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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überraschend gute Geschichte über die indische Lebenskultur!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die indische Prinzessin (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch wurde mir empfohlen und da es sich interessant anhörte, habe ich es nun ohne große Erwartungen gelesen. Mein Interesse gilt eigentlich nicht unbedingt dem Orient und auch die Beschreibung auf dem Buchrücken, dass hier eine Liebesgeschichte aus Tausendundeiner Nacht erzählt wird, haben mich zuerst ein wenig verunsichert, ob dieses Buch denn wirklich das richtige für mich ist. Hörte sich demnach etwas kitschig an, was dieses Buch aber überhaupt nicht ist. Die Zweifel haben sich also als unbegründet erwiesen und dieses Buch konnte mich von der ersten Seite an begeistern.Erzählt wird die Lebensgeschichte der Anita Delgado, die den indischen Maharadscha Jagatjit Singh von Kapurthala heiratet. Viele Zitate aus ihrem Tagebuch hat der Autor mit eingearbeitet, was ihm, ohne abgeschrieben oder langweilig zu wirken, sehr gut gelungen ist. Dies konnte die Glaubwürdigkeit der Geschichte nur steigern, denn alle Personen schienen mir real. Anitas Gedankenwelt ist ergreifend beschrieben und konnte mir diese Hauptperson sehr nahe bringen. Sie ist sympathisch dargestellt denn sie beweist Mut, und als moderne Frau lässt sie sich nicht mit den anderen Frauen in seinem Harem sperren. Der Maharadscha war mir auch meistens sympathisch, das lag an seiner Liebenswürdigkeit, die aber nicht immer aufrecht erhalten wurde. Seine Einstellungen zu Frauen konnte ich nicht nachvollziehen, obwohl ich ihm zugutehalten muss, dass dies vor 100 Jahren leider so üblich war. Auch sonst wurde ich mit sympathischen Personen durch das Buch begleitet. Die Liebe zu Karan wurde weder kitschig noch in unnötiger Länge erzählt, sondern lebhaft und schön. Die Geschichte hat mich nicht unbedingt wegen der Spannung gefesselt, sondern vielmehr wegen der Faszination, die von der Familie und des Landes herrührt. Die Kultur Indiens wurde bildhaft geschildert und die Geschichte des Landes erwies sich als sehr interessant. Auch die oberflächlich angekratzten Themen, wie der Unabhängigkeits- und Menschenrechtskämpfer Gandhi oder der erste Weltkrieg wurden sehr gut mit eingearbeitet und haben das Buch damit bereichert. Der Schreibstil ist auch super und in leichter und flüssiger Sprache geschrieben. Von mir gibt eine 100%ige Kaufempfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das wahre Leben ist spannender als jedes Märchen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die indische Prinzessin (Gebundene Ausgabe)
Javier Moro erzählt das faszinierende Leben von Anita Delgado, einer spanischen Tänzerin, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen indischen Radscha heiratet. "Die indische Prinzessin" ist nicht Fiktion, sondern eine Biographie in Romanform. Erzählt wird allerdings nicht nur Anita Delgados Lebens- und schmerzhafte Liebesgeschichte, sondern auch die Geschichte vom langsamen Untergang des British Empire und damit auch vom Zerfall der indischen Fürstentümer.Anita Delgado stammt aus zwar aus gutem, aber verarmtem Hause, ist nahezu Analphabetin und steigt durch ihre Heirat mit dem Radscha von Kapurthala (der Titel Maharadscha wurde ihm erst später durch die Briten verliehen) in eine Welt des märchenhaften Luxus der Radschas, Maharadschas und Nabobs auf. Moro führt nicht nur den märchenhaften Reichtum von Anitas Ehemann an, sondern lässt immer wieder auch Extravaganzen anderer (Maha-)Radschas in die Erzählung einfliessen. Obwohl Anita in einer Welt des absoluten Reichtums lebt, ist sie nicht glücklich. Sie wird von den anderen Frauen des Radschas geschnitten, die britische Regierung erkennt sie nicht als Ehefrau des Radschas an und trotz ihrer langsam aufkeimenden Liebe zu Indien kann sie ihre Heimat Spanien nicht vergessen. "Die indische Prinzessin" ist auch eine Geschichte über Verluste: Verlust der Heimat, ihrer grossen Liebe und nicht zuletzt auch der Verlust einer Illusion. Der Radscha hatte Anita gebeten, Tagebuch zu führen, damit er es lesen könne. Moro zieht diese Tagebucheinträge zur Unterstützung seiner Erzählung heran und schafft damit ein faszinierendes Bild vom Gegensatz zwischen Orient und Okzident. Moro hat zwar einen eher sachlichen Erzählstil, in den ich mich erst einfinden musste, aber nach kurzer Zeit ist mir das - dem Himmel sei Dank - gelungen und ich war völlig im britisch-kolonialen Indien abgetaucht! Diese hervorragende Romanbiografie wird abgerundet durch Informationen darüber, was aus den Söhnen des Radschas geworden ist und enthält ausserdem 15 Seiten Fotos aus Anita Delgados Privatbesitz. Sehr, sehr lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wundervolles Buch,
Rezension bezieht sich auf: Die indische Prinzessin (Gebundene Ausgabe)
Auf dieses Buch habe ich mich eigentlich seitdem ich eine Leseprobe davon erhalten habe und ich kann sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!Das Buch liest sich einfach nur wundervoll. Bei Themen, wie der Geschichte der Anita Delgado, fürchte ich ja manchmal, dass die Umsetzung zum reinen Kitsch verkommt, wie es in manch anderen Büchern passiert, nicht jedoch hier: ich hatte viel mehr das Gefühl einen Zeitbericht zu lesen, was vor allem durch Wendungen wie " sie würde später sagen, dass..." , die wie ich vermute als Anspielungen auf tatsächliche Gespräche ( von vielleicht nicht dem Autor selber) mit den Personen aus dem Buch, was angesichts der Tatsache, das es sich um eine wahre Geschichte handelt recht wahrscheinlich ist. Positv ist natürlich der Schreibstil, wie auch die gesamte Geschichte, eigentlich will ich dazu nicht mehr sagen, das Buch ist einfach gelungen! Das einzige was eventuell negativ sein könnte, ist die Diskussion (von der ich im Internet gelesen habe), ob sich manches (besonders gegen Ende des Buches, hier der Streit mit dem Maharadscha) tatsächlich genau so abgespielt hat, oder ob es teilweise spekuliert ist. Andererseits ist dies nun ein Roman und die Fakten wohl auch nicht mehr 100% zu klären, so dass ich dafür keinen Stern abziehe. Als Fazit kann ich nur sagen: Wer historische Romane ohne allzuviel Kitsch mag, der ist mit diesem Buch sehr gut beraten, ich selber fand es einfach Wundervoll! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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