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Produktinformation
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Schon Anfang 1998 klagten die renommierten Professoren Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einführung des Euros. Die zur Klage geäußerten Hintergründe vermitteln ein gutes Bild davon, mit welcher Gewalt und welchem Dilettantismus dieses Projekt von den Verantwortlichen in der Politik durchgepeitscht wurde. Die Experten weisen auf die unterschiedlichen Gegebenheiten der einzelnen Staaten innerhalb Europas hin: „Das entscheidende Risiko liegt in einem inneren Dissens, der in die Währungsunion hineingetragen wird. Bisher konnten sich unterschiedliche Politiken und unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklungen über Preise, Zinsen und Wechselkurse auspendeln. Diese Möglichkeit gibt es in der Währungsunion nicht mehr. Wenn Konflikte über den richtigen Kurs innerhalb einer Währungsunion ausbrechen, dann wird zum politischen Streit, was vorher von Märkten nahezu geräuschlos kanalisiert und geregelt wurde.“
Der Währungssystem-Kritiker und Bestsellerautor Günter Hannich blickt in Die kommende Euro-Katastrophe mit scharfem Kennerauge auf die noch immer umstrittene Währung und zeichnet fiktive – aber mögliche! – Szenarien ihres Untergangs. Dabei findet er viele stichhaltige Argumente, um zu erklären, warum der Euro von vielen noch immer als „Zwangswährung“ und „Teuro“ wahrgenommen wird und langfristig letztlich ökonomischer Unsinn ist. Und er zeigt, warum die Währung nicht nur kaum etwas zur Lösung von Spannungen im Euro-Raum beitragen, sondern darüber hinaus sogar politischen Schaden anrichten kann und gravierende negative volkswirtschaftliche Effekte provoziert.
Keine Frage, dieses Buch polarisiert. Während der Euro von den einen als Heilsbringer innerhalb der globalisierten Finanzwelt gilt, sieht Hannich in der Währung ein Mittel zur Ausbeutung des Landes. Er findet genügend Beispiele, mit denen er die Vorteile der Währung als nur scheinbar enttarnt und beweist, dass die positiven Argumente der Realität nicht standhalten. Ganz ohne Hemmungen bezieht er Stellung und scheut sich auch nicht davor, von der „Euro-Katastrophe“ zu sprechen, deren Existenz zu gefährlichen Konsequenzen für Einzelstaaten sowie die gesamte EU führen kann …
Was Sie erwartet, in Kürze:
• Der Euro: Eine katastrophale Bilanz
• Warum der instabile Euro zu gefährlichen Spannungen in Europa führt
• Der Euro und die Wirtschaftskrise: Ein System mit Verfallsdatum
• Drei Szenarien für den Weg des Euros in den Untergang
Wir meinen:
Dies ist eine hochinteressante kritische Auseinandersetzung mit der europäischen Gesamtwährung, die sich vor der Formulierung unorthodoxer Prognosen genauso wenig scheut wie vor ungeschönten Aussagen. Für die einen ein Korrektiv gängiger Meinungen, für die anderen eine Bestätigung für die eigene hinterfragende Denkrichtung …
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bestürzende Finanz-Analyse mit geistiger Sprengkraft,
Von Franziska Steinbach-Schlüter (Aix-en-Provence) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die kommende Euro-Katastrophe: Ein Finanzsystem vor dem Bankrott? (Gebundene Ausgabe)
