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Die innere Sicherheit [VHS]
 
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Die innere Sicherheit [VHS]

Julia Hummer , Barbara Auer , Christian Petzold    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Julia Hummer, Barbara Auer, Richy Müller
  • Regisseur(e): Christian Petzold
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 6. Dezember 2001
  • Spieldauer: 101 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005S6T7
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.043 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die innere Sicherheit der Bundesrepublik haben sie einst gefährdet, das Terroristenpärchen Clara und Hans. Nun, gut 20 Jahre später, geht es den beiden nur mehr um ihre eigene innere wie äußere Sicherheit sowie die ihrer 15-jährigen Tochter Jeanne. Doch eine Familie kann es im Untergrund nicht geben -- und Normalität schon gar nicht. Was bleibt, ist die Angst vor Fremden, die sie verraten könnten, vor Zufällen, die ihnen den letzten Rest ihrer Sicherheit rauben könnten, und vor dem Staat, der sie immer noch jagt. Der linke deutsche Terrorismus der 70er-Jahre mag irgendwann in den 90ern gestorben sein, aber seine Akteure existieren immer noch als Untote, als Gespenster, die nie mehr wieder zu Menschen werden können.

Christian Petzolds Die innere Sicherheit erzählt von dem Fortleben eines deutschen Traumas, das die Öffentlichkeit -- die politische wie die mediale -- so weit wie möglich verdrängt hat. Die Wunden, die der Terror der RAF und die Gegenmaßnahmen des Staates damals im deutschen Herbst gerissen haben, sind längst nicht verheilt. An dem Schorf, der sie notdürftig überdeckt zu kratzen und sie damit noch einmal aufreißen, das ist nun ein Anliegen des neuesten deutschen Films, der Anschluss sucht an den "Neuen deutschen Film" der 60er- und 70er-Jahre. Zusammen mit Volker Schlöndorffs Die Stille nach dem Schuss und Andres Veiels Dokumentarfilm Black Box BRD bildet Die innere Sicherheit eine Art von Trilogie, die im anregendsten Sinne politisch ist, aber nie in den Dogmatismus und die bleierne Schwere früherer Filme zum Thema Terrorismus abrutscht.

Clara (Barbara Auer), Hans (Richy Müller) und Jeanne (Julia Hummer) spielen letztlich nur Familie. Nur die Gefahr, aufzufallen und entdeckt zu werden, hält sie zusammen. Das Leben im Untergrund gleicht dem in einem Gefängnis, besonders für Jeanne, die nie das machen konnte, was für alle anderen Kinder und Jugendlichen alltäglich ist. Ihre einzigen Bezugspersonen sind ihre Eltern, die sie so weit wie möglich von der Welt abschirmen. Doch dann lernt Jeanne in Portugal einen jungen deutschen Surfer kennen und trifft ihn später in Hamburg wieder, nachdem die Familie aufgrund finanzieller Probleme heimlich nach Deutschland zurückkehren musste.

Christian Petzold wahrt Distanz zu seinen Figuren. Er verurteilt sie nicht für das, was sie einst getan haben; aber er sieht in ihnen auch keine Opfer, die von einem erbarmungslosen Staat zugrunde gerichtet wurden. Stattdessen vertraut der junge Regisseur seinen Darstellern fast blind. Sie erschaffen diese Figuren erst in ihrer ganzen Ambivalenz. In jedem Moment des Films sind die inneren Widersprüche, die Barbara Auer und Richy Müller nahezu zerreißen, zu spüren. Sie sehnen sich nach Normalität, aber können selbst im Umgang mit ihrer Tochter, deren Aufbegehren Julia Hummer ungeheuer sensibel porträtiert, nie wie "normale Eltern" handeln. Christian Petzold konzentriert sich ganz auf die Politik dieser einen Familie und erzählt damit mehr von Deutschland, als es ein großes historisches Epos je könnte. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

