Walter McClou rekapituliert: kann das denn alles gewesen sein? Gestrandet in Otten, Wisconsin mit 38 Jahren, schwul und einsam. Von Beruf Englischlehrer, das beseudet, jeden Tag gelangweilten Schülern die Verse von Milton ans Herz zu legen. Ist das nun das „gestandene" Leben, auf das alle hinarbeiten? Gemessen an seinen Jugendträumen ist es allenfalls ein vergeudetes Leben. Früher, als die atemberaubende Liebe zu Mitch, seinem Tanzpartner noch gefangen hielt, Walter erinnert sich. Während auf der Straße die Studenten gegen den Vietnam-Krieg protestierten, machten sie an der Stange ihre Demi-plies. Sie übten Sprüge und Formationen, während sein Bruder Daniel an Krebs erkrankte und starb. Drehungen, Jetes, Glissaden- das machte das Leben eines Tänzers aus. Auch wenn dem riesigen Enthusiasmus des Tänzers Walter stets seine großen Füße im Weg standen und seine Karriere schließlich in einer Aufführung des „Nußknackers" gipfelte, das war sein früheres Leben gewesen. Nun ist es Zeit, Bilanz zu ziehen.... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)