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»Es scheint fast so, als wolle Roland Barthes die Photographie, die für ihn unergründbar bleibt, ›weil ihre Evidenz so mächtig ist‹, mit diesem kleinen Buch vor ihrer Verharmlosung retten. ... ›Die helle Kammer‹ war Roland Barthes zu Lebzeiten letzte Veröffentlichung. Heute kann man das Büchlein getrost ein Standardwerk über Photographie nennen.«
(Volker Sielaff Dresdner Neueste Nachrichten )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
roman,
Rezension bezieht sich auf: Die helle Kammer: Bemerkungen zur Photographie (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
was meine vorredner schreiben ist grundsätzlich falsch.die "helle kammer" ist barthes schönster roman und faktisch kein werk von wissenschaftlichem interesse (was die schmähliche mißachtung in kreisen etablierter "wissenschaftlichkeit" sehr gut bezeugt). auch wenn es zunächst den anschein haben mag, dass dieses buch ein methodisches konzept zur untersuchung des phänomens "fotografie" entwerfen möchte, macht barthes schnell klar, dass es ihm um etwas vollkommen anderes geht: dem recht auf subjektive, d.h. durch eine gesetzmäßige, allgemein-überprüfbare formel nicht einzufangende, erfahrung. diese erfahrung ist nicht die fotografie selbst (oder der wahrnehmungsakt), sondern das sprechen durch das zeichen hindurch; (er schreibt gleich zu beginn, dass wissenschaft vor allem eines schafft: normierung, überprüfbarkeit, marginalisierung, die vernichtung subjektiver erfahrung; aus diesem grund nutzt er die möglichkeiten der "erzählung", des "erzählers", des individuellen). die "helle kammer" handelt vom tod barthes' mutter, von seinem vorhaben ihr eine dauerende gestalt zu geben und gerade dieses vorhaben gelingt in aller fasslichkeit. mit wissenschaft hat das alles nichts zu tun und das ist das schöne an diesem buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Helle Kammer - Dunkelkammer?,
Rezension bezieht sich auf: Die helle Kammer: Bemerkungen zur Photographie (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Das Buch versucht Licht zu bringen in die Geheimnisse der Dunkelkammer, in das Geheimnis der Betrachtung fotografischer Bilder. Dabei ist signifikant, daß von der wichtigsten Fotografie in diesem Buch nur die Rede ist, daß diese Fotografie in diesem Buch nicht abgebildet ist: das Wintergartenfoto mit der verstorbenen Mutter von Barthes als kleines Mädchen. Warum ist dieses Foto nicht abgebildet, warum wird trotzdem so viel über dieses Foto geredet? Weil es dem Leser nichts brächte, würde er das Foto vor Augen haben. Vor Augen hat er jedoch die Erläuterungen von Barthes, seinen subjektiven Eindruck. Damit statuiert Barthes ein Exemplum: Jeder muß in Fotos seine eigene Lektüre lesen, sich zu seiner Subjektivität bekennen in der Betrachtung fotografischer Bilder.
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