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Die kranken Habsburger: Befunde und Befindlichkeiten einer Herrscherdynastie Taschenbuch – 17. Oktober 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (17. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442153603
  • ISBN-13: 978-3442153602
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 1,7 x 18,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 345.085 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hans Bankl, Jahrgang 1940, wurde mit 31 Jahren der jüngste Pathologie-Dozent Österreichs und war lange Jahre eine international anerkannte Kapazität auf seinem Gebiet. An der Wiener Kunsthochschule unterrichtete er "Anatomie für Künstler". Über seine 180 wissenschaftlichen Publikationen hinaus hat er sich mit Bestsellern wie "Der Pathologe weiß alles" und "Im Rücken steckt das Messer" sowie "Kolumbus brachte nicht nur die Tomaten" bei einer breiten Leserschaft einen Namen gemacht. Hans Bankl verstarb im Dezember 2004.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Familienbetrieb funktionierte sieben Jahrhunderte lang

Von König Rudolf I. (geb. 1218) bis zur Abdankung Kaiser Karls I. (1918) vergingen genau 700 Jahre. In dieser Zeit folgten 24 Generationen von Habsburgern aufeinander, und rund 400 Personen erreichten das Erwachsenenalter. Fünf regierende Herzöge, vier Könige und eine Königin in der österreichischen Hauptlinie und 18 Kaiser sind für eine Familie unerreichter Weltrekord.
Der Stammbaum der Habsburger gleicht — wenn man es sportlich sieht — einem Riesenslalom. Betrachtet man jeweils die Familienoberhäupter bzw. die Herrscherpersönlichkeiten, so existiert keine einheitliche Generationenfolge, sondern es ergibt sich ein verwinkeltes Muster von Haupt- und Nebenlinien, ausgestorbenen Familienzweigen, Einspringen von Neffen und Cousins, Bruderzwisten und schließlich dem Ende der Familie im Mannesstamm mit Maria Theresia.
Das Phänomen der Familie Habsburg liegt aber zweifellos darin, daß sie erst dann richtig groß und bedeutsam wurde, als es sie eigentlich nicht mehr gab. Maria Theresia nahm für die Familie den Doppelnamen Habsburg-Lothringen an, und schon ging es weiter. Dieser neue Start fiel nicht schlecht aus. Maria Theresia hatte 16 Kinder, und ihr zweitältester Sohn, später Kaiser Leopold II., brachte es ebenfalls auf 16 legitime Nachkommen, die außerehelichen waren ja ohne Bedeutung. Durch jene, welche ein heiratsfähiges Alter erreichten, konnten locker mit halb Europa verwandtschaftliche Beziehungen eingegangen werden. Von seinem Bruder Joseph II. wurde Leopold daher als »trefflicher Bevölkerer« bezeichnet.
»Tu felix Austria nube« war kein friedlich-frommer Spruch, sondern beinharte Heiratspolitik.
Die Habsburger haben alles erreicht, was die Weltgeschichte zu bieten hat, aber auch vieles wieder verloren. Nur eines gelang niemandem aus der Familie — den Beinamen »der Große« zu erlangen. Kaiser Karl der Große war ein Karolinger und Franke, Zar Peter der Große war ein Romanow und Russe, König Friedrich der Große war ein Hohenzollern und Preuße, aber es gibt keinen Habsburger »der Große«. Das schmerzt. Man kann sich allerdings nur schwerlich einen Franz Joseph den Großen vorstellen.
Aber dafür hat die Namensgebung der Geschichte anderes gefunden:
Herzog Albrecht II., »der Lahme«, der sogar ins Ehebett getragen werden mußte.
Herzog Albrecht IV., »das Weltwunder«, der verwunderliche Abenteuer auf einer Pilgerreise nach Jerusalem erlebte.
Erzherzog Philipp I., »der Schöne«, verheiratet mit Johanna von Kastilien-Aragonien, »der Wahnsinnigen«.
Kaiser Maximilian I., »der letzte Ritter«, ein genialer Heiratspolitiker.
Kaiser Franz II./I., »der Gute«, der das Heilige Römische Reich Deutscher Nation auflöste.
Kaiser Ferdinand I., »der Gütige«, ein großteils freundlicher Epileptiker.