Der Untergang des Euro?! Was für die einen undenkbar ist, wird für andere zur unausweichlichen Gewissheit. Günter Hannich ist einer der Letzteren. Mit analytischer, bestürzend ehrlicher Klarheit beschreibt er ein nicht nur mögliches sondern ein für ihn mehr als wahrscheinliches finanzielles Schreckens-Szenario, das gerade jetzt vor dem Hintergrund der (EURO-)Krise in Griechenland mehr als plausibel scheint. Aber auch unabhängig der aktuellen Erfahrung und der damit zusammenhängenden Turbulenzen findet Hannich mehr als genug Argumente für seine Thesen.Die Argumente, die dieser Autor für das kommende Scheitern einer Währung findet, die seiner Meinung nach von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, wirken sehr fundiert. Überzeugend legt er dar, wie schon von Anfang an das Konstrukt der EURO-Währungs-Union auf hölzerne Füße gestellt wurde. Der beschriebene Dilettantismus der verantwortlichen Politiker und die beschriebene Inkompetenz der Entscheidungsträger sowie der beschriebene aufbrechende Dissens der Einzelstaaten bezüglich des richtigen Kurses lässt dem Leser mehr als einmal die Haare zu Berge stehen. Nicht die katastrophale Bilanz erschreckt bei alledem, sondern die Tatsache, dass der Autor eine große Anzahl namhafter Finanzexperten anführt und ihre besorgniserregenden Befunde treffend auf den Punkt bringt. Die stringente Argumentationsweise zusammen mit großem Fachwissen lässt die Instabilität der EURO-Währung nahezu zur Gewissheit werden und zeigt die Wirtschaftskrise Europas in einem weitaus besorgniserregenderen Licht als bisher angenommen. Auch hart gesottene Euro-Befürworter kommen da beim Lesen irgendwann ins Straucheln und werden ein realistisches Verfallsdatum in ihre Überlegungen zumindest einkalkulieren müssen. Ganz klar ist hier nicht nur ein großer EURO- sondern auch Europakritiker am Werk, der gängige Vorstellungen auf den Kopf stellt. Und es stimmt auch, dass manche Prognosen mehr als provozieren und manche Argumente konstruiert wirken. Allerdings sind die beschriebenen, international sichtbaren Probleme zusammen mit einer Zusammenschau kritischer Befunde aus der Finanzgeschichte wichtige unterstützende Wegbegleiter der streitbaren Positionen - und diese klare Gegenposition kann heilsame Konsequenzen im Denken haben. Die aufgemalten Szenarien des Untergangs des Währungssystems sind zwar Fiktionen und werden nicht unwidersprochen bleiben können, im Rahmen von Hannichs Argumentationssträngen und vor dem Hintergrund seiner Informationen bleiben sie jedoch durchaus naheliegend. Ein kritischer Beitrag zur Bewertung des EURO-Währungssystems. Fundiert und präzise, kontrovers und in jeder Hinsicht beunruhigend wie ein Finanz-Thriller - nur dass die hier beschriebenen Fakten bei aller fiktionalen Tendenz und prognostischen Unsicherheit bittere Wahrheit werden könnten! Nach der Lektüre dieses Buchs wird man sicher wieder etwas besorgter auf die Finanzmärkte schauen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
48 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ökonomische Gesetze lassen sich nicht politisch aushebeln,
Von Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 10 REZENSENT) (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die kommende Euro-Katastrophe: Ein Finanzsystem vor dem Bankrott? (Gebundene Ausgabe)
In der Krise verwundert es wohl kaum, wenn immer mehr Bücher auf den Markt geworfen werden, die den Niedergang erklären oder uns auf noch schlimmere Zeiten vorbereiten wollen. Das vorliegende Werk ist in seiner Kernaussage nicht neu. Doch leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognosen des Autors eintreffen, ziemlich groß.Als der Euro eingeführt wurde, erklärte uns die staatliche Medienoffensive, dass es dazu keine Alternative gäbe und wir nur Vorteile von der neuen Währung hätten. In Wirklichkeit, so schreibt der Autor, war der Euro jedoch der Preis der deutschen Vereinigung. Wir tauschten die starke Deutsche Mark gegen eine Einheitswährung die starre Wechselkurse zwischen den Teilnehmerländern festschreibt und damit den Weg in eine ungeheure ökonomische Katastrophe freimacht. Noch nie hat eine solche Währungskonstruktion in der Geschichte funktioniert. Und das hat objektive und leicht durchschaubare ökonomische