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Produktinformation
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Aus der Ich-Perspektive von Arthens, aber auch aus der Sicht seiner Familienangehörigen und Bekannten, eines Obdachlosen und sogar eines Kunstwerks auf seinem Schreibtisch entwirft die französische Schriftstellerin Muriel Barbery das sensible Psychogramm eines einsamen Menschen, der selbst im Angesicht des Todes nur mehr mit seiner Zunge und seinem Gaumen zu denken versteht. Das ist schon meisterlich gemacht und jederzeit überaus lesenswert – auch wenn, zumindest in der Übersetzung, nicht jede Figur in jedem Kapitel eine unverwechselbare Stimme bekommt. Aber das will man als Leser gern verschmerzen.
In Deutschland kommt dieser Debütroman Barberys nach ihrem Sensationserfolg Die Eleganz des Igels auf den Buchmarkt, und wer dieses fulminante Buch gelesen hat, sollte sich erst einmal frei machen von jedweden Erwartungshaltungen, die die Lektüre des Bestsellers für diesen kurzen Roman vielleicht im Vorfeld geschürt haben könnte. Nur dann kann das Rezept von Die letzte Delikatesse aufgehen. Und das hat das Buch auch wirklich verdient. Denn die Zutaten, die Barbery in ihrer Geschichte zusammenrührt und auftischt, sind derart schmackhaft angerichtet, dass sich in der Gesamtheit ein wundervolles Lesemenü ergibt. -- Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Hunger treibt's rein,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Delikatesse: Roman (Taschenbuch)
In der heutigen schnelllebigen Welt nehmen sich viele Menschen immer weniger Zeit für ein entspanntes und genussvolles Essen. Hat man Hunger, so wird schnell irgendetwas in sich hineingestopft und das muss dann reichen.Für Pierre ist so etwas unvorstellbar. Er liegt im Sterben und lässt noch mal sein ganzes Leben Revue passieren. Unter Leben versteht er jedoch vordergründig sein kulinarisches Leben. So begibt er sich auf eine gedankliche Suche nach der besonderen und einzigartigen Delikatesse seines bisherigen Lebens. Beim Nachdenken kommt er natürlich ganz unweigerlich auf seine Familie zu sprechen. Seine familiäre Situation ist schon eine delikate Angelegenheit. Wichtiger als Beziehungen zu Menschen scheinen ihm schon immer Geschmäcker, Gerüche und der Genuss gewesen zu sein. Zeitweise wirkt seine Suche nahezu krank- bzw. zwanghaft. Selbst Liebe für seine Kinder konnte und kann er nicht aufbringen. "Die letzte Delikatesse" ist in der Erstausgabe bereits 2001 erschienen. Nach Muriel Barberys verdientem Erfolg mit "Die Eleganz des Igels" 2008 wurde nun auch dieses Buch erneut und mit passendem Cover aufgelegt. Teilweise trifft man dort sogar Figuren und Orte wieder, die man aus "Die Eleganz des Igels" bereits kennt oder dort später weiterverfolgen kann - je nachdem in welcher Reihenfolge man die Bücher liest. Letztendlich kann man mit beiden Büchern beginnen, wobei ich "Die letzte Delikatesse" als Zusatzlektüre lieber hinterher lesen würde. Muriel Barberys Schlagfertigkeit und Scharfsinnigkeit überzeugen in diesem Roman erneut und jede Seite macht hungrig auf mehr. Beim Lesen bekommt man ein Gefühl, als hätte man ein Dinner mit etlichen Gängen vor sich und einer ist köstlicher als der andere. Es gelingt der Autorin, Geschmäcker derart gekonnt zu beschreiben, dass man sie selbst beinahe auf der Zunge spüren kann. "Die letzte Delikatesse" ist definitiv eines der wenigen Bücher, das man auch als Gaumenfreude bezeichnen kann. Poetisch, bildhaft und sinnlich beschreibt Barbery die Gedanken von Pierre und man versinkt förmlich darin. Ein sprachlicher Genuss für literarische Gourmets! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Netter, kurzer Roman,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Delikatesse: Roman (Taschenbuch)
Bekannt wurde Muriel Barbery vor allem durch ihren Roman 'Die Eleganz des Igels', aber auch dieses Erstlingswerk von ihr ist ein nettes, wenn auch nicht allzu gehaltvolles Leseerlebnis.Die eine Hälfte der Kapitel beschreibt den im Sterben liegenden Gourmet, der in seinen Erinnerungen verzweifelt nach dem absoluten Geschmack sucht, mit ihnen im Wechsel steht der Rest der Kapitel, in denen Bekannte des Gourmets ihre Meinung zu ebendiesem verlauten lassen. Und diese zweite Hälfte hätte man meiner Meinung nach getrost weglassen können: während in den Erinnerungen des Gourmets die tatsächlich appetitlichen Beschreibungen der verschiedenen Speisen und seine Gedanken dazu zu gefallen wissen, sind die Figuren der anderen Kapitel platt, eindimensional und nervig und es wird, was die Emotionen betrifft, viel zu dick aufgetragen. Das Buch ist zwar nur 160 Seiten kurz, noch weniger wäre meines Erachtens jedoch mehr gewesen. Barberys 'Die letzte Delikatesse' ist zwar keine, aber immerhin ein kurzer, ganz schmackhafter Leseimbiss für zwischendurch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
eher mittelmäßiges Menue,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die letzte Delikatesse: Roman (Taschenbuch)
Habe bisher noch nichts von der Autorin gelesen.Ein egozentrischer Gourmet liegt im Sterben und denkt eigentlich wieder nur ans Essen. Personen, zu denen er, ohne Reue, keine wirklichen Beiehungen hat (das schließt Familie, Mitarbeiter, Geliebte ein), dienen nur als gedankliches Aufhängsel, um zu dem zu kommen, was ihn angesichts seines Todes quält: er hat den letzten, eigentlich den ersten, den wichtigesten Geschmack in seinem Leben vergessen und begibt sich auf die geistige Suche. Zum einen geht er in seinen Kapiteln jeweils einem besonderen Genuß nach, kommt aber immer zu dem Fazit: das war's nicht. Zum anderen schildern ihn Personen aus seinem Leben aus ihrer Sicht, fast durchweg als Schweinehund. Kein Mensch zum Mögen. Und das Ende, tja, das fällt dann leider ganz ab, man ahnt etwas in der Richtung, ist aber ob der Art dann doch enttäuscht (hier gibt's auch den meisten Punkteabzug). Die Sprache ist wirklich fantastisch, v.a. wenn man des öfteren mal Gourmetkritiken gelesen hat, da bleibt Muriel Barberry keinem etwas schuldig. Allerdings trieft es hier und dort dann doch etwas sehr und der Inhalt geht vor lauter Maniriertheit unter - alledings entspricht dies voll und ganz dem Eindruck, den auch so manche Restaurantkritik hinterläßt. Fazit: würde ich nur bedingt empfehlen, denn man hat eine unsympatische Hauptfigur, eher blasse Nebenakteure (aber so war's ja wohl auch), und eine z.T. überladene Sprache. Und wer sich nicht für's Essen interessiert, ist hier nicht gut aufgehoben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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