1918 endete die Herrschaft des Hauses Habsburg-Lothringen in Österreich. Das Verhältnis zwischen der Republik und der Familie regelt das Habsburger-Gesetz von 1919. Damit wurden alle Herrscherrechte, sonstigen Vorrechte und Titel des Hauses Habsburg-Lothringen aufgehoben. Alle Mitglieder des Hauses, die nicht auf die Herrschaftsrechte verzichteten und sich nicht als getreue Staatsbürger der Republik bekannten, wurden des Landes verwiesen. Das hofärarische Familienvermögen mit Ausnahme des persönlichen Privatvermögens wurde konfisziert. Rückforderungsprozesse sind derzeit noch anhängig.

Sie sahen einander alle ähnlich

Es gab intelligente und weniger gescheite Habsburger, tatkräftige politische Talente und weltfremde Träumer, hin und wieder auch einen Irren — in ihrem Aussehen aber waren sie einander fast alle ähnlich: Ein zu großer Unterkiefer stand vor, der Schädel war schlank und hoch, die lange Nase hatte oft einen Höcker. Durch die volle Unterlippe entstand ein charakteristischer Gesichtsausdruck mit vorgeschobenem Kinn und leicht geöffnetem Mund. Objektiv beurteilt waren es keine schöne Menschen, aber dafür häufig Kaiser.
Karl V. (1500—1558), der Kaiser, in dessen Reich die Sonne nie unterging, soll anläßlich eines Ausrittes in Spanien einen besonders mutigen Bauern zu einem Zuruf animiert haben: »Eure Majestät, schließen Sie bitte Ihren Mund, die Fliegen in unserem Land sind sehr unverschämt.« Aber gerade das konnte der römisch-deutsche Kaiser und spanische König nicht, denn sein Unterkiefer ragte zu sehr vor.
Das Vorstehen der zu großen Kinnpartie führte zu einem Überbiß der unteren Schneidezähne. In der medizinischen Fachsprache nennt man so etwas Progenie. Bulldoggen und Boxer-Hunde haben dies nicht selten. Diese Anomalie ist bei Mensch und Tier erblich.
Wann tauchte dieses Gesichtsmerkmal bei den Habsburgern erstmals auf? Wir sind auf diverse Porträts angewiesen. Solche aber sind unzuverlässig, denn kaum ein Künstler riskierte es, ein Gesicht unvorteilhaft abzubilden. Da trotzdem viele eindeutige Bilder erhalten sind, ist die Schlußfolgerung erlaubt: Die Herren sahen wirklich so aus, vielleicht noch ärger. Jeder Versuch einer Verschönerung hätte sie unerkennbar gemacht.
Ob die heroischen Porträts von Rudolf I., dem Stammvater, authentisch sind, ist fraglich. Bei seinem Sohn Albrecht I. ist die typische Unterkieferform jedoch bereits eindeutig erkennbar, und das Merkmal blieb von damals an viele Jahrhunderte erhalten.
Die österreichische wie auch die spanische Linie zeigten fast stereotyp die gleiche Gesichtsform. In Spanien starben die Habsburger im Jahre 1700 aus, im darauffolgenden Spanischen Erbfolgekrieg ging das Land an die Bourbonen. In Österreich verschwand die Habsburgerlippe mit Maria Theresia; sie hatte durchaus ebenmäßige Gesichtszüge.
Charakteristisch für die Familie Habsburg-Lothringen wurde ein anderes Merkmal: ein schmales, langes Gesicht, dazu eine hohe Stirn und ein manchmal, wie z.B. bei Ferdinand I., dem Epileptiker, wasserkopfartig ausladender Gehirnschädel. Da die Verwandtenehen weiterhin intensiv betrieben wurden, die Hauptlinie der Familie allerdings mehrfach von einem Zweig zu einem anderen wechselte, ist diese Kopfform zwar bis heute für Habsburg typisch, hat sich aber nicht dominierend durchgesetzt.

Wie krank waren die Habsburger?