Gründe. Währungen widerspiegeln die Wirtschaftskraft eines Landes. Besitzt ein Staat eine starke Wirtschaft, so hat er in der Regel auch eine starke Währung. Schwächere Wirtschaftsgefüge gleichen dies durch eine schwächere Währung aus, verbilligen ihre eigentlich vergleichsweise teureren Leistungen damit also nach außen und bleiben auf diese Weise konkurrenzfähig. Nimmt man den unterschiedlichen Volkswirtschaften dieses Ausgleichsventil, indem man Wechselkurse festschreibt, obwohl sich die wirtschaftlichen Verhältnisse ändern, dann wird sich der Druck im Kessel irgendwann so erhöht haben, dass es zur Explosion kommt. Denn was bleibt einer schwachen Wirtschaft in einem Starkwährungsgebiet noch als Ausgleich? Um die Produktionskosten zu verringern, helfen kurzfristig nur noch Lohnkürzungen. Wenn das nicht mehr funktioniert, verschwindet die Industrie aus diesen Gebieten. In der Folge kommt es dann zu riesigen Transferleistungen aus den wirtschaftlich starken Gebieten in die schwächeren. Doch das löst die Probleme nicht wirklich und schwächt darüber hinaus die Geber. Außerdem entstehen Wanderbewegungen in die ökonomisch stärken Gebiete und (damit verbunden) soziale und politische Spannungen. Wie und in welcher Geschwindigkeit ein solcher ökonomischer Zusammenbruch abläuft, konnte man in Ostdeutschland beobachten. Über Nacht musste eine schwache Wirtschaft Löhne in DM zahlen. Diese konnte sie aber überhaupt nicht erwirtschaften, weil sich ihre früheren Handelspartner die Produkte in einer Hartwährung nicht mehr leisten konnten. Doch die wirtschaftlichen Folgen der Vereinigung der beiden deutschen Staaten ließen sich politisch wohl nicht verhindern, auch wenn der Autor das anders sieht. Er schlägt sogar vor, dass Deutschland in drei Währungszonen eingeteilt werden sollte, nämlich in Nord, Süd und Ost. Wer an dieser Stelle verwirrt aufblickt, kann sich im Internet darüber informieren, dass Herr Hannich Anhänger einer politischen Splitterpartei ist, die eine andere Gesellschaftsform anstrebt. Was man in Deutschland beobachten konnte, findet in viel größerem Maßstab so ähnlich in Europa statt. Während man den wirtschaftlichen Niedergang einzelner Regionen noch einigermaßen beherrschen kann, so führt der Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften in eine Katastrophe riesigen Ausmaßes. Dass dies in Europa inzwischen unausweichlich geworden ist, stellt die Hauptthese des Autors dar. Er hat sie schon vor Jahren in einem anderen Buch entwickelt und vertieft und erneuert sie nun hier unter den Aspekten der gegenwärtigen Krise, die den Niedergang einiger unter dem Euro leidenden europäischer Volkswirtschaften heftig beschleunigen wird. Hannich entwirft mehrere Szenarien, wie Europas ökonomischer Untergang ablaufen wird. Ein anderes schreckliches Beispiel für den politisch gewollten ökonomischen Unsinn starrer Wechselkurse liefert übrigens die Kopplung der argentinischen Währung an den Dollar, die ein enormes wirtschaftliches Chaos in Argentinien anrichtete. Auch hier konnte man sehr gut verfolgen, wie ökonomische Gesetze wirken und was größenwahnsinnige Politiker anrichten können, wenn sie glauben, sie besäßen die Fähigkeit solche Gesetze willkürlich umzuschreiben. Wir lernen darüber hinaus, dass auch die Wiedereinführung einer goldgestützten Währung keine Lösung unserer Probleme ist. Auch das kann man leicht einsehen, denn erstens besitzt nicht jedes Land genug Gold und zweitens stellt der Goldstandard nur eine andere Variante fester Wechselkurse dar. Die Geschichte hat gezeigt, dass sich der Goldstandard genau wie feste Wechselkurse oder gar eine politisch gewollte Einheitswährung nicht lange halten können, weil sie einfach ein starrer Parameter in einem sehr dynamischen