Christian Petzold hat mit Die Innere Sicherheit einen völlig unscheinbaren und doch so bewegenden Film gemacht, der sowohl ein Familienleben unter Extrembedingungen, als auch die Gesellschaft der Gegenwart porträtiert.
Hans und Clara, zwei ehemalige Terroristen, die nun im Untergrund leben müssen, weil sie gesucht werden, haben eine Tochter, Jeanne, die nicht die Schule besucht, keine Freunde hat, sich nicht entfalten kann.
Anhand dieser Familie, einer Zelle, die vollkommen abgeschottet und auf sich allein gestellt ist, zeigt Petzold sowohl den Stand dieser Menschen in der heutigen Gesellschaft als auch den Generationenkonflikt innerhalb einer Familie.
Die Mutter, die immer stärker versucht, das Zusammenbrechen dieser Familienzelle zu verhindern, aber letztendlich auch nicht dafür sorgen kann, Jeannes Wünsche nach einem Ausbruch aus diesem Gefängnis der Isolation zu verringern.
Die Mutter erkennt ihre eigene Jugend in ihrer Tochter, und kennt Ihre Sehnsüchte nach Freiheit, jedoch weiss sie, dass sie ohne Autorität ihrer Tochter gegenüber die Familie nicht vor dem Auseinanderbrechen schützen kann.
Petzold scheint diesen Konflikt in den Vordergrund zu stellen. Die Tatsache, dass dieser Konflikt in einer Familie dargestellt wird, die vollkommen isoliert lebt, verschärft ihn und macht ihn noch deutlicher für den Zuschauer.
Kühle Bilder bestimmen den Film. Petzold selbst sagt, dass er mit dieser Kühle der Bilder die Kälte darstellen wollte, die die Familie umgibt, egal wo sie ist, aufgrund ihre sozialen Abgeschottenheit.
Die Innere Sicherheit illustriert letztendlich den Wunsch nach einem anderen Leben, der aber für immer unerfüllt bleiben wird. Dies wird in dem Film ganz deutlich.