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Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens: Zur Evolution der Kognition (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Michael Tomasello , Jürgen Schröder
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. Mai 2006 suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Buch 1827)
Affen und Menschen teilen noch heute 99 Prozent ihres genetischen Materials.Trotzdem ist es nur der Menschheit gelungen, kognitive Fähigkeiten auszubilden, die so komplexe Gebilde wie etwa sprachliche Kommunikation und soziale Organisationen, Hochleistungsindustrie und entsprechende Technologien hervorgebracht haben. Wie ist das möglich? Gestützt auf zahlreiche Experimente mit Primaten und Kleinkindern, entwickelt Michael Tomasello ein Modell des menschlichen Denkens, das diese Phänomene erklären kann, indem er kulturelle Vermittlung als biologischen Mechanismus begreift. Die Ausführung dieser zentralen These wirft ein neues Licht auf zahlreiche Disziplinen der Geistes- und Naturwissenschaften und zeigt die Verbindung dieser sonst so strikt getrennten »zwei Kulturen« im Licht der evolutionären Anthropologie auf. Michael Tomasello ist Kodirektor am Max- Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie und am Wolfgang-Köhler-Primaten-Forschungszentrum, beide in Leipzig.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 307 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (22. Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351829427X
  • ISBN-13: 978-3518294277
  • Originaltitel: The Cultural Origins of Human Cognition
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 11 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.773 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Tomasellos Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens ist erfrischend einfach und direkt geschrieben und entwickelt - gestützt auf eine Fülle von Experimenten - ein differenziertes und provozierendes Modell des Geistes." (Nature )

"Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Nur wenige haben sich so intensiv mit dieser Frage befasst wie der Anthropologe Michael Tomasello. Herausgekommen ist eine faszinierende Theorie des menschlichen Geistes." (Der Spiegel )

Über den Autor

Michael Tomasello ist 1950 in Bartow/Florida geboren. Er studierte Psychologie an der Duke University und promovierte an der University of Georgia. Nachdem er lange Jahre Professor für Psychologie und Anthropologie an der Emory University war, ist er seit 1998 Ko-Direktor am Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. 2010 wurde er mit dem Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet.


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4.5 von 5 Sternen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zur Genese menschlichen Denkens 17. März 2011
Format:Taschenbuch
In dieser kulturanthropologischen Darstellung der Entwicklung des menschlichen Denkens beleuchtet Tomasello phylogenetische, geschichtliche und ontogenetische Aspekte der Anthropogenese, legt aber den Schwerpunkt auf die kognitive Ontogenese von Kleinkindern im Alter von 0-7 Jahren, wobei er massiv auf empirische Studien rekurriert. Der Ansatz ist naturalistisch aber nicht reduktionistisch. Seine These: "Die menschliche Gemeinschaft stellt die adaptive Umgebung dar, in der sich die menschliche Kognition phylogenetisch entwickelte." ( S. 10)

Ausgehend von der Überlegung, daß die menschliche Kultur in einer evolutionär vergleichsweise kurzen Zeit entstand, sucht der Autor nach dem verursachenden Faktor. Angeborene 'geistige Module' scheidet er aus und verteidigt dagegen die Annahme: Eine einzelne evolutionäre Anpassung, die zu einem beliebigen Zeitpunkt der Menschheitsentwicklung erfolgt sein konnte, erzeugte den biologischen Mechanismus der sozialen bzw. kulturellen Weitergabe. Diese Anpassung ermöglichte den Vorgang kumulativer kultureller Evolution in der Art eines 'Wagenhebereffektes' - erfundene, eingeführte und über viele Generationen tradierte Neuerungen gingen nicht wieder verloren.
Alle Formen menschlichen Lernens beruhen auf der Fähigkeit der Menschen, Artgenossen als ihnen ähnliche Wesen zu verstehen, die ein intentionales und geistiges Leben haben wie sie selbst. ("Theorie des Geistes") Diese Fähigkeit baut jedoch auf den kognitiven Fertigkeiten der Primaten auf: Raumorientierung, Umgang mit Gegenständen, Werkzeugen, Quantitäten, Kategorien, sozialen Beziehungen, Kommunikation und sozialem Lernen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles nach der Geburt. Zehn Sterne ********** 28. Juni 2011
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
1. Grundthese

Michael Tomasello beschreibt in diesem Buch, dass der Einzelne soziogenetisch in eine Kultur hineinwächst und dabei alles lernt, um daran teilzunehmen.