System sind. Sowie diese Dynamik gewisse Grenzen überschreitet, wird ein starres Gerüst zur Explosion der ganzen Konstruktion führen. Neben all diesen Themen widmet sich der Autor auch den Ursachen der gegenwärtigen Schuldenkrise, dem Schicksal des Dollars und der scheinbar unbemerkt voranschreitenden politischen Entmündigung der europäischen Nationalstaaten durch die EU-Bürokratie. Schließlich erteilt er uns noch praktische Ratschläge, wie wir unser eventuelles Vermögen gegen die kommende Katastrophe absichern sollten. Fazit. Der Autor hat uns ein leicht lesbares Buch vorgelegt, das die ganze Problematik der politisch gewollten und ökonomisch unsinnigen europäischen Einheitswährung hervorragend erläutert. Sowie er jedoch zu allgemeineren Themen übergeht, wie etwa der Zinsproblematik oder dem Wesen des Papiergeldes, wird er oberflächlich und unpräzise. Seine Auslegung historischer Ereignisse im Sinne seiner Thesen über das "Zinsgeld" oder den "Zinskapitalismus" erschienen mir etwas vordergründig. 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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die kommende Euro-Katastrophe,
Rezension bezieht sich auf: Die kommende Euro-Katastrophe: Ein Finanzsystem vor dem Bankrott? (Gebundene Ausgabe)
Im Magazin Focus mit dem Titel "Betrüger in der Euro-Familie" wird nicht nur auf die unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen der Euro-Länder hingewiesen, die nur auf eigene Initiative hin aus dem Euro austreten können. Es wird auch dargestellt, dass uns aus der unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung eine neue Bankenkrise droht, weil hiesige Banken mehr als 500 Milliarden Euro in wirtschaftlich schwachen Euro-Staaten wie Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien (kurz PIIGS oder zu Deutsch Schweine nach deren Anfangsbuchstaben) investiert haben. Gerade diese Staaten drohen aus dem Euro-Raum auszutreten zu müssen, weil sie jetzt höhere Risikoprämien - sprich hohe Zinsen - für neue Schulden zahlen müssen. Damit einher ginge eine steigende Verschuldung und womöglich der Staatsbankrott, gerade nach dem Austritt aus dem Euro. Die rein fiktiv erstellten Stabilitätskriterien können die meisten Euro-Länder seit einigen Jahren nicht erfüllen, dazu gehört auch Deutschland. Für Hannich stellt sich heraus, dass flexible Währungskurse die beste Alternative zu Verschuldungsspirale und dergleichen sind. So zitiert er monetäre Vordenker wie Alan Greenspan (S.13), Milton Friedman (S.89 und S.93) und Otmar Issing (S.60), die allesamt den Untergang des Euro vorhersagten und vor Wechselkursbandbreiten warnten, die nur eine Einladung an Spekulanten darstellten. Die "Aufklärung" über den Euro liege fast vollends in der Hand der Großbanken, beklagt sich der Autor auf Seite 45. Natürlich sieht auch der Autor, dass der Ausstieg aus der Einheitswährung bei gleichzeitiger hoher Staatsverschuldung eine noch höhere Staatsverschuldung nach dem Ausstieg nach sich zieht und es sich hier um eine Art Teufelskreis handle. Dennoch wäre ein Ausstieg in einen flexiben Wechselkurs für das betroffene Land besser. Der Regelmechanismus Wechselkurs wird auf den Seiten 52 und 53 erklärt. So entstehen durch freien Wechselkurs auch ausgeglichene Handelsbilanzen (S.78). Günter Hannich geht in seinem Buch "Die kommende Euro-Katastrophe" ausführlich ein auf den Mechanismus der Wirtschaftskrisen, die mit festen Wechselkursen oder gar einer Einheitswährung verbunden sind. Zuerst verschieben sich durch nicht vorhandene Wechselkurspuffer die Leistungsbilanzen der wirtschaftlich ungleichen Länder. Schwache Staaten in festen Wechselkursen haben meist ein anwachsendes Leistungsbilanzdefizit, das sich auch in stärkerer Verschuldung