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Die kalte Amnestie. NS-Täter in der Bundesrepublik. [Broschiert]

Jörg Friedrich
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  

Kurzbeschreibung

1988
In seinem Standardwerk zur Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen in der Bundesrepublik beschreibt Jörg Friedrich die Geschichte der Verbrechen und die Amnestierung der Täter als zusammengehörigen Akt, der die Bundesrepublik und das Dritte Reich miteinander verband. Sein Fazit: Es wurde nicht etwa vergessen, die einzigartigen Verbrechen des Nationalsozialismus zu sühnen – vielmehr wurde jedwede Anstrengung getroffen, Täter und NS-Sympathisanten in die Nachkriegsgesellschaft zu integrieren, in der sie sich unauffällig verflüchtigten.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2., Aufl. (1988)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596243084
  • ISBN-13: 978-3596243082
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 698.522 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jörg Friedrich, geboren 1944, hat in Standardwerken der Zeitgeschichtsschreibung die Staats- und Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus erforscht. Er hat an der „Enzyklopädie des Holocaust“ mitgewirkt, zahlreiche Fernsehsendungen über die Kriminologie des Land- und Luftkriegs produziert und für seine Arbeiten internationale Auszeichnungen erhalten. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller „Der Brand“, „Brandstätten“ und „Yalu“. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte brilliant 21. November 2011
Format:Taschenbuch
Wie üblich hat Jörg Friedrich alle verfügbaren Quellen über die Behandlung der NS-Täter nach 1945 herangezogen, um ein komplexes Bild der Verhältnisse im Nachkriegsdeutschland zu zeichnen. Selbst wer schon einiges über die kalte Amnestie der Nazimörder und ihrer Gehilfen wußte, wird von den Fakten überrollt. Dabei ist Friedrich kein Freund von einfachen Schuldzuweisungen gegen die Akteure der Amnestie, sondern analysiert auch deren Verstrickung in die damalige Politik. Aber immer läßt er die Quellen sprechen, wenn es um ungesühnten Mord und Massenmörder geht. Ich halte das Buch für das definitive Kompendium des Themas.

Erwähnt werden muß Friedrichs exzellente Sprache, die in vielen lakonischen Passagen an Elfriede Jelinek erinnert - über die man auch streiten kann. Aber wem gelingen zu einem solchen Thema genau passende Sottisen wie die über die NS-Richter, daß Irrsinn und Jurastudium zur Schuldunfähigkeit führen?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend.. 4. März 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Wenn man in diesem, durch original Zitate oder Wiedergabe von Quellen, erfährt, wie diese Demokratie von all den Nazis aufgebaut wurde, fragt man sich, wie es überhaupt je zu Ansätzen von sozialem Engagement in dieser Republik gekommen ist. Geradezu schockierend liest man, wie die selben Richter, die schon vor '45 dem Recht Hohn gesprochen haben auch nach '45 dies weiter praktiziert haben. Teilweise wird hier dokumentiert, wie Menschen, die ihr unter der Hitlerdiktatur eingebüsstes Recht nach '45 vor bundesrepublikanischen Gerichten erstreiten wollen und von den Ex Nazi Richtern wieder abgewiesen werden. Geht es jedoch darum Gestapo-, oder SS Leute sowie Nazi Richter zu rehabilitieren, finden sich keine Hindernisse. All die Beamten aus dem Reichssicherheitshauptamt u. all die anderen Schreibtischtäter, die teilweise den Tod von tausenden von Menschen zu verantworten hatten, wurden wieder in den Beamtenstand erhoben und erhielten ihre Bezüge und Pensionen.
In der Entnazifizierung wurden weniger als 1% als belastet eingestuft. EIn Volk von Opfern. Alle haben nur mit gemacht und sind auf ihren Posten geblieben um Schlimmeres zu verhindern. ....es ist bestürzend, ekelhaft und niederschmetternd zu lesen...
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19 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr lesenswert 8. Oktober 2007
Von briku
Format:Taschenbuch
hatte nach viel Lektüre über die NS Zeit eigentlich nicht viel erwartet.War dann sehr überrascht über die Fakten im Buch. Man muß wirklich diverse Bücher über diese Zeit lesen um bescheid zu wissen und das gehört dazu. Viel Kritik an so einigem ist darin enthalten was Freisprüche betrifft. Anderseits haben die Allierten selbst diese Angeklagten amnestiert was darin fehlt. Etliche Verteidiger hatten sehr wohl Fakten über die Verbrechen der Allierten parat...natürlich nicht anerkannt. Generäle scheinen sich überall gleich oder ähnlich benommen zu haben. Auf jeden Fall lesenswert um Kenntnisse zu ergänzen.Gesetze wurden von den Allierten geschaffen um über Deutsche zu richten. Nun haben wir den Den Haag den internationalen Gerichtshof seit langem und ich vermisse so einige Politiker davor. Anscheinend hat der weder früher noch in den Jahren bis heute funktioniert.Ansonsten hätte Bush wegen dem verlogenen Irakkrieg längst vor den Schranken diesen Gerichts gestanden und andere Diktatoren auch. Ja dann gäbe es keine Kriege mehr wenn das konsequent gehandhabt wäre und uns und der Welt wäre Hitler erspart geblieben.
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3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas tendenziös 18. März 2012
Von Zoo
Format:Broschiert|Verifizierter Kauf
Jörg Friedrich hat auch hier in seiner manchmal etwas locker-flockigen Schreibe zum einen sehr fleissig Fakten zusammen getragen, zum anderen manchmal schnell, ja eher voreilig zugeschlagen.
So zum Beispiel spricht auch er -ohne kritische Prüfung des mittlerweile vorliegenden Materials von dem "Massaker" der Waffen-SS bei Malmedy.
Wie es anders geht zeigt Jens Westemeier in seiner sehr lesenswerten Biographie über Joachim Peiper.
Liegt es vielleicht daran, dass dieser ein "gelernter" Historiker ist???
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