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Die kreative Revolution: Was kommt nach dem Industriekapitalismus?
 
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Die kreative Revolution: Was kommt nach dem Industriekapitalismus? [Broschiert]

Wolf Lotter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 184 Seiten
  • Verlag: Murmann Verlag; Auflage: 1 (15. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867740623
  • ISBN-13: 978-3867740623
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 339.412 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sind Sie offen dem Neuen gegenüber, auch wenn es zu Brüchen mit alten Gewohnheiten führt? Sind Sie bereit, in der Wirtschaftskrise neu zu denken? Sind Sie sogar bereit, so radikal zu denken, dass Ihnen Begriffe wie "Kreativität" und "Kreativwirtschaft" nicht einfach als modische Schlagwörter erscheinen? Kreative Wirtschaft ist die Ökonomie der Ideen, die wertvoller und nachhaltiger sind als Produkte und Waren. Noch hat sie viele Namen, aber eines ist heute schon gewiss: die Kreativwirtschaft boomt. Und ist damit der Taktgeber von morgen, der Unternehmen auch in Zukunft Gewinne und der Gesellschaft Wohlstand garantiert. Schöpferischer Geist und Unternehmertum wachsen immer stärker zusammen. Der Wandel ist in vollem Gang. Wolf Lotter hat Kreativexperten eingeladen, mit ihm eine Landkarte dieser neuen Wirtschaft zu zeichnen: vom Trendforscher Matthias Horx bis zur Kunstprofessorin Gesa Ziemer.

Über den Autor

Wolf Lotter, Jahrgang 1962, ist Wirtschaftsjournalist und Mitbegründer von brand eins. Als Kommentator ist er für zahlreiche deutschsprachige Medien und Rundfunkanstalten tätig.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Wolf Lotter hat eine neue Salve gegen unser industrialistisches Denken abgefeuert: Zusammen mit Gastautoren enttarnt er die hilflosen Versuche von Command&Control Industrieunternehmen, in der Wissens- und Kreativwirtschaft anzukommen.

Erster Satz:
"Revolutionen, so scheint es, sind stets Umbrüche mit klaren Konturen. Auf den ersten Blick, doch eigentlich war keine einzige so."
Daraus leitet sich das Anliegen dieses Werkes ab: Es will uns darauf hinweisen, dass die kreative Zerstörung und der Ersatz sich lange hinziehen werden. Das soll aber kein Grund sein, zu resignieren. Resignieren müssen die, die vom Industrialismus wirklich abhängig sind und sich derzeit schamlos die Taschen vollstopfen, so lange noch etwas da ist: Industriemanager.

Ich fand folgenden Test zur Unterscheidung von Kreativen und Nicht-so- kreativen interessant:
Zwei Gruppen sollen aus einem über Kopfhörer vorgelesenen Text die eingestreuten, nicht zum Kontext passenden Wörter rausfinden und zählen. Nicht angekündigt wurden wechselnde, fremde Störgeräusche. Die erste Gruppe stammt aus der Industrie, in der nach strengen Ansagen und Regeln gearbeitet wird. Die andere Gruppe besteht aus Künstlern und Designern.

Ergebnis:
Die erste Gruppe lässt sich von den Störgeräuschen nicht ablenken, ihr Filtersystem "hemmt" alles, was ablenken könnte und nicht zum Auftrag gehört ("Disziplin"). Die Kreativen dagegen liefern falsche Ergebnisse. Sie ließen sich von den Geräuschen -aus Neugier- leicht ablenken bzw. "stören".

Jetzt kann jeder mal überlegen, ob er sich eher zu den "Gehemmten" oder den "Gestörten" (Lotter) zählt.

Wir treffen auch andere "Concerned" People in diesem Werk: Mathias Horx' Begegnung mit dem verzeifelten Investmentbanker hat mich sehr angesprochen. Gesa Ziemer hingegen kommuniziert leider sehr unverständlich im Wissenschaftsjargon, der es interessierten Laien schwer macht, ihre Gedanken nachzuvollziehen.

Aufschlussreich hingegen der Aufsatz von Herrn Felixberger. Er empfiehlt: Je unschärfer die Aufgabenstellung, desto heterogener sollte das Team für die "kreative Lösung" sein, damit möglichst viele Aspekte der Situation erkannt werden können. Je konkreter die Aufgabe, desto weniger "diverse" sollte das Team sein. Denn nun braucht man vor allem Spezialisten, die ihr Handwerk verstehen.

So oder so, es hilft mir immer, von diesen unermüdlichen Agenten der Kreativwirtschaft zu lesen. Wir brauchen sie und ihr Wort. Damit wir nicht in Versuchung geraten, zurück in die alte Industriedenke zu fallen.