u.a. für Devisenmarktinterventionen der Notenbanken gegen Währungsspekulation oder für Staatsfinanzierung äußern. Hannich erläutert vielmehr, dass durch Angebot und Nachfrage von flexibler Währung sich Exporte und Importe ohne Staatsschulden ausgleichen. Gleiches könnte für Währungsspekulation gelten. Denn letztlich verteuern sich Exporte bei starker heimischer Währung, während Importe bei starker Währung billiger werden. Durch ansteigende Importe und sich mindernde Exporte fällt die Währung auf ein geringes Niveau. Dadurch werden Exporte wieder billiger und Importe teurer. Eine ausgeglichene Leistungsbilanz ist die Folge. Wird eine Währung stark nachgefragt, steigt der Preis für dieses Geld, also der Wechselkurs. Leider habe die Politik aus diesem Fazit nichts gelernt, sondern verlange sogar eine Einheitswährung wie den Euro, um gegen Währungsspekulation gewappnet zu sein, oder einen festen Wechselkurs zum Dollar oder Euro, um unter anderem Inflation zu bekämpfen, oder sogar eine goldgebundene Währung in der Zukunft. Gold wird auf Seite 188 des Buches widerlegt, weil es unter anderem wegen Hortung, Monopolisierung und der damit nur gegen Zins verbundenen Ausleihe zu Deflation führe und somit zu einem Teufelskreis aus fallenden Preisen, rückläufigen Unternehmensgewinnen, Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit, sinkender Kaufkraft, weiter einbrechenden Unternehmensgewinnen und so weiter. Kritisch zu sehen ist, dass Hannich sogar Kriege in Folge einer EU-Diktatur voraussieht (auch gegen die eigene Bevölkerung), den Zinseszins für den Zusammenbruch des Kapitalismus verantwortlich machen will und starke Einwanderungsbewegungen in die wirtschaftlich starken Euro-Staaten voraussieht, die zum Sinken der Löhne, mehr Arbeitslosigkeit und Fremdenfeindlichkeit beitragen würden. Auch Milton Friedman wies darauf hin, dass in den vergangenen 40 Jahren nur diejenigen Länder in Europa hoher Arbeitslosigkeit entgingen, die aus dem System fester Wechselkurse ausgebrochen sind (S.93). Friedman befürchtete ferner wachsende Spannungen durch Einführung des Euro (S.89). Schon Alan Greenspan warnte vor der Einführung des Euro. Hannich sieht sogar den Zerfall des US-Dollars, des Euros und einer eventuell kommenden deutschen Währung voraus, da sich viele Landesteile zu unterschiedlich entwickeln. Die einzige Gegenmaßnahme sind mithin massive finanzielle Transfers von starken zu schwachen Währungsgebieten, also einer Transferunion. Die Einführung der D-Mark zu einem Kurs von 1:1 bzw. 1:2 in Ostdeutschland sieht Hannich außerdem sehr kritisch. Auch weitere historische Anbindungen an Euro und Dollar bewertet Hannich sehr kritisch, so zum Beispiel im Kosovo. Der US-Dollar sei zurzeit außerdem überbewertet. Sollte er sich abwerten, stände praktisch der Zerfall des Dollar bevor, weil massiv Kapitalflucht stattfinden würde. Kapitalflucht in starke Länder sieht Hannich auch in Gebieten mit Einheitswährung. Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass Hannich den Euro als Preis der Deutschen Einheit bezeichnet. Mächtige Staaten Europas wollten Deutschland durch den Euro die Vormachtstellung der D-Mark nehmen, die mit der Wirkung einer Atombombe gleichgesetzt wurde, weil sich ganz Europa an deutschen Zinssätzen orientieren musste. Hannich hat viele andere Erkenntnisse in sein Buch eingebaut, das zwar manchmal zu viele mögliche Wege aufweist, aber gerade dadurch visionär wird. Letztlich zeigt Hannich noch kurz auf, wie man sein Vermögen auch in der Zukunft retten kann. Alles in Allem ist dieses Buch eine Investition bei amazon.de oder dem nächsten Buchhändler um die Ecke wert. Letztlich sind es nur 207 Seiten, die man lesen kann.
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