- Taschenbuch
- Verlag: Droemer Knaur (1998)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 342682163X
- ISBN-13: 978-3426821633
- Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 1,2 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.964.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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Rechenschieber, die bei vielen Investmentgesellschaften als Werbemittel eingesetzt werden, erlauben einem Anleger zum einen sich auszurechnen, wie sich sein Vermögen unter bestimmten Renditeannahmen in einem bestimmten Zeitraum vermehrt. Zum anderen kann der Anleger aber auch ermitteln, wie lange ein angesammeltes Vermögen im Rahmen eines Auszahlungsplanes als Zusatzrente zur Verfügung steht.
Nach Ansicht des Autorenteams Fehrenbach/Kapferer leiten die Rechenschieber viele Anleger auf eine falsche Fährte. Der Grund: Die Rechenschieber gaukeln dem Anleger vor, dass sich die Wertentwicklung von Fondsanlagen mit einem Handgriff berechnen lassen. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Vor allem bei Anlagen in Aktienfonds können die heftigen Kursschwankungen an den Börsen das Ergebnis immer wieder negativ beeinträchtigen.
Das Autorenteam hat deshalb für bestimmte Anlageszenarien die Ergebnisse der Rechenschieber verglichen mit tatsächlichen Ergebnissen, die Fondsanlagen unter den gleichen Annahmen in der Vergangenheit erbrachten. Schlussfolgerung der Untersuchung: Für Anleger, die sich einfach auf den Rechenschieber verlassen, kann das verheerende Folgen haben. Besonders krass fiel der Test für das Beispiel eines monatlichen Entnahmeplanes aus, bei dem sich ein Anleger aus einem Fondsvermögen von 100000 DM für 20 Jahre eine monatliche Rente ausbezahlen lassen wollte und dabei von einer Rendite von zehn Prozent ausging. Laut Rechenschieber konnte der Anleger mit einer monatlichen Auszahlung von 930 DM rechnen. Das Autorenteam spielte dieses Szenario anschließend anhand tatsächlicher Entnahmepläne für alle möglichen 20jährigen Anlagezeiträume seit 1954 durch. Die Berechnungen ergaben, dass in 69 Prozent der Fälle das Kapital vorzeitig aufgebraucht gewesen wäre. Das bedeutet, dass ein Anleger, der die monatliche Zahlung von 930 DM als Zusatzrente einkalkuliert hätte, in mehr als zweit Drittel der Fälle in erhebliche finanzielle Nöte geraten wäre.
Der Rat der Autoren an Anleger ist deshalb eindeutig: Wenn Ihnen Investmentfondsanlagen mit Hilfe eines Rechenschiebers angeboten werden, dann sollten Sie sich von diesem Berater oder Fondsanbieter verabschieden.
Der neue Haufe Praxis-Ratgeber An Investmentfonds verdienen von Peter Fehrenbach und Helmut Kapferer liefert auf rund 480 Seiten einen umfassenden und detaillierten Überblick über alle Facetten der Investmentfondsanlage. Peter Fehrenbach hat sich mit zahlreichen Büchern und Beiträgen den Ruf eines exzellenten Kenners der Investmentfondsanlage erworben; seit einiger Zeit leitet er als Geschäftsführer erfolgreich die Vermögensverwaltungsgesellschaft EuroSwitch. Helmut Kapferer, langjähriger Chefredakteur des DFI-Gerlach-Report, gilt als einer profiliertesten Anlegerschützer in Deutschland. Seit Anfang 1999 ist er ebenfalls Geschäftsführer bei EuroSwitch
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