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Die indonesischen Schwestern [Broschiert]

Sandra Wöhe
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

1. März 2011
Eine indonesischen Familie in einem deutschen Dorf. Phyllis hat einen deutschen Ingenieur geheiratet. Das Paar lebt in Indonesien, sie bekommen drei Töchter. Dann stirbt der Mann.. Phyllis entschließt sich, in das Haus der Familie des Vaters in ein kleines Dorf in Nordrhein-Westfalen zu ziehen, sie hofft, dass ihre Töchter dort bessere Chancen haben. Im Dorf sind sie die einzigen »Schlitzaugen«. Der Roman beginnt an dem Tag, drei Jahre sind sie nun schon dort, an dem eine der Schwestern, selbst noch lange nicht erwachsen, ein Kind bekommt. Je ein Tag im Jahr, vier Jahre lang, wird erzählt. In dieser Zeit passiert viel im Leben der Schwestern, sie werden erwachsen, verlieben sich, eine von ihnen liebäugelt mit dem Islam, die andere wird lesbisch, sie driften in unterschiedliche Richtungen, und dann gerät eine in große Gefahr …

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Die indonesischen Schwestern + Lass mich deine Pizza sein. Roman.
Preis für beide: EUR 24,85

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Produktinformation

  • Broschiert: 287 Seiten
  • Verlag: Konkursbuchverlag; Auflage: 1 (1. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3887697677
  • ISBN-13: 978-3887697679
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 444.811 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Anstatt die Mandelaugen und das perfekte Deutsch der Protagonistinnen soll hier die tiefsinnige Geschichte hervorgehoben werden, die von der ersten Seite an begeistert. ... Das Besondere an diesem Werk ist Sandra Wöhes Talent, mit scheinbar einfachen Mitteln – kurzen Dialogen, Gedanken und Schilderungen aus dem Alltag – die Entwicklung der Figuren, menschliche Beziehungen und gesellschaftliche Zustände in ihrer Tiefe darzustellen. --Escape, Mai 2011

Eine Welt, in der jede Gruppe ihre eigene Literatur hat, ist eine reiche Welt. Eine, in der jede Gruppe nur das liest, was sie von der ersten Zeile an selbst betrifft, verarmt mit jedem Buchstaben. „Die indonesischen Schwestern“ können Junge wie Alte sowie Frauen und Lesben zum Nachdenken bringen. Du wirst es selber wissen. --lesben.org, Mai 2011

„ .... nicht aus seiner Haut können ...“ - was das bedeutet, ist hier eindrucksvoll zu erfahren und mitzuerleben. Phyllis, die Mutter, gehörte in Indonesien zu einer hoch geachteten, sehr wohlhabenden Gesellschaftsschicht, die sie zutiefst geprägt hat. Nun ist sie in der fremden, fernen Heimat in Deutschland, nachdem ihr Mann tragisch ums Leben kam. Und emotional ist sie völlig gestrandet, da ihr die Handlungen und Motivationen der Deutschen immer fremd bleiben. Selbst beim Umgang mit der Nachbarin, die sich offen zeigt, herrschen die Fettnäpfchen und Missverständnisse auf beiden Seiten vor. Der Autorin gelingt es beeindruckend, die immer währende Integrationsdebatte mit Leben zu füllen. Ganz so einfach ist es nun mal nicht, sich „mal eben g´schwind“ an andere Mentalitäten und Lebensstile anzupassen. Und, ganz wichtig: uns ginge es in einem anderen Kulturkreis ja genau so! Selbst wenn der Wille und die Offenheit da ist, sind wir zutiefst geprägt von der Kultur, in der wir aufgewachsen sind – und das lässt die Autorin uns unglaublich intensive miterleben. Beeindruckend, lesenswert! --Lesarion.de, Mai 2011

Es ist eine fein-gesponnene Erzählung mit vielen spannenden Formulierungen, die aus dem Indonesischen stammen, es ist wahrscheinlich das persönlichste Buch der Autorin niederländisch-indonesischer Herkunft, die nun in der Schweiz lebt. Die Charaktere sind nicht nur sehr nachvollziehbar, sie sind sehr sympathisch und haben einen ganz eigenen Humor. Es ist absolut lohnenswert, diesen Roman "Die indonesischen Schwestern" von Sandra Wöhe zu lesen. --Radiosub, Juni 2011

