literarischen Bestseller des Jahres 2007 in Frankreich, in über dreißig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem >Prix Georges Brassens 2006<, dem >Prix des libraires 2007< dem >Prix Rotary International<).