Der Vorwurf meiner Vorrezensentin, die Kreativen seien schuld an der New Economy Krise gewesen, und seien nun auch noch Schuld an der gegenwärtigen Industriekrise, zeigt wieviel Aufklärungsarbeit noch zu leisten ist. Genau hier setzen Wolf Lotter und Kollegen mit ihrem Werk an.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Die für unvorstellbar gehaltenen Vorgänge in den letzten Monaten im Rahmen der weltweiten Finanzkrise zeigen, dass das gegenwärtige Wirtschaftsystem an Grenzen gelangt ist, die drohen, es zu zerstören. Doch da in jeder Krise auch eine Chance für das Neue, noch Unbekannte, verborgen ist, das werden und sich entwickeln will, ist vielleicht eine etwas unaufgeregtere Haltung angemessen.

Der Journalist Wolf Lotter, der durch seine Leitartikel im Wirtschaftsmagazin "brand eins" immer mehr Menschen in der letzten Zeit ein Begriff geworden ist und der als "eine der führenden Publizisten auf dem Gebiet der Beschreibung der Transformation von der alten Industriegesellschaft hin zur neuen Wissensgesellschaft" gilt, macht genau dies im vorliegenden Buch vor. Er postuliert und beschreibt die schon erkennbaren Ansätze einer kreativen Revolution", die mitten in der Wirtschaftskrise Raum schafft für Neues. In dieser Revolution, so Lotter, geht es nicht mehr um die höchsten Profite und die Macht. Es geht um die besten Ideen und um eine Wirtschaft von Menschen für Menschen und nicht eine auf Kosten von Menschen ( und der Umwelt, wie sich der Rezensent erlaubt hinzufügen).

Lotter glaubt, dass ein Paradigmenwechsel bevorsteht, in dem eine kreative Ökonomie die alte, an ihre Grenzen gekommene, ablösen wird. Er und seine Mitautoren, unter anderem der bekannte Trendforscher Matthias Horx glauben, dass es auch die immer gleichen, phantasielosen Produkte sind in der Welt der Waren, die eine ernste Konsumkrise ausgelöst haben. Nur wer unwiderstehliche Ideen hat, so sind die Autoren überzeigt, wird in der Zukunft erfolgreich sein.

Man muss das Buch lesen und nehmen als das, was es ist: eine Trendbeschreibung, die schon andere zuvor unter dem Stichwort "Wissensgesellschaft" postuliert haben. Doch seine empfehlenswerte Lektüre zeigt, dass wir vor erstaunlichen Veränderungen stehen in den nächsten Jahrzehnten.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Kreativität ist der Treiber für Erneuerung. Das kann man nicht oft genug wiederholen, insoern sehe ich in dem Buch einen guten Beitrag, die Bedeutung von Kreativität für Gesellschaft und Wandel bewusst zu machen.
Die Reproduktion sollte man jedoch nicht vergessen. Sie ist es, die die Neuerungen für die Massen erschwinglich macht. Die Aufteilung in das gute Kreative und die böse Massenfertigung wirkt grotesk. Und das gute Kreative dann zur Kreativen Revolution hoch zu stilisieren erinnert mich ein bisschen an das papierlose Büro, welches mit dem Start der eMedien ausgerufen wurde. Fakt ist, noch nie wurde soviel Papier in Büros bedruckt wie heute.
Kein Zweifel, die Bedeutung von implizitem Wissen, Ideen und Kreativität werden zunehmen aber klar ist auch: ohne (Massen)produktion ist jede Kreativität nutzlos. Insofern sehe ich es als Träumerei an, dass Ende der Massenproduktion auszurufen (S.44). Viele Ungereimtheiten begleiten die These der neuen 'Creative Economy':
- zum einen sind es vor allem die Banker, die sich die Maßanzüge aus dem 5.Stock der Maslow-Pyramide (S.105) kaufen können.
- Unter den 'Kreativen' gibt es zum anderen in der Regel wenige Superstars und eine Mehrheit, die nur einer Zweibeschäftigung über die Runden kommt. Die Wenigsten können sich -weder als Schöpfer noch als Konsument - in der maslowschen Pyramide ganz oben bewegen. Sorry Wolf Lotter, das ist Wunschdenken. Ebenso, dass -im Angesicht von explodierenden Managerbezügen, Finanzkrise und Madoff - Fairplay und Gerechtigkeit in unsere Gesellschaft einzieht(S.92).
Fazit: Nett. Wie Sonntag abend bei Anne Will - ein Sturm im Wasserglas. Und anschließend das Wort zu Sonntag (oder vorher?). Aber für eine Revolution zu dünn.
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