Erstmalig setzt Sandra Wöhe sich hier intensiver mit einem Thema auseinander, das starke autobiografische Bezüge aufweist: Multikulturelles Leben, Integration, Verlust einer kulturellen Heimat. .... Wer sich darauf einlassen kann, wird eine Ahnung davon bekommen, was es heißt, zwischen den Kulturen aufzuwachsen. Mit Abstand der stärkste von Wöhes Romanen. --Lesbenring Info, Juni 2011

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen Alltag, absurd 12. März 2011
Format:Broschiert
Eine Witwe mit drei Töchtern ist an den Niederrhein gezogen, in die alte Heimat der Familie. Doch auch mit dem richtigen Pass und akzentfreiem Hochdeutsch wird es schwer, ohne Wellen zu schlagen in den deutschen Alltag einzutauchen. In Indonesien waren sie geachtete Europäerinnen, nun sind sie die mit den Mandelaugen. Und wen ihr Blick trifft, der fühlt sich ertappt. Komisch tun immer nur die anderen? Aber was ist, wenn ich selbst die Andere bin?

Sandra Wöhe gelingt es in ihrem dritten Roman erneut, glaubwürdige Figuren zu schildern, die mich über das Lesen hinaus beschäftigen. Die vier Abschnitte des Buchs werfen ein helles Schlaglicht hinter die Kulissen des friedlichen Multi-Kulti-Miteinanders. Abseits von Straßenfesten und internationalen Bürgertagen funktioniert das Denken nach seinen eigenen Regeln, und die sind schwerer zu erlernen als die Geheimnisse der Straßenverkehrsordnung.

Nein, Phyllis von Brück hat es nicht leicht, weder mit ihrem Deutschland, das so anders ist, noch mit ihren Töchtern. Jola, die älteste, bringt eine Freundin mit nach Haus, bei der jedes Gefühl für Anstand zu fehlen scheint, Gritta, die jüngste, mutiert zum Dorframbo, wird mit Zigaretten erwischt und will anscheinend Muslima werden. Dann macht Yasmin sie zur Großmutter - Phyllis fällt es immer schwerer, ruhig zu bleiben. Und da ist auch noch der Arzt, der absurde Forderungen stellt.

Wer »Die indonesischen Schwestern« durch das Buch begleitet hat, sieht die Welt und ihren alltäglichen Rassismus mit anderen Augen. Auf 283 Seiten wird Integration nie vordergründig zum Thema - und doch: Die Frage, wie sich das Denken ändert und unter welchen Bedingungen, durchzieht als Leitmotiv ein sorgfältig durchkomponiertes Buch, das Lesespaß und Denkanstoß zu einem, großen Vergnügen vereint.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Familie-wie sie wirklich im Buche steht! 1. April 2011
Von Rezensia
Format:Broschiert
Sandra Wöhe. 'Die indonesischen Schwestern'

Ich schlage das Buch auf, lese die erste Seite und bin gefangen. Ich komme nicht mehr davon los. Liegt es am Land, aus dem diese Menschen stammen? Oder an den Sitten und Gebräuchen, die in mir vollkommen neue Denkweisen erstehen lassen? Oder an der prächtig bebilderten Erzählweise der Autorin? Es scheint wohl von allem etwas zu sein.

Ich befinde mich mittendrin im Leben dieser Familie. Dieser Familie, die durch den plötzlichen Tod des Vaters aus ihrer gewohnten Umgebung, aus ihrem Wohlstand mit Chauffeur, Limousine und immer genug Geld herausgerissen wurde. Die nun krampfhaft versucht, in diesem kleinen tristen Dorf anzukommen und angenommen zu werden. Sie, die Fremden, Mandeläugigen, die mit den seltsamen Traditionen und Ritualen, welche so gar nicht in das kalte Deutschland passen.