2. Nötiges Tempo

Damit erteilt er all jenen eine Absage, die angeborene Module annehmen und die auf die Evolution bauen. Gegen letztere führt Tomasello ins Feld, dass die Zeit nicht gereicht hat, um den Weg der Menschen mit nur evolutiv-genetischen Entwicklungen abgewickelt haben zu können. Dafür braucht es das kulturelle, soziogenetische Lernen, weil Kinder damit in eine vorbestehende Kultur hineinkommen und weil so entsteht, was Tomasello den Wagenhebereffekt nennt, was die Entwicklung beschleunigt hat.

3. Früher Beginn

In dieser dialogischen Lernform, die schon sehr früh in der Ontogenese mit protokommunikativen Formen beginnt und in denen schon neunmonatige Kinder ihr Gegenüber als intentionales Wesen zu begreifen beginnen, formen die Kinder auch früh das Gelernte in sich selber um, schon um mit den Widersprüchen oder den Missverständnissen zurecht zu kommen.

4. Bedeutung

Tomasello sagt uns damit auch, dass Geist ein soziales Gut ist und dass derjenige, dem dieses soziale Lernen verbaut ist oder vermindert - dem wilden Kind, den Autisten oder den Gehörlosen mit hörenden Eltern, und selbstverständlich den Primaten, das diese nie oder nur viel langsamer lernen und teilnehmen können. Nebenbei verabschiedet Tomasello Rousseaus idealen, natürlichen Wilden ins Reich der Phantasie.

5. Hochorigenell

Diese ausholende Studie beeindruckt enorm.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evolution des Nach-dem-Warum-Fragens 16. Oktober 2008
Von Grutzpalk
Format:Taschenbuch
Soll und kann man die Menschheit aus der Arena der evolutionären Entwicklung nehmen? Alfred R. Wallace, der zeitgleich mit Darwin die Evolutionstheorie entwickelt hatte, schränkte die eigene Entdeckung in diesem Sinne ein, indem er behauptete: "(wir besitzen) intellektuelle und moralische Anlagen ..., welche auf solchem Wege sich nicht hätten entwickeln können, sondern einen anderen Ursprung haben müssen - und für diesen Ursprung können wir eine Ursache nur in der unsichtbaren geistigen Welt finden." Mit anderen Worten: die Evolution macht nach dem Übergang vom Affen zum Menschen Halt und es beginnt die metaphysische Entwicklung, die in Kultur und Moral mündet.
Das Beispiel der Nazis hat gezeigt, dass es in der Tat ratsam ist, die Finger von der menschlichen Biologie zu lassen und moralische Kategorien nicht mit biologischen zu vermengen, so wie es im Dritten Reich Gang und Gäbe gewesen war.
Tomasellos Buch nun ist deswegen so wertvoll, weil es hinter eine Wertung der Kultur zurückgeht und nicht nach "guten" oder "schlechten" Entwicklungen der menschlichen Geistesgeschichte fragt, sondern danach, welche Kognitionsleistungen überhaupt den Menschen von seinen nächsten noch lebenden Verwandten im Tierreich unterscheidet. Um das herauszufinden, hat er das Verhalten von Schimpansen und Leipziger Kindergartenkindern in vergleichbaren Situationen beobachtet. Er kommt aufgrund seiner Beobachtungen zu dem Schluss, "dass die Kultur ein Produkt der Evolution ist" (S. 271).
Mit den Menschenaffen hat der Mensch die Fähigkeit, "externe relationale Kategorien zu verstehen. Hinzu kommt nur eine kleine, aber bedeutende Modifikation in Form von vermittelnden Kräften wie Ursachen und Intentionen." (S.
... Lesen Sie weiter... ›
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