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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fragen Sie Dr. Irabu!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die japanische Couch: Neue Geschichten aus der Praxis des Dr. Irabu (Taschenbuch)
"Die japanische Couch" ist mir auf dem Flughafen auf der Suche nach Reiselektüre in die Hände gefallen, und ich habe das Buch während unseres Kurzurlaubs nicht nur zweimal gelesen, sondern auch umgehend den ersten Teil bestellt.
Während japanische Autoren, die im Westen veröffentlicht werden, für meinen Geschmack oft etwas zu "schwer" sind, trifft Hideo Okuda hier genau den richtigen Ton, um auch den Leser auf der Suche nach Entspannung zufriedenzustellen. Trotzdem hat man hinterher nicht den Eindruck von literarischem "Fast-Food" - eine sehr seltene Kombination. Wie auch im ersten Buch handelt es sich um die Patienten, die Dr. Irabu, ein exzentrischer Psychiater, begleitet und auf sehr charmante Art und Weise entweder heilt oder ihnen hilft, mit ihren jeweiligen Macken leben zu lernen. Ohne zuviel zu verraten: Die von Dr. Irabu angewandte "Immersionsmethode", mit der er sich vollständig mit dem Problem des jeweiligen Patienten identifiziert, führt auf sehr amüsante Art und Weise immer wieder zu einem überraschend nachhaltigen Ergebnis. Der Rezensent hat den Verdacht, daß eine Anwendung in der Praxis zu einem dramatischen Anstieg der Heilungsquote bei Phobien und ähnlichem führen würde - die tägliche Vitaminspritze vielleicht ausgenommen... Da jeder einzelne Fall in einem eigenen, unabhängigen Kapitel geschildert wird, ist das Buch ideal für Fans von Kurzgeschichten. Dr. Irabu selbst ist bei all seiner Kompetenz jedoch durchaus nicht frei von eigenen Besonderheiten, die Schilderung von ihm und seiner Assistentin ist so gut geschrieben, daß er weder bedrohlich noch lächerlich erscheint und man ihm trotzdem seine eigenen Probleme anvertrauen würde. Nach der Lektüre hat man auf jeden Fall gelernt, sich nicht mehr so wichtig zu nehmen. Sehr zu empfehlen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Irabu, der alte Spritzenfetischist,
Von Herbstkind (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die japanische Couch: Neue Geschichten aus der Praxis des Dr. Irabu (Taschenbuch)
Über Dr. Irabu zu lesen, hat wieder total Spaß gemacht. Nach "Die seltsamen Methoden des Dr. Irabu" waren die neuen Geschichten genauso skurril, lustig und regten zum Nachdenken an, wie die vorhergegangenen. Es sind Kurzgeschichten, die alle von psychisch geplagten Menschen handeln, die direkt oder über Umwege zu Dr. Irabu in die Neurologie kommen. Die Fälle beinhalten eine bandbreite von Ängsten. Ein Model fühlt sich immer beobachtet, ein Mann braucht zwei Stunden um seine Wohnung zu verlassen, weil er Angst vor einem Zimmerbrand hat, und muss erst alles kontrollieren, ein Mann hat eine Dauererektion, die nicht mehr weggehen will usw. Dr. Irabu nimmt diese Dinge, so scheint es jedenfalls, gar nicht ernst, macht seine Späßchen und man meint, er therapiert den Patienten eigentlich gar nicht. Stattdessen gibt der Spritzenfetischist jedem Patienten erst mal ein Spritzchen und schlägt die wildesten Maßnahmen vor. Dr. Irabu ist eben ein Kultfigur und auch seine desinterssierte, sexy Arzthelferin ist wieder mit von der Partie.
Amüsante Geschichten, die auch ernsten Klängen Raum lassen, für Zwischendurch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ist ja irre...,
Von Nicht-die-Mama (Detroit Rock City) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die japanische Couch: Neue Geschichten aus der Praxis des Dr. Irabu (Taschenbuch)
Dr. Irabu ist für die Psychiatrie was Inspektor Columbo für die Polizei ist.
Erst einmal fragen sich die Täter wenn sie Inspektor Colunbo sehen, ob dieser ein echter Polizist ist. Ähnliches fragen sich auch die Patienten bei Dr. Irabu. Es fängt schon beim äußeren Erscheinungsbild an. Er ist korpulent, nicht sehr modisch gekleidet, hat eine Badehose mit Blümchen, ist etwas Weltfremd und lebt bei seiner Mama. Viele seiner Patienten kommen mit bestimmten Erwartungen in seine Praxis. Ein psychisch kranker Patient erwartet vielleicht -wie vom Fernsehen bekannt- dass man sich erst einmal auf der Couch hinlegt und dem Psychiater die Seele ausschüttet. Doch weit gefehlt. Ohne einmal zu wissen, was dem Patienten fehlt, bekommt dieser erst einmal eine "fette" Spritze verpasst. Gesprächstherapie hält Dr. Irabu für Unsinn und es erscheint manchmal so, dass Dr. Irabu viel mehr mit seinen eigenen Sorgen beschäftigt ist als mit den Problemen seiner Patienten. Ob so die Behandlung seiner Patienten klappt, die an Dauererektion, Verfolgungswahn, Handysucht oder Kontrollwahn leiden? Man darf keine allzu große literarische Qualität verlangen. Es ist sehr einfach geschrieben. Das Buch ist eher etwas für Zwischendurch. Es macht aber sehr viel Freude dieses Buch zu lesen und einige Lacher sind garantiert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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