Seit 15 Jahren leben die Eltern im Untergrund. Tarnen sich zwischen den anonymen Touristen an den Atlantikstränden Portugals. Damals habne sie ein Tabu gebrochen: Sie haben eine Tochter gezeugt. Ein Mädchen, das nie eine Schule besucht hat, das nie die Kleidung mit ihren Freundinnen tauschen konnte, das nie den Unterricht schwänzte, durch Städte streifte und in Eisdielen Schluß mit ihrem Freund machte. Ein Mädchen, das allein ist. Die Eltern sind kurz davor, sich eine halbwegs legale Identiät irgendwo in Brasilien zusammenzubasteln, als durch eine Unachtsamkeit all das zusammenbricht. Noch einmal müssen sie fliehen und Ihre Flucht führt sie nach Deutschland. Währenddessen hat ihre Tochter begonnen, sich zu verlieben. Eine Liebe, die zu einer Tragödie führt und die Familienzelle zerstören wird.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Parvenu
Format:DVD
Dieser Film ist der erste deutsche Film der mich seit langem positiv überrascht hat. Im Gegensatz zu manchen anderen Rezensoren vermisse ich überhaupt nicht die Aufklärung des Hintergrundes oder den mahnenden Bezug zur jüngsten deutschen Vergangenheit. Dazu gibt es schon genug Material. In diesem Film geht es jedoch nicht etwa um das Für und Wieder der RAF sondern um genau das, worum es in allen anderen Filmen über diese Thematik nicht geht, nämlich um die Folgen für die Beteiligten. Um das entwurzelte Leben im Untergrund, und zwar dann, wenn alles vorbei ist, die Zeit der Guerilla, die der Überzeugungen und wo das Unterstützernetz zusammengebrochen ist. Es bleibt eine Kleinfamilie auf der Flucht. Die Tochter- um die geht es maßgeblich- kennt nichts anderes, ist damit vertraut, konspirativ zu leben, weil es anders nicht geht. Ihre Pubertät, ihr Streben nach Individualität ist ein einziger Sicherheitsfaktor in dem gehetztem Leben des Trio. Sie ist es, der die innere Sicherheit abhanden kommt weil die Natur sie zum unsicheren, instinktgesteuertem Handeln treibt. Sie bringt alle mehr und mehr in Gefahr und es baut sich eine unvermeidliche Spannung auf. Man weiß, es kann nur schlimm enden und alle Versuche der Eltern dies zu vermeiden wirken mehr und mehr wie der Tropfen auf dem heißen Stein.
Ein grandioser Film der zeigt dass deutsches Kino doch stark und individuell sein kann. Sehr überzeugend gespielt und ohne Füllmaterial. Nicht jedermanns oder -fraus Sache, das ist sicher, aber so ist es halt mit Filmen die den Mainstream verlassen und eigene Regeln kreieren, sie ecken an und das ist gut so.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Christian Petzold hat mit Die Innere Sicherheit einen völlig unscheinbaren und doch so bewegenden Film gemacht, der sowohl ein Familienleben unter Extrembedingungen, als auch die Gesellschaft der Gegenwart porträtiert.
Hans und Clara, zwei ehemalige Terroristen, die nun im Untergrund leben müssen, weil sie gesucht werden, haben eine Tochter, Jeanne, die nicht die Schule besucht, keine Freunde hat, sich nicht entfalten kann.
Anhand dieser Familie, einer Zelle, die vollkommen abgeschottet und auf sich allein gestellt ist, zeigt Petzold sowohl den Stand dieser Menschen in der heutigen Gesellschaft als auch den Generationenkonflikt innerhalb einer Familie.
Die Mutter, die immer stärker versucht, das Zusammenbrechen dieser Familienzelle zu verhindern, aber letztendlich auch nicht dafür sorgen kann, Jeannes Wünsche nach einem Ausbruch aus diesem Gefängnis der Isolation zu verringern.
Die Mutter erkennt ihre eigene Jugend in ihrer Tochter, und kennt Ihre Sehnsüchte nach Freiheit, jedoch weiss sie, dass sie ohne Autorität ihrer Tochter gegenüber die Familie nicht vor dem Auseinanderbrechen schützen kann.
Petzold scheint diesen Konflikt in den Vordergrund zu stellen. Die Tatsache, dass dieser Konflikt in einer Familie dargestellt wird, die vollkommen isoliert lebt, verschärft ihn und macht ihn noch deutlicher für den Zuschauer.
Kühle Bilder bestimmen den Film. Petzold selbst sagt, dass er mit dieser Kühle der Bilder die Kälte darstellen wollte, die die Familie umgibt, egal wo sie ist, aufgrund ihre sozialen Abgeschottenheit.

Die Innere Sicherheit illustriert letztendlich den Wunsch nach einem anderen Leben, der aber für immer unerfüllt bleiben wird. Dies wird in dem Film ganz deutlich.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3 Sterne 19. Februar 2012
Von Bibliothekswurm VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film bietet wunderbare, ruhige Bilder, schöne Musik und tolle schauspielerische Leistungen aller Beteiligten. Keine Frage! Ganz großartig.
Das dumme ist nur, dass man als Zuschauer nicht so recht erfährt, worum es im Kern geht. Flucht ja, aber wovor? Die Eltern könnten auch Betrüger, Erpresser, Bankräuber oder Hochstapler sein, die sich mit Immobiliengeschäften verzockt haben. Dass es RAF Leute sind, erfährt man nicht explizit. Manche Szenen wirken arg konstruiert und unglaubwürdig. Eigentlich schade, denn das RAF Thema wird hier aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet. Hatte mir mehr von diesem Film erwartet.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Gäähn ..
viel mehr fällt mir zu dem Film nicht ein oder vielleicht das noch: so ein richtig unrealistischer trübsinniger Untergangsstimmungsfilm wie es manche deutsche Filmemacher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. November 2009 von iv
Sehenswert, aber doch nicht vollkommen überzeugend
"Die innere Sicherheit" von Christian Petzold ist ein unscheinbarer Film, einer von jenen, die zu Recht Preise gewinnen, aber doch das Massenpublikum in den Kinosälen nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2007 von Jörn Freese
Gefangen im eigenen Kopf.
Die fünfzehnjährige Jeanne lebt mit ihren Eltern in Portugal. Sie geht nicht zur Schule, ihre Mutter unterrichtet sie. Hauptsächlich in Sprachen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2006 von Lothar Hitzges
Chance verpasst, die Aufarbeitung der jüngeren deutschen...
Der Film hat nicht grundlos den Deutschen Filmpreis für den besten Spielfilm des Jahres 2001 erhalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2006 von Media-Mania
DVD verfügt nicht über Untertitel !!!
Total ärgerlich, daß diese DVD nicht über Untertitel für Hörgeschädigte verfügt. Lesen Sie weiter...
Am 4. September 2005 veröffentlicht
Keine Untertitel!
Sehr ärgerlich, dass diese DVD nicht über Untertitel für Hörgeschädigte verfügt. Stattdessen hat sie andere vergleichsweise unwichtigere Extras. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Februar 2005 von Dirk Hofmann
vorbildliche DVD-Aufmachung
Der Film ist insgesamt extrem ruhig, die passend zum Titel eher auf's innere der kleinen Familie konzentrierte Geschichte wird nur sehr selten durch Actionsequenzen unterbrochen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Januar 2003 von Walker Boh
Ein Kultfilm
Der neue deutsche Film zeigt sich hier von seiner besten Seite und beweist einmal mehr, dass er sich im internationalen Vergleich keineswegs zu verstecken braucht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2002 von "batcat6"
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