Phyllis und ihre Töchter bilden eine verschworene Gemeinschaft, die geprägt ist von gegenseitigem Verständnis, von uneingeschränkter Hilfsbereitschaft, aber auch von Toleranz gegenüber der deutschen Mentalität.
Phyllis erlebe ich als verständnisvolle Mutter und warmherzige Frau, die nie den Mut verliert und letztendlich das "Rezept" entdeckt, wie durch das Verbinden von deutschen und indonesischen Gewürzen und Speisen etwas ganz Neues entstehen kann. Sie reicht damit am 'Slamatan' nicht nur ihren Freunden, sondern auch ihren Widersachern die Hand und setzt ein wahrhaft menschliches Völker verbindendes Zeichen.

Anabella Freimann
Die indonesischen Schwestern
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freude, Schmerz und Zuversicht 27. Juni 2011
Format:Broschiert
Die indonesischen Schwestern

Reif für die Insel? Der Roman - Die indonesischen Schwestern - von Sandra Wöhe verspricht auf 288 Seiten besten Lesespaß. Ein grünes Bananenblatt als Coverbild des Buches, das im Konkursbuch Verlag Claudia Gehrke erschienen ist, wird gelungener Wegweiser zum Gesamtinhalt und später, in schwarz-weißer Abbildung, auch zu den Kapiteln 2 und 4.

Schon zu Beginn wird der Leser sofort in das Geschehen hineingezogen, findet sich in dem leserfreundlich geschriebenen Text gut zurecht. Sehr anschaulich und mit einfühlsamen Worten beschreibt die Autorin das Aufeinandertreffen zweier Kulturen. Sandra Wöhe erzählt von der Indonesierin Phyllis, die, zusammen mit ihren drei Töchtern, nach dem Tode ihres deutschen Ehemannes von Indonesien nach Deutschland gezogen ist, um sich in einem Dorf in Nordrhein-Westfalen niederzulassen.

Die Handlung des Buches beginnt mit der Geburt des Enkelkindes in Deutschland und beschreibt in vier Kapiteln je einen weiteren Tag der folgenden Jahre. Dabei geht die Autorin in je einem Kapitel speziell auf die einzelnen Töchter ein und zeigt die Beziehungen untereinander sowie das Verhältnis zu ihrer Mutter Phyllis auf. Im ersten Teil wird von Yasmin berichtet, die, fast noch ein Kind, zur Mutter wird. Im zweiten Kapitel verliebt sich Tochter Jola in eine Frau. Im dritten Teil wechselt Tochter Gritta schließlich zum Islam. Wird es Phyllis gelingen, alle Dramen ihrer Familie zu meistern?

Der Leser erfährt, von Sandra Wöhe glaubhaft geschildert, von den Problemen dieser - indonesischen Schwestern - beim Erwachsenwerden, von den Missverständnissen zwischen den unterschiedlichen Kulturen, aber auch von Liebe, Respekt und Zusammenhalt innerhalb der Familie. Die ungezwungene und sehr bildhafte Denkweise von Phyllis, die damit oft originelle Lösungsvorschläge für Problemfelder entwickelt, lässt den Leser oft schmunzeln, aber auch staunen und schafft Platz für Kritik an eigenen, eingefahrenen Ansichten und Moralvorstellungen.

Treffende Formulierungen und wunderschöne Metaphern der Autorin machen das Lesen zu einem Genuss. Sandra Wöhe lässt - ein Dorf sich räkeln und sein rechtes Bein aus dem Bett werfen -. Man erfährt von dem - Lichtfinger - des Mondes, dem Telefonbuch als - Traum der kosmischen Ordnung -, liest von der Zeit, die wie - ein Schmetterling im Wind - ist. Man erhält sogar Einblick in die javanesische Küche, z.B. - Bananenblütensalat und Frühlingsrollen -, begreift auch das Essen umso mehr als sozialen Akt.

Sandra Wöhe vermittelt in ihrem Werk Freude und Schmerz, aber auch Zuversicht.
Ich habe ihr Buch mit Freude gelesen und empfehle es gerne weiter.
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