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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 18.02.2002
Ein recht unbescheidenes Unterfangen: Die Geschichte der Idealstädte, vor allem also der Visionen und Utopien von Philosophen, Architekten und Stadtplanern, von der Antike bis zur Gegenwart zu schreiben. Stets geht es dabei, meint Veronika Schöne in ihrer Rezension, um die "Sehnsucht nach einer heilen, einer besseren Welt". Ein Grund mehr, besonderes Augenmerk auf die "literarischen Utopien" zu legen, was Eaton folgerichtig auch tut. Wenig überraschend, dass das Werk "materialreich" geraten ist. Ihre Probleme hatte die Rezensentin allerdings mit der mangelnden Trennschärfe der Analysekategorien. Die Abgrenzung zwischen "pragmatischen Erwägungen" und utopischen Visionen bleibt ihr zu "undeutlich", der Begriff der idealen Stadt zu "verschwommen".
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Kurzbeschreibung
Die Utopie einer Stadt - auch eine Utopie einer idealen Gesellschaft?
Die britische Historikerin Ruth Eaton präsentiert Modelle idealer Städte und Gemeinschaften von der Anmtike über die Renaissance, das Zeitalter der Kolonisierung, die Aufklärung und die Industrialisierung bis ins 20. Jahrhundert. Dabei zeigt sie, dass solche - selten realisierte - Utopien stets das Selbstverständnis des Menschen und seine Haltung zur Welt nachhaltig beeinflusst und so zu einer Veränderung der realen Lebensumstände beigetragen haben.