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Die letzte Delikatesse
 
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Die letzte Delikatesse [Gebundene Ausgabe]

Muriel Barbery
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Edition Epoca (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3905513242
  • ISBN-13: 978-3905513240
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.001.496 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Muriel Barbery
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Pierre Arthens’ Auftritt ist geschmacklos. Das jedenfalls glaubt eine Stimme namens Georges in Die letzte Delikatesse. Die Art und Weise nämlich, wie der – seiner eigenen Meinung nach – “größte Restauranttester aller Zeiten” vom jeweiligen Speisesaal Besitz ergreift, wie er sich vor den geschäftig um ihn herumschwirrenden Obern als “löwenhafte Majestät” und König aufspielt, ist faszinierend und ekelhaft zugleich. Jetzt liegt Arthens im Sterben. Nach Auskunft seines Arztes hat er nur noch 48 Stunden zu leben. Aber statt sich im Kreise seiner Familie würdig von der Welt zu verabschieden, jagt er, der von den Kochtöpfen der Großmutter in seiner Kindheit zu seinem Treiben verführt worden ist, dem letzten großen Genuss hinterher, den er mit ins Grab zu nehmen gedenkt.

Aus der Ich-Perspektive von Arthens, aber auch aus der Sicht seiner Familienangehörigen und Bekannten, eines Obdachlosen und sogar eines Kunstwerks auf seinem Schreibtisch entwirft die französische Schriftstellerin Muriel Barbery das sensible Psychogramm eines einsamen Menschen, der selbst im Angesicht des Todes nur mehr mit seiner Zunge und seinem Gaumen zu denken versteht. Das ist schon meisterlich gemacht und jederzeit überaus lesenswert – auch wenn, zumindest in der Übersetzung, nicht jede Figur in jedem Kapitel eine unverwechselbare Stimme bekommt. Aber das will man als Leser gern verschmerzen.

In Deutschland kommt dieser Debütroman Barberys nach ihrem Sensationserfolg Die Eleganz des Igels auf den Buchmarkt, und wer dieses fulminante Buch gelesen hat, sollte sich erst einmal frei machen von jedweden Erwartungshaltungen, die die Lektüre des Bestsellers für diesen kurzen Roman vielleicht im Vorfeld geschürt haben könnte. Nur dann kann das Rezept von Die letzte Delikatesse aufgehen. Und das hat das Buch auch wirklich verdient. Denn die Zutaten, die Barbery in ihrer Geschichte zusammenrührt und auftischt, sind derart schmackhaft angerichtet, dass sich in der Gesamtheit ein wundervolles Lesemenü ergibt. -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daniela Möhrke TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In der heutigen schnelllebigen Welt nehmen sich viele Menschen immer weniger Zeit für ein entspanntes und genussvolles Essen. Hat man Hunger, so wird schnell irgendetwas in sich hineingestopft und das muss dann reichen.

Für Pierre ist so etwas unvorstellbar. Er liegt im Sterben und lässt noch mal sein ganzes Leben Revue passieren. Unter Leben versteht er jedoch vordergründig sein kulinarisches Leben. So begibt er sich auf eine gedankliche Suche nach der besonderen und einzigartigen Delikatesse seines bisherigen Lebens. Beim Nachdenken kommt er natürlich ganz unweigerlich auf seine Familie zu sprechen. Seine familiäre Situation ist schon eine delikate Angelegenheit. Wichtiger als Beziehungen zu Menschen scheinen ihm schon immer Geschmäcker, Gerüche und der Genuss gewesen zu sein. Zeitweise wirkt seine Suche nahezu krank- bzw. zwanghaft. Selbst Liebe für seine Kinder konnte und kann er nicht aufbringen.

"Die letzte Delikatesse" ist in der Erstausgabe bereits 2001 erschienen. Nach Muriel Barberys verdientem Erfolg mit "Die Eleganz des Igels" 2008 wurde nun auch dieses Buch erneut und mit passendem Cover aufgelegt. Teilweise trifft man dort sogar Figuren und Orte wieder, die man aus "Die Eleganz des Igels" bereits kennt oder dort später weiterverfolgen kann - je nachdem in welcher Reihenfolge man die Bücher liest. Letztendlich kann man mit beiden Büchern beginnen, wobei ich "Die letzte Delikatesse" als Zusatzlektüre lieber hinterher lesen würde.

Muriel Barberys Schlagfertigkeit und Scharfsinnigkeit überzeugen in diesem Roman erneut und jede Seite macht hungrig auf mehr. Beim Lesen bekommt man ein Gefühl, als hätte man ein Dinner mit etlichen Gängen vor sich und einer ist köstlicher als der andere. Es gelingt der Autorin, Geschmäcker derart gekonnt zu beschreiben, dass man sie selbst beinahe auf der Zunge spüren kann. "Die letzte Delikatesse" ist definitiv eines der wenigen Bücher, das man auch als Gaumenfreude bezeichnen kann. Poetisch, bildhaft und sinnlich beschreibt Barbery die Gedanken von Pierre und man versinkt förmlich darin.

