Der Lemuria Zyklus: oder die Geschichte einer missglückten Rettung einer untergegangen Zivilisation in 6 Teilen.
Als Fazit möchte ich hier nachfolgend ein paar Anmerkungen zu den Büchern machen und den Zyklus als ganzes bewerten.
Was steht im Focus meiner Bewertung:
Der gewogene Sciencefiction Leser bringt von Natur aus genug Phantasie mit um sich Beschreibungen von fremden Welten, irrwitzigen Raumschiffkonstrukten, der Hightech von Übermorgen oder von abgefahrene Aliens in Bild vorstellen zu können. Daher ist es, nach meiner Einschätzung besonders wichtig, dass SF-Autoren es verstehen zuvor genannten Dinge, so zu beschreiben, dass im Kopf des Lesers Abbilder entstehen. Abläufe von Ereignissen und deren Auswirkungen auf Orte und Akteure müssen bildhaft vorstellbar sein damit sie wirken. Wenn auch vieles wissenschaftlich nicht haltbar ist, will ich doch genau diese Dinge mit den Handelnden erleben! Deshalb lese ich SF!
Die Romane:
Die Favoriten des Zyklus sind für mich die Teile III V gefolgt von den Romanen I und VI der Schwachpunkt stellt für mich eindeutig Roman II dar.
Alle Romane haben für sich ihre Berechtigung und bringen die Handlung mehr (III-VI) oder weniger (I+II) voran. Erschwerend finde ich, das Hans Kneifels: Schläfer der Zeiten ermüdent geschrieben ist (Ob's am Titel lag)! Die Motivation zum Weiterlesen tendierte gegen 0. Und hätte nicht der Furiose 3. Teile mich in den Zyklus zurückgeholt...?! Ein vorzeitiges Ende der sechs Bücher bei ebay währe sicher gewesen!
Der Höhepunkt: Thomas Zieglers Roman: Die letzten Tage Lemurias (Der Titel entbehrt nicht einer gewissen realen Tragik, da der Autor mittlerweile verstarb!) ist ein tolles Werk, das zu lesen, viel Freude bereitete hat.
Der erheblichen Kritik am 6.Teil, kann ich mich nicht anschließen. Das Ende ist sicher weniger spektakulär wie einige erwartet haben. Aber dennoch passt der Abschluß zu den Geschichten anderer Perry Rhodan Romane und ist in sich stimmig.
Ein, aus meiner Sicht unrealistischer Aspekt trübt den Lesespaß im ersten Roman die Sternenarche von Frank Borsch. Die Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang stelle: wie wahrscheinlich ist ein Unfall zweier sich mehr oder weniger zufällig begegnender Raumschiffe durch eine Kollision? Abgesehen von dieser Schwäche ist Roman eins, ein gelungener Einstieg in die Serie.
Der Zykus:
Nach einem guten Start erreicht die Spannungskurve der Haupthandlung mit Roman 2 einen Tiefpunk. Danach wird die Spannung deutlich besser und steigert sich bis zum Finale. Roman 1 und 2 lassen den roten Faden der Gesamthandlung des Zyklus vermissen und wirken fast wie eigenständige Romane die nur beiläufig in eine gesamt Handlung eingebettet sind. Während bei Roman 1 dieser Eindruck noch nicht so stark ins Gewicht fällt, da die Handlungsstränge erst aufgebaut werden müssen. Bekomme ich bei Teil 2 den Eindruck, einen beinahe überflüssigen Roman gelesen zu haben. Beginnend mit dem 3. Teil wird die Rahmenhandlung klarer aufgenommen und durchgehend vorangebracht.
In allen Teilen wechseln sich die Hauptcharaktere ab, so dass in jedem Roman eine andere Gruppe in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Allerdings, nicht alle Charaktere die aufgebaut werden, finden am Ende eine ausreichende Berücksichtigung
Das Tempo ist am Anfang etwas verhalten und steigert sich im späteren verlauf wird aber niemals unübersichtlich. Die Logik der Handelnden ist nachvollziehbar.
Ich lese jetzt seit gut einem Jahr Perry Rhodan Romane und Lemuria ist mein erster Zyklus aus dem Perryversum der nicht zuvor als Heftroman erschienen ist. Für Neueinsteiger kann es sich lohnen die Perry Rhodan Hompage im Internet zu besuchen. Dort kann der Interessierte einiges über die Superintelligen "ES" oder auch die verschiedenen Völker im Perryversum erfahren.
Alles in allem vergebe ich die 5 Sterne für Roman III, IV und V; 3 Sterne für Roman I und VI und einen Stern für Roman II.
Im Durchschnitt ergibt das 3,5 Sterne für die einzelnen Abschnitte. Über alles bleibt ein positiver gesamt Eindruck des Zyklus in der Erinnerung, so dass ich gerne 4 Sterne vergebe!