Was ist nur mit Rita M. Brown los? Man könnte fast meinen, ein anderer Autor hätte diese Buch geschrieben! Die langweilige Story (Weinbau, Schädlinge und Terrorismus) und die vielen neuen Charaktere haben die anderen Rezensoren bereits beschrieben. Besonders schade finde ich auch, daß die kleinen Geschichten, die neben der Hauptgeschichte in Crozet geschehen, kaum noch Beachtung finden, seit Harry nicht mehr im Postamt arbeitet. In diesem Buch kommt dann noch dazu, daß die Katzen und Tucker kaum noch mit von der Party sind. Immer häufiger bleiben sie freiwillig im Haus oder Stall. Wo sind die niedlichen Geschichten geblieben, in denen die Tiere ausrissen und das nächste Fest aufmischten oder doch wenigstens das Haus "umdekorierten"? Bereits zur Hälfte des Buches weiß man, wer der Mörder ist. Die überraschende Wendung zum Ende der anderen Mrs. Murphy Bücher blieb hier aus. Besonders abschreckend fand ich die unnötige Brutalität, mit der der Mörder am Ende von den Tieren zur Strecke gebracht wird. Harry wurde schon öfter von ihren tierischen Freunden gerettet, aber so oft wurden Worte wie "Schmerzen" oder "Blut" noch nie verwendet! In den (bisher) netten Geschichten rund um Mrs. Murphy ist diese überdeutliche Sprache fehl am Platz. Ich hoffe, daß dieses Buch ein einmaliger Ausrutscher war. Vielleicht sollte Harry einmal die Woche im Café jobben, damit sie wieder mitten im Leben von Crozet steht.