Nicht mehr und nicht weniger als die anderen Leute in den jeweiligen Zeitepochen auch. Nur betraf es die Mitglieder des Herrscherhauses, und daher war es interessant.
Ein Problemfeld war die Ernährung. Im Gegensatz zu vielen ihrer Untertanen mußten die Herrscher und ihre Familien zwar nicht hungern, sie aßen und tranken vielmehr allerlei durcheinander, die Nahrung war aber oftmals verdorben. Auch hygienische Gebote kannte man bis in die Neuzeit kaum. Am häufigsten waren daher Infektionskrankheiten. Man darf nicht vergessen, daß die Kunst der Ärzte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts eher dürftig war; beliebte Therapiemaßnahmen wie etwa der Aderlaß endeten nicht selten mit dem Tod des Patienten. Dies war beispielsweise bei Kaiser Leopold II. der Fall.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Amazon Customer am 23. April 2010
Format: Taschenbuch
Kurze Geschichten, knappe Porträts, schrille Anekdoten und bemerkenswerte Zitate sind es, mit denen der Autor ein ungeqöhnliches, ein wenig despektierliches, doch liebevoll koloriertes Bild einer Familie zeichnet, deren Schicksale auch heute noch die Gemüter bewegen. Von der Landesmutter Maria Theresia über den für seine Pedanterie bekannten Kaiser Franz Joseph bis hin zur unsterblichen Sisi. Einst vertuschte Befunde und Befindlichkeiten der Vergangenheit legt Hans Bankl hier mit Vergnügen bloß.

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Mit "Die kranken Habsburger" hat Hans Bankl ein kurzweiliges, amüsantes Büchlein (von 150 Seiten) vorgelegt, das zu liebevoll gestalteten, jedoch nur angerissenen Ausflügen in die Geschichte der Familie Habsburg einlädt.

Chronologisch arbeitet sich Hans Bankl am Stammbaum, an den Königen und Kaisern, entlang bis zum letzten österreichischen Kaiser - Karl I. -, der 1918 zu Gunsten der Republik auf den Thron verzichtete. Dabei stellt er die wichtigsten Herrscher und jene, um die sich die unterhaltsamsten Anekdoten ranken, näher vor.
Hans Bankl, selbst Pathologe, orientiert sich dabei immer wieder an den oft erblich bedingten Krankheiten, die durch die vielen Verwandtschaftsehen alles andere als selten waren.

Dadurch, dass das Büchlein so kurz geraten ist, war für mich als generell geschlichtlich interessierte Leserin leider nicht mehr allzu viel neues dabei. Trotzdem habe ich die Lektüre genossen und doch noch das ein oder andere interessante Detail entdeckt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. K. am 30. Oktober 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
"Kurzweilig, aber nicht unbedingt geschichtswissenschaftlich ..." - so im Groben das, was mir beim Lesen des Büchleins von Hans Bankl zu den "kranken Habsburgern" immer wieder durch den Kopf ging. Das Buch sollte mir als medizingeschichtlich interessierter Geschichtstudentin einen Überblick zu den - teilweise sicher auch genetisch bedingten - Eigenheiten der Habsburger liefern. Und genau das hat es auch auf kurzweilige Art und Weise getan. Überdies wurde man als Leser mit wichtigen Hintergrundinformationen zu den vielen Persönlichkeiten der Herrscherfamilie versorgt.
Dass das Werk ein populärwissenschaftliches ist, wurde recht schnell klar: Bankls teilweise sehr umgangssprachlich dargebotene Anekdoten kann man mögen, muss man aber auch nicht (und dabei geht es nicht um die Anekdoten an sich, sondern um die Art und Weise, wie diese kommuniziert werden). Was jedoch nicht nur aus geschichtswissenschaftlicher Sicht wichtig ist: Das Buch stammt aus dem Jahr 1988, demzufolge ist die Forschung heutzutage in einigen Belangen bereits weiter vorangegangen.
Nicht allzu positiv aufgefallen sind außerdem Bankls Wertungen zu den Gesundheitszuständen der einzelnen Habsburger, die er als definitive Tatsachen verkauft - schnell wird zu jeder noch so kleinen Eigenheit ein pathologisches (und definitiv nicht immer so zutreffendes) Krankheitsbild geliefert. Dabei war der Autor zwar Pathologe, nicht jedoch Psychologe.
Für einen ersten Überblick sind "Die kranken Habsburger" eine gute Wahl - für fundierteres Wissen sollte man dann auf andere, geschichtswissenschaftlich anerkanntere Autoren zurückgreifen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von T. Wegmann am 6. Februar 2010
Format: Taschenbuch
Amüsant, interessant und eloquent entwirft Bankl hier ein Panorama kakanischen Gepräges, das die österreichischen Monarchen einmal mehr als das zeigt, was sie ja, hinter Pomp und Glorie, am eigentlichsten sind: einfache Menschen.
Keineswegs denen zu empfehlen, für die Geschichtswissenschaft nicht auch etwas Kaffeeklatsch enthalten darf. Allen anderen: Viel Vergnügen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von stonehorse am 21. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Dieses Büchlein ist amüsant geschrieben, aber es ist trotzdem sehr informativ. Man lernt sehr viel über das Land des Hochadels und der Hofräte und über Geschichtsfälschung der Herrschenden. Kennzeichnend ist, dass ohne den Nachweis von 16 adelig geborenen Urgroßeltern keine höhere Stellung am Hof erreichbar war .Degenerierung war vorgezeichnet.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von maschruhm am 21. September 2006
Format: Taschenbuch
"Die kranken Habsburger" habe ich mir gekauft, weil ich zu faul war eine ausführliche Biographie der Habsburger zu lesen. Und sein wir ehrlich, eigentlich interessieren uns doch auch nur die dreckigen, kleinen Details. Diese liefert das kleine Buch auf jeden Fall.

Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und auch deutlich besser geordnet, als "Der Pathologe weiß alles...aber zu spät". Man wird zwar bestimmt nicht zu einem Habsburg-Experten, aber ungewollt lernt man doch ganz nebenbei die österreichisch-ungarische Thronfolge. Und das schadet ja auch nie, falls man - wie ich, zum Beispiel - gerne mit einem gesunden Halbwissen prahlt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von arno am 20. April 2010
Format: Taschenbuch
Der Titel dieses sehr (!) amüsanten Büchleins über die Habsburger ist insofern etwas irreführend, als es keineswegs nur über die Krankheiten (der Verfasser ist österreichischer Professor für Medizin) geht, sondern viele Anekdoten der oft schrulligen Habsburger erzählt werden.
Alles mit typischem Wiener Schmäh, wie es ein Nicht-Österreicher nie hinkriegen würde.
Man darf natürlich nicht alles für bare Münze nehmen - es handelt sich nicht selten um gewitzte Pointen -, aber das ist auch gar nicht beabsichtigt. Das Buch soll zum Schmunzeln anregen - man kann an vielen Stellen auch herzhaft lachen. Und irgendwie kommt auch die ironisch-sarkastische Einstellung, die viele Österreicher zu ihren Habsburgern haben, für mich authentisch rüber. Ich finde das sehr gelungen. Dieses Buch durfte und konnte daher nur ein Österreicher schreiben, ein "Ausländer" hätten mit gleichen Geschichten die Österreicher sicher beleidigt.
Einschränkend muss man hinzufügen, dass - da der Verfasser Pathologie-Professor ist - die Krankheitsgeschichten wohl zum größten Teil ernst gemeint sind. Gut gelungen fand ich, wie der Autor die Übertragung bestimmter Krankheitsbilder durch die häufigen Verwandtschaftsehen in den Vordergrund seiner Betrachtungen stellt.
Eben so positiv fand ich die Chronologie der Darstellung, von dem Stammvater der Dynastie, König Rudolf I. *1218, bis zur Abdankung Karls I. 1918. In die Abfolge der "Geschichten" sind immer wieder Stammbäume eingefügt, die ihre zeitliche Einordnung erleichtern.
Nicht nur dies regt an, sich mit der Geschichte der Habsburger intensiver zu beschäftigen.
Was will man mehr, ein unterhaltsam-humorvolles Büchlein, das Appetit macht, tiefer in die Geschichte der Habsburger einzusteigen.
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