Ein sprachlicher Genuss für literarische Gourmets!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Netter, kurzer Roman 26. Januar 2012
Format:Taschenbuch
Bekannt wurde Muriel Barbery vor allem durch ihren Roman 'Die Eleganz des Igels', aber auch dieses Erstlingswerk von ihr ist ein nettes, wenn auch nicht allzu gehaltvolles Leseerlebnis.

Die eine Hälfte der Kapitel beschreibt den im Sterben liegenden Gourmet, der in seinen Erinnerungen verzweifelt nach dem absoluten Geschmack sucht, mit ihnen im Wechsel steht der Rest der Kapitel, in denen Bekannte des Gourmets ihre Meinung zu ebendiesem verlauten lassen. Und diese zweite Hälfte hätte man meiner Meinung nach getrost weglassen können: während in den Erinnerungen des Gourmets die tatsächlich appetitlichen Beschreibungen der verschiedenen Speisen und seine Gedanken dazu zu gefallen wissen, sind die Figuren der anderen Kapitel platt, eindimensional und nervig und es wird, was die Emotionen betrifft, viel zu dick aufgetragen.
Das Buch ist zwar nur 160 Seiten kurz, noch weniger wäre meines Erachtens jedoch mehr gewesen.

Barberys 'Die letzte Delikatesse' ist zwar keine, aber immerhin ein kurzer, ganz schmackhafter Leseimbiss für zwischendurch.
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Nettes Amuse-Gueule 24. Mai 2012
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Hochphilosophisch beschäftigt sich die Autorin auch diesmal mit dem Protagonisten, hier einem sterbenden Restaurantkritiker, dem verblassenden Mega-Stern am Pariser Gourmethimmel. Es trieft vor philosophisch schweren Gedanken, wechselnd zart und zäher Geschmackspoesie.

Er selber ist auf der Suche nach dem einzig wahren Geschmack, der letzten Delikatesse, die sich doch irgendwo im Fundus seiner jahrzehntelangen Erfahrungen finden muss. Worin gipfelt seine ewige Suche? In seiner Verzweiflung ist es das letzte, das ihn noch vom Sterben abhält. Eigentlich ein sehr schöner Gedanke.

Auch charmant ist die wechselnde Betrachtung, die Barbery in ihrem Folgeroman beibehält. Es erzählen immer wieder andere von dem sterbenden Gourmet. Seine Kinder, seine verschmähte Frau, seine unerfüllte Geliebte. Die zwiegespaltene Concierge, der träge Kater. Und jeder einzelne hat ein anderes Bild von ihm, das sich am Ende zu einem ganzen zusammenfügt.

Das Buch hinterlässt einen angenehmen Geschmack, wie eine hervorragend zubereitete Speise. Ein "Gôut", der jedoch auch nach einiger Zeit entschwindet und nur noch eine blasse Erinnerung zurücklässt. Alles in allem ein feines Amuse-Gueule für alle Sprach-Gourmets, das Appetit auf mehr Barbery macht, aber noch nicht ihre ganze Sprachgewalt zeigt.
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Die neuesten Kundenrezensionen
langweilig
Nachdem ich die Eleganz des Igels gelesen habe, dachte ich, dass dieses Buch auch so geistreich sein könnte. Weit gefehlt! Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von g.binder veröffentlicht
eher mittelmäßiges Menue
Habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen.
Ein egozentrischer Gourmet liegt im Sterben und denkt eigentlich wieder nur ans Essen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2010 von nachteule64
wer Grübelei und Asthetik liebt...
Das Buch war der logische Folgekauf nachdem ich "Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2009 von Lotta Thinx
Klebriges Fastfood
Bei diesem kleinen Buch handelt es sich um keine Delikatesse, sondern um klebriges Fastfood. Es trieft dabei von einem pompösen Sprach-Pathos, wie man es manchmal in der Sorte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. November 2009 von Floetelei
Viel besser als "Die Eleganz des Igels"...
... fand ich diesen kleinen Roman, der quasi eine Zusatzgeschichte beinhaltet, zu dem bekannteren Roman "Die Eleganz des Igels" der Autorin Muriel Barbery. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2009 von isy3
Wer den Wert einer guten Speise zu schätzen weiß, wird auch...
Das neue Buch von Muriel Barbery ist etwas völlig anderes als der letzte Roman, den ich von ihr gelesen habe (das war DIE ELEGANZ DES IGELS). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2009 von Ela Flury
"Die letzte Delikatesse" ist das LETZTE!
"Die letzte Delikatesse" ist ein Roman nach dem geistreichen Buch "Die Eleganz des Igels". Dementsprechend hoch sind wohl die Erwartungen, mit dem ich dieses Buch zu lesen begonnen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2009 von Vahine
Enttäuschend
So sehr mich "Die Eleganz des Igels" begeistert hat, so sehr hat mich dieses Buch langweilt. Habe leider den Charme und Witz, den ich mir nach Lektüre des anderen Buches... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2009 